NDR Info Nachrichten vom 01.06.2013:

Neue Proteste in Istanbul

Istanbul: Die türkische Millionen-Metropole ist auch heute Schauplatz von Protesten gegen die Politik der Regierung Erdogan. Rund um den zentralen Taksim-Platz ging die Polizei erneut mit Wasserwerfern und Tränengas gegen die Protestierer vor. Schon gestern hatte es dort Verletzte bei Ausschreitungen gegeben. Zurzeit sollen wieder tausende Demonstranten in Istanbul auf den Straßen sein. Ministerpräsident Erdogan räumte Fehler beim Vorgehen der Sicherheitskräfte ein. Gleichzeitig sagte er, die Regierung werde sich aber nicht einer Minderheit beugen. Die Demonstrationen hatten zunächst dem Erhalt eines Parks in Istanbul gegolten. Inzwischen rückt aber Unmut über die Politik der islamisch-konservativen Regierung immer mehr ins Zentrum des Protests.| 01.06.2013 17:15 Uhr

Hochwasserlage im Süden spitzt sich zu

München: In Teilen Süddeutschlands spitzt sich die Hochwasserlage wegen des Dauerregens zu. In Bayern bangen die Bauern mittlerweile um ihre Ernte. Finanzminister Söder versprach schnelle und unbürokratische Hilfe für Hochwasseropfer. Meteorologen sagen voraus, dass sich die Niederschläge vorerst noch weiter ausbreiten werden. Die Stadt Passau richtet sich auf Überschwemmungen ein, auch in Regensburg droht die Donau über die Ufer zu treten. Auf dem Main in Würzburg ist die Schifffahrt eingestellt. Ein Fahrverbot gilt auch in Baden-Württemberg auf dem Rhein zwischen Karlsruhe und der Schweiz. In einem der baden-württembergischen Hochwassergebiete wird ein Bauarbeiter vermisst. Etwas entspannt hat sich die Lage in Niedersachsen. Leine, Aller und Oker sind zuletzt nicht weiter angeschwollen.| 01.06.2013 17:15 Uhr

Auseinandersetzungen bei Blockupy Demo

Frankfurt am Main: Anhänger der Blockupy-Bewegung sind in der Finanzmetropole gegen die Politik in der Euro-Krise und gegen die Macht der Großbanken auf die Straße gegangen. Dabei kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Die Polizei kesselte am Rande des Frankfurter Bankenviertels vermummte Demonstranten ein. Aus der Gruppe waren Feuerwerkskörper und Farbbeutel geflogen. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Die Sicherheitskräfte sprachen von bis zu 400 eingekesselten Menschen, die Veranstalter der Demonstration von eintausend. Die Gesamtzahl der Kundgebungsteilnehmer belief sich nach Polizeiangaben auf rund zehn-tausend. Laut Blockupy sollen es deutlich mehr gewesen sein.| 01.06.2013 17:15 Uhr

DB: Kurzarbeit im Güterverkehr möglich

Berlin: Die Deutsche Bahn denkt über Kurzarbeit im Güterverkehr nach. Sie bestätigte damit einen Bericht des Tagesspiegels. Demnach schlagen die Probleme in der Stahl- und Autobranche direkt auf den Gütertransport auf der Schiene durch. Ein Bahnsprecher sagte, Kurzarbeit würde jedoch allenfalls regional und zeitlich begrenzt eingeführt werden.| 01.06.2013 17:15 Uhr

Syrien - Deutschland hilft Zivilbevölkerung

Berlin: Deutschland stellt weitere sieben Millionen Euro Hilfe für die Zivilbevölkerung in Syrien bereit. Die Bundesregierung will damit beispielsweise den Schulbesuch notleidender Kinder unterstützen. Entwicklungsminister Niebel sagte der "Welt am Sonntag", das Geld solle auch dem Engagement humanitärer Organisationen wie dem Kinderhilfswerk Unicef in Syrien zugute kommen. Ein weiterer Teil fließe in Nachbarländer, die Flüchtlinge aufnähmen. Bisher hat die Bundesregierung laut Niebel 132 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Lebenssituation der syrischen Zivilbevölkerung zu verbessern.| 01.06.2013 17:15 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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