NDR Info Nachrichtenarchiv
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München: In Bayern droht eine Jahrhundertflut. Ministerpräsident Seehofer sagte, möglicherweise werde es eine Entwicklung geben, die zu einem Hochwasser führen könnte, das bisher noch nie dagewesen sei. Die Staatsregierung hat einen Krisenstab eingerichtet. Gestern hatten die bayerischen Behörden in insgesamt zehn Städten und Landkreisen Katastrophenalarm ausgerufen. Besonders dramatisch ist die Lage in Passau. Die Donau zwischen Regensburg und Passau wird im Laufe des Tages durchgehend die höchste Meldestufe vier erreichen. Das bedeutet, dass bewohnte Flächen in größerem Ausmaß überflutet werden. Zahlreiche Straßen und Autobahnen sind gesperrt. In Oberbayern gilt ein Fahrverbot für LKW. Bahnreisende müssen sich auf massive Behinderungen einstellen. Außerdem fällt in den Hochwassergebieten der Schulunterricht aus. Auch in Thüringen und Sachsen kämpfen die Menschen gegen die Überschwemmungen. In Baden-Württemberg und in Sachsen-Anhalt ist die Lage ebenfalls angespannt. Kanzlerin Merkel hat den am stärksten betroffenen Ländern volle Unterstützung zugesichert.| 03.06.2013 04:00 Uhr
Prag: Die stark anschwellenden Flüsse in Mitteleuropa bedrohen auch die Nachbarstaaten Deutschlands. In Tschechien hat Ministerpräsident Necas den Notstand für weite Teile des Landes ausgerufen. Dadurch könnten die Rettungsbemühungen effektiver gestaltet werden. Außerdem stellte er mehr als zehn Millionen Euro Soforthilfe bereit und beorderte weitere 2.000 Soldaten in die Hochwassergebiete. Besonders stark betroffen ist die tschechische Hauptstadt Prag. Dort wurden mehrere U-Bahnstationen sowie die berühmte Karlsbrücke gesperrt. Außerdem ließen die Behörden ein Krankenhaus und den Zoo evakuieren. Auch in Österreich spitzt sich die Lage weiter zu. Dort und in Tschechien kamen bislang drei Menschen durch Überschwemmungen und Erdrutsche ums Leben.| 03.06.2013 04:00 Uhr
Brüssel: Die Europäische Union hat das Vorgehen der türkischen Polizei bei den jüngsten Massenkundgebungen verurteilt. In einer Erklärung sprach die EU-Außenbeauftragte Ashton von einem unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt gegen die Demonstranten. Sie forderte beide Seiten zum Dialog auf. Auch gestern hatte es landesweit Ausschreitungen bei Protesten gegen die Regierung von Ministerpräsident Erdogan gegeben. In Ankara und Istanbul setzte die Polizei Gummiknüppel und Tränengas ein. Es sollen erneut mehrere hundert Menschen festgenommen worden sein. Auslöser der Kundgebungen waren Pläne der Stadt Istanbul, auf der Fläche eines Parks ein Einkaufszentrum zu errichten. In den vergangenen Tagen wendeten sich die Proteste jedoch immer mehr gegen Ministerpräsident Erdogan und seine islamisch-konservative Regierung.| 03.06.2013 04:00 Uhr
Stockholm: Die Atommächte haben im vergangenen Jahr ihre nuklearen Arsenale weiter modernisiert. Nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri waren 2012 fast 2.000 Sprengköpfe ständig einsatzbereit. Damit sei die Zahl im Vergleich zum Jahr davor konstant hoch geblieben. Laut Sipri haben die USA und Russland im Zusammenhang mit einem Abrüstungsabkommen die Zahl ihrer Atomwaffen reduziert. China, Indien und Pakistan hätten dagegen ihre Arsenale aufgestockt. Dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut zufolge gibt es weltweit rund 17.000 atomare Sprengköpfe, die entweder einsatzbereit, eingelagert oder bereits zur Verschrottung vorgesehen sind.| 03.06.2013 04:00 Uhr
Washington: Der mutmaßliche Informant der Enthüllungsplattform Wikileaks, Bradley Manning, muss sich von heute an vor Gericht verantworten. Dem 25-jährigen Obergefreiten wird unter anderem Unterstützung des Feindes vorgeworfen. Sollte er schuldig gesprochen werden, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Manning hatte schon vor Monaten gestanden, während seiner Stationierung im Irak hunderttausende Dokumente Wikileaks zugespielt zu haben. Darunter waren sowohl Berichte aus US-Botschaften als auch geheime Dokumente über die Kriege in Afghanistan und im Irak. Der Prozess findet vor einem Militärgericht in Fort Meade bei Washington statt.| 03.06.2013 04:00 Uhr
Zum Sport: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihr Testspiel gegen die USA verloren. Die Auswahl von Bundestrainer Löw unterlag gestern Abend in Washington dem Team seines Vorgängers Klinsmann mit 3 zu 4. Die Handballer des HSV-Hamburg sind Champions-League-Sieger 2013. Im Finale in Köln bezwangen sie den FC Barcelona mit 30 zu 29 nach Verlängerung. Es ist das erste Mal, dass der HSV-Hamburg in der Handball-Champions-League triumphiert.| 03.06.2013 04:00 Uhr
Das Wetter: Von Osten her teils dichtere Wolken und von Göttingen bis nach Vorpommern gelegentlich Regen möglich. Nach Nordwesten hin locker oder gering bewölkt und trocken. Tiefstwerte zwischen 11 Grad auf Usedom und 5 Grad im Ruhrgebiet. Tagsüber von Nordrhein-Westfalen bis nach Vorpommern zeitweise dichte Wolken und örtlich Schauer, im Verlauf nachlassend und Auflockerungen. Sonst zeitweise Sonnenschein und trocken, bei 12 bis 18 Grad.| 03.06.2013 04:00 Uhr