NDR Info Nachrichtenarchiv
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Istanbul: Nach mehrtägiger Konfrontation mit Demonstranten in der türkischen Metropole hat sich die Lage nach dem Rückzug der Polizei vom zentralen Taksim-Platz entspannt. Vorausgegangen war ein Aufruf des türkischen Staatspräsidenten Gül zur Mäßigung und internationale Kritik am harten Vorgehen der Sicherheitskräfte. Ministerpräsident Erdogan forderte ein sofortiges Ende der Proteste, räumte aber ein, dass die Polizei in einigen Fällen überreagiert habe. In Istanbul hatte es zuvor den zweiten Tag in Folge heftige Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei gegeben. Mehr als 60 Menschen sollen festgenommen worden sein; die Menschenrechtsorganisation Amnesty International spricht von mehr als 100 Verletzten. Die USA und die Europäische Union äußerten sich besorgt und mahnten die Einhaltung der Grundrechte an. Die Proteste hatten sich ursprünglich gegen den Bau eines Einkaufszentrums in einem Park im Stadtzentrum gerichtet, zielen inzwischen aber auch auf die islamisch-konservative Regierung. Kritisiert wird unter anderem ein zunehmend autoritärer Regierungsstil.| 01.06.2013 19:00 Uhr
Berlin: Starker Regen hat die akute Hochwassergefahr im Süden und Osten Deutschlands deutlich erhöht. In Sachsen werden vor allem an der Mulde und der Weißen Elster steigende Wasserstände und bis morgen die höchste Alarmstufe erwartet. In Brandenburg sind ebenfalls viele Flüsse über die Ufer getreten. Extreme Niederschläge verschärften zudem die Lage in Bayern. Der Pegelstand der Donau in Passau ist laut Polizeiangaben auf mehr als drei Meter über normal angestiegen. Der Höchststand wird in der kommenden Nacht erwartet. Auch in Regensburg droht die Donau über die Ufer zu treten. Auf dem Main in Würzburg ist die Schifffahrt eingestellt. Ein Fahrverbot gilt auch auf dem Rhein zwischen Karlsruhe und der Schweiz. In einem der baden-württembergischen Hochwassergebiete wird ein Bauarbeiter vermisst. In Niedersachsen hat sich die Lage dagegen etwas entspannt: Leine, Aller und Oker sind zuletzt nicht weiter angestiegen.| 01.06.2013 19:00 Uhr
Berlin: Nach massiver Kritik an den milliardenteuren Ankündigungen von Bundeskanzlerin Merkel versuchen führende Unionspolitiker die Wogen zu glätten. Finanzminister Schäuble sagte, die Regierung werde ihren Kurs der wachstumsfreundlichen Konsolidierung fortsetzen. Er könne die Aufregung über eine angebliche Kursänderung nicht nachvollziehen. CDU-Generalsekretär Gröhe betonte in der "Rheinischen Post", solides Haushalten werde nicht infrage gestellt, zudem seien alle Zahlen schlicht Spekulation. Der CSU-Politiker Michelbach begrüßte die Aussicht auf Mehrleistungen nach der Wahl. Es sei nur gerecht, wenn die Bürger eine Wachstumsdividende erhielten. Nach einem Bericht im "Handelsblatt" kosten Merkels Ankündigungen insgesamt 28,5 Milliarden Euro. Sie hatte unter anderem versprochen, nach der Wahl den Kinderfreibetrag zu erhöhen und die Mütterrenten zu verbessern.| 01.06.2013 19:00 Uhr
London: Nach dem Mord an einem Soldaten ist es in der britischen Hauptstadt zu Zusammenstößen zwischen rechtsgerichteten Demonstranten und linken Gegendemonstranten gekommen. Mindestens 58 Menschen wurden nach Angaben von Scorland Yard festgenommen. Auch im schottischen Edinburgh kam es zu Demonstrationen. Zwei junge Briten mit nigerianischen Wurzeln werden beschuldigt, vor zehn Tagen in einem Londoner Vorort einen Soldaten niedergemetzelt zu haben. Beide waren zum Islam konvertiert. Seit der Tat marschieren fast täglich Hunderte Rechtsradikaler in britischen Städten auf und fordern die Ausweisung von muslimischen Predigern.| 01.06.2013 19:00 Uhr
Mexiko-Stadt: Im Rahmen seiner Amerika-Reise ist Bundesaußenminister Westerwelle heute zu Besuch in Mexiko. Auf dem Programm steht unter anderem ein Gespräch mit seinem Kollegen Meade. Anschließend reist Westerwelle nach New York weiter. Dort wird am Montag bei den Vereinten Nationen ein neues internationales Abkommen mit Richtlinien für den Waffenhandel unterzeichnet.| 01.06.2013 19:00 Uhr
Bagdad: Im Irak ist der Mai der blutigste Monat seit fünf Jahren gewesen. Mehr als 1.000 Menschen kamen bei Anschlägen ums Leben, wie die Vereinten Nationen mitteilten. Die UNO forderte die irakische Regierung auf, sofort zu handeln, um das Blutvergießen zu beenden. Die jüngste Gewaltwelle ist vor allem auf die Rivalität zwischen Schiiten und der Minderheit der Sunniten zurückzuführen.| 01.06.2013 19:00 Uhr
Das Wetter: Nachts wechselnd bewölkt und meist trocken, nur nach Vorpommern hin gebietsweise Schauer, örtlich auch Gewitter. Tiefstwerte 13 bis 6 Grad. Morgen zunehmend freundlich mit längerem Sonnenschein, nur nach Vorpommern noch bewölkt und zeitweise Regen. Höchstwerte 12 bis 17 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag überwiegend heiter und meist trocken, 12 bis 17 Grad. Am Dienstag Mix aus Sonne und Wolken, meist trocken, 13 bis 19 Grad.| 01.06.2013 19:00 Uhr