NDR Info Nachrichtenarchiv
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Ankara: Der türkische Präsident Gül hat nach den Auseinandersetzungen in Istanbul und anderen Städten des Landes zu Ruhe und Besonnenheit aufgerufen. Die Proteste hätten ein besorgniserregendes Niveau erreicht, erklärte Gül. Er forderte alle Beteiligten auf, gesunden Menschenverstand walten zu lassen. Von der Polizei verlangte der türkische Präsident, angemessen auf die Proteste zu reagieren. Die Sicherheitskräfte in Instanbul gingen heute erneut mit Tränengas und Wasserwerfern gegen mehrere tausend Demonstranten vor. Deren Proteste richteten sich ursprünglich gegen den Bau eines neuen Einkaufszentrums, zielen inzwischen aber auch auf die islamisch-konservative Regierung. Seit gestern wurden nach Angaben von Amnesty International mehr als 100 Menschen verletzt. Angesichts der Konfrontation in Istanbul wächst die Sorge in der EU und den USA vor einer weiteren Eskalation.| 01.06.2013 15:45 Uhr
München: In Teilen Süddeutschlands spitzt sich die Hochwasserlage wegen des Dauerregens zu. In Bayern bangen die Bauern mittlerweile um ihre Ernte. Finanzminister Söder versprach schnelle und unbürokratische Hilfe für Hochwasseropfer. Meteorologen sagen voraus, dass sich die Niederschläge vorerst noch weiter ausbreiten werden. Die Stadt Passau richtet sich auf Überschwemmungen ein, auch in Regensburg droht die Donau über die Ufer zu treten. Auf dem Main in Würzburg ist die Schifffahrt eingestellt. Ein Fahrverbot gilt auch in Baden-Württemberg auf dem Rhein zwischen Karlsruhe und der Schweiz. In einem der baden-württembergischen Hochwassergebiete ist ein Bauarbeiter verschollen. Etwas entspannt hat sich die Lage in Niedersachsen. Leine, Aller und Oker sind zuletzt nicht weiter angeschwollen.| 01.06.2013 15:45 Uhr
Frankfurt am Main: Anhänger der Blockupy-Bewegung sind in der Finanzmetropole gegen die Politik in der Euro-Krise und gegen die Macht der Großbanken auf die Straße gegangen. Dabei kam es am Mittag zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Die Polizei kesselte am Rande des Frankfurter Bankenviertels vermummte Demonstranten ein. Aus der Gruppe waren Feuerwerkskörper und Farbbeutel geflogen. Die Sicherheitskräfte sprachen von bis zu 400 eingekesselten Menschen, die Veranstalter der Demonstration von eintausend. Unterschiedliche Angaben gibt es auch über die Gesamtzahl der Kundgebungsteilnehmer in Frankfurt. Laut Blockupy sollen es 20.000 sein. Die Polizei zählte sieben-tausend.| 01.06.2013 15:45 Uhr
Berlin: Der Bundesdatenschutzbeauftragte Schaar hat die geplante Gesetzesreform zur Senkung des Antibiotika-Einsatzes in der Tiermast kritisiert. Schaar warf Union und FDP im Gespräch mit NDR Info vor, die Novelle des Arzneimittelgesetzes sei intransparent. Zwar sollten alle Antibiotikaeinsätze in landwirtschaftlichen Betrieben in einer Datenbank dokumentiert werden. Die erfassten Daten würden jedoch nicht veröffentlicht und auch Strafverfolgungsbehörden hätten keinen Zugriff, so Schaar. Dadurch werde die Transparenz bei der Antibiotikavergabe in der Tiermast noch geringer als heute. In der kommenden Woche verhandeln Bund und Länder im Vermittlungsausschuss über die Gesetzesnovelle.| 01.06.2013 15:45 Uhr
Mexiko-Stadt: Im Rahmen seiner Amerika-Reise ist Bundesaußenminister Westerwelle heute zu Besuch in Mexiko. Auf dem Programm steht unter anderem ein Gespräch mit seinem Kollegen Meade in Mexiko-Stadt. Zudem wird es auch ein Treffen mit Vertretern der deutschen Wirtschaft geben. Anschließend reist Westerwelle dann nach New York weiter. Dort wird am Montag bei den Vereinten Nationen ein neues internationales Abkommen mit Richtlinien für den Waffenhandel unterzeichnet.| 01.06.2013 15:45 Uhr