NDR Info Nachrichten vom 03.06.2013:

Dramatische Hochwasserlage

München: Die Hochwasserlage im Süden und Osten Deutschlands bleibt dramatisch. Für zahlreiche Flüsse gilt die höchste Hochwasser-Meldestufe, es wurde Katastrophenalarm ausgelöst. In Passau hat der Pegelstand die bisherige Höchstmarke aus dem Jahr 1954 erreicht. Das Wasser von Donau und Inn vermischt sich in der Innenstadt. In Rosenheim musste ein weiterer Stadtteil evakuiert werden. In Sachsen und Thüringen wurden in mehreren Städten bislang mehr als 10.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Neben Helfern des Technischen Hilfswerks sind auch Bundeswehrsoldaten in den betroffenen Gebieten im Einsatz. Auch in weiten Teilen Österreichs und Tschechiens bleibt die Hochwasserlage angespannt. Zahlreiche Straßen und Eisenbahnlinien wurden überflutet.| 03.06.2013 10:45 Uhr

Gedenken an Zugunglück in Eschede

Eschede: In der niedersächsischen Stadt hat eine Gedenkveranstaltung an das Zugunglück vor 15 Jahren begonnen. Überlebende und Angehörige der Opfer kamen an der neu gestalteten Gedenkstätte zusammen. Viele Teilnehmer legten Blumen nieder. Erstmals ist der Chef der Deutschen Bahn zu dem Jahrestag eingeladen. Rüdiger Grube will für das entstandene Leid um Entschuldigung bitten. Das Zugnglück in der Lüneburger Heide war das schwerste in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Der ICE "Wilhelm Conrad Röntgen" war wegen eines defekten Radreifens entgleist und gegen eine Straßenbrücke geprallt. Einhundert und ein Mensch starben.| 03.06.2013 10:45 Uhr

EU verurteilt Gewalt in Türkei

Brüssel: Die Europäische Union hat das gewaltsame Vorgehen der türkischen Polizei gegen Demonstranten verurteilt. EU-Außenbeauftragte Ashton sprach in einer Erklärung von einem unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt durch Polizisten. In mehreren türkischen Provinzen hat es Proteste gegen die Regierung Erdogan gegeben. In Istanbul setzte die Polizei in der vergangenen Nacht erneut Tränengas gegen die Demonstranten ein. Dabei kam es auch zu Ausschreitungen. Ministerpräsident Erdogan räumte Fehler bei Polizeieinsätzen ein. Er wies aber Kritik zurück, seine Regierung habe einen zunehmend autoritären Führungsstil.| 03.06.2013 10:45 Uhr

Mehr Atomwaffen in Asien

Stockholm: Nach Erkenntnissen des Friedensforschungs-Instituts Sipri haben die Länder China, Indien und Pakistan ihr Atomwaffen-Arsenal weiter aufgestockt. Im Jahresbericht des renomierten Instituts heißt es, China verfüge über etwa 250, Pakistan über schätzungsweise 120 und Indien über cirka 110 Sprengköpfe. Das waren jeweils etwa zehn mehr als 2012. Angesichts der Spannungen in Asien sei dies eine beunruhigende Entwicklung. Die USA und Russland haben die Zahl ihrer Atomwaffen reduziert, verfügen aber insgesamt über die weitaus meisten Sprengköpfe.| 03.06.2013 10:45 Uhr

Streik bei Versandhändler Amazon

Bad Hersfeld: Beim Internet-Versandhändler Amazon sind mehrere hundert Mitarbeiter in den Streik getreten. Sie folgten einem Aufruf der Gewerkschaft ver.di. Betroffen sind die Versandlager im hessischen Bad Hersfeld und in Leipzig. Ver.di fordert, dass die Beschäftigten nach dem Tarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel bezahlt werden, Amazon orientiert sich nach eigenen Angaben an der Bezahlung in der Logistikbranche.| 03.06.2013 10:45 Uhr

Ältere Arbeitslose kaum Chancen auf neuen Job

Berlin: Frauen und Männer über 50 Jahre haben einer Studie zufolge wenig Chancen, auf dem deutschen Arbeitsmarkt langfristig eine neue Beschäftigung zu finden. Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtet über Ergebnisse des Programms "Perspektive 50 plus" des Bundesarbeitsministeriums. Demnach hatte sich nur jeder Sechste der über 50-Jährigen länger als ein halbes Jahr in dem neuen Arbeitsverhältnis halten können. Dabei verfügten rund 60 Prozent der Teilnehmer des Programms über eine abgeschlossene Ausbildung, einen Meisterbrief oder ein Hochschuldiplom.| 03.06.2013 10:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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