NDR Info Nachrichten vom 03.06.2013:

Dramatische Hochwasserlage

München: Die Hochwasserlage im Süden und Osten Deutschlands bleibt dramatisch. Für zahlreiche Flüsse gilt die höchste Hochwasser-Meldestufe, es wurde Katastrophenalarm ausgelöst. In Passau hat der Pegelstand die bisherige Höchstmarke aus dem Jahr 1954 erreicht. Das Wasser von Donau und Inn vermischt sich in der Innenstadt. In Rosenheim musste ein weiterer Stadtteil evakuiert werden. In Sachsen und Thüringen wurden in mehreren Städten bislang mehr als 10.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Neben Helfern des Technischen Hilfswerks sind auch Bundeswehrsoldaten in den betroffenen Gebieten im Einsatz. Auch in weiten Teilen Österreichs und Tschechiens bleibt die Hochwasserlage angespannt. Zahlreiche Straßen und Eisenbahnlinien wurden überflutet. In Prag wurde der Notstand ausgerufen. Mehrere Menschen sind ums Leben gekommen.| 03.06.2013 09:45 Uhr

Wieder Ausschreitungen in Türkei

Istanbul: In der Türkei halten die Proteste gegen die Regierung von Ministerpräsident Erdogan an. In der Millionenmetropole Istanbul ging die Polizei in der vergangenen Nacht erneut mit Tränengas und Wasserwerfern gegen Demonstranten vor. Medienberichten zufolge hatten sie mit einem Bagger und Lastwagen eine Absperrung durchbrochen, wurden aber kurz darauf von den Beamten gestoppt. Es gab mehrere Verletzte. Die Protestbewegung ist nicht auf Istanbul beschränkt, laut türkischem Innenministerium gab es Demonstrationen in 48 Provinzen. Ministerpräsident Erdogan räumte Fehler beim Polizeieinsatz ein, wies aber Kritik zurück, er habe einen zunehmend autoritären Führungsstil.| 03.06.2013 09:45 Uhr

Mehr Atomwaffen in Asien

Stockholm: Nach Erkenntnissen des Friedensforschungs-Instituts Sipri haben die Länder China, Indien und Pakistan ihr Atomwaffen-Arsenal weiter aufgestockt. Im Jahresbericht des renomierten Instituts heißt es, China verfüge über etwa 250, Pakistan über schätzungsweise 120 und Indien über cirka 110 Sprengköpfe. Das waren jeweils etwa zehn mehr als 2012. Angesichts der Spannungen in Asien sei dies eine beunruhigende Entwicklung. Die USA und Russland haben die Zahl ihrer Atomwaffen reduziert, verfügen aber insgesamt über die weitaus meisten Sprengköpfe.| 03.06.2013 09:45 Uhr

Erinnerung an Zugunglück in Eschede

Eschede: In der niedersächsischen Stadt wird heute an das Zugunglück vor 15 Jahren erinnert. Bahn-Chef Grube wird auf der Gedenkfeier eine Ansprache halten. Es wird damit gerechnet, dass er Opfer und Angehörige um Entschuldigung bitten wird. Hinterbliebene haben einen solchen Schritt seit langem gefordert. Am 3. Juni 1998 entgleiste der ICE Wilhelm Conrad Röntgen bei Tempo 200 und prallte in Eschede gegen eine Straßenbrücke. Grund war ein gebrochener Radreifen. Einhundert und ein Mensch starben.| 03.06.2013 09:45 Uhr

Streik bei Versandhändler Amazon

Bad Hersfeld: Beim Internet-Versandhändler Amazon sind mehrere hundert Mitarbeiter in den Streik getreten. Sie folgten einem Aufruf der Gewerkschaft ver.di. Betroffen sind die Versandlager im hessischen Bad Hersfeld und in Leipzig. Ver.di fordert, dass die Beschäftigten nach dem Tarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel bezahlt werden, Amazon orientiert sich nach eigenen Angaben an der Bezahlung in der Logistikbranche.| 03.06.2013 09:45 Uhr

Ältere Arbeitslose kaum Chancen auf neuen Job

Berlin: Frauen und Männer über 50 Jahre haben einer Studie zufolge wenig Chancen, auf dem deutschen Arbeitsmarkt langfristig eine neue Beschäftigung zu finden. Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtet über Ergebnisse des Programms "Perspektive 50 plus" des Bundesarbeitsministeriums. Demnach hatte sich nur jeder Sechste der über 50-Jährigen länger als ein halbes Jahr in dem neuen Arbeitsverhältnis halten können. Dabei verfügten rund 60 Prozent der Teilnehmer des Programms über eine abgeschlossene Ausbildung, einen Meisterbrief oder ein Hochschuldiplom.| 03.06.2013 09:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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