NDR Info Nachrichtenarchiv
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Istanbul: Der Polizeieinsatz gegen Demonstranten in der türkischen Millionen-Metropole hat international Besorgnis ausgelöst. Die USA und die Europäische Union warnten vor einer weiteren Eskalation und mahnten die Einhaltung der Grundrechte an. Der Präsident des Europaparlaments, Schulz, sagte, die Härte der Polizei werde zu einer Ausweitung der Proteste führen. Der türkische Regierungschef Erdogan räumte zwar Fehler ein. Er kündigte aber gleichzeitig an, die Sicherheitskräfte würden ihren Einsatz fortsetzen. Seit Tagen protestieren in Istanbul mehrere tausend Menschen gegen den Bau eines neuen Einkaufszentrums. Bei Ausschreitungen wurden gestern nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen über 100 verletzt. Inzwischen weiten sich die Aktionen immer mehr zu Demonstrationen gegen die Politik der islamisch-konservativen Regierung aus.| 01.06.2013 15:15 Uhr
München: In Teilen Süddeutschlands spitzt sich die Hochwasserlage wegen des Dauerregens zu. In Bayern bangen die Bauern mittlerweile um ihre Ernte. Finanzminister Söder versprach schnelle und unbürokratische Hilfe für Hochwasseropfer. Meteorologen sagen voraus, dass sich die Niederschläge vorerst noch weiter ausbreiten werden. Die Stadt Passau richtet sich auf Überschwemmungen ein, auch in Regensburg droht die Donau über die Ufer zu treten. Auf dem Main in Würzburg ist die Schifffahrt eingestellt. Ein Fahrverbot gilt auch in Baden-Württemberg auf dem Rhein zwischen Karlsruhe und der Schweiz. In einem der baden-württembergischen Hochwassergebiete ist ein Bauarbeiter verschollen. Etwas entspannt hat sich die Lage in Niedersachsen. Leine, Aller und Oker sind zuletzt nicht weiter angeschwollen.| 01.06.2013 15:15 Uhr
Frankfurt am Main: Anhänger der Blockupy-Bewegung sind in der Finanzmetropole gegen die Politik in der Euro-Krise und gegen die Macht der Großbanken auf die Straße gegangen. Dabei kam es am Mittag zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Die Polizei kesselte an Rande des Frankfurter Bankenviertels vermummte Demonstranten ein. Aus der Gruppe waren Feuerwerkskörper und Farbbeutel geflogen. Die Sicherheitskräfte sprachen von bis zu 400 eingekesselten Menschen, die Veranstalter der Demonstration von eintausend. Unterschiedliche Angaben gibt es auch über die Gesamtzahl der Kundgebungsteilnehmer in Frankfurt. Laut Blockupy sollen es 20.000 sein. Die Polizei zählte sieben-tausend.| 01.06.2013 15:15 Uhr
Berlin: Die Deutsche Bahn denkt über Kurzarbeit im Güterverkehr nach. Sie bestätigte damit einen Bericht des Tagesspiegels. Demnach schlagen die Probleme in der Stahl- und Autobranche direkt auf den Gütertransport auf der Schiene durch. Kurzarbeit würde jedoch allenfalls regional und zeitlich begrenzt eingeführt werden.| 01.06.2013 15:15 Uhr
Berlin: Die meisten Telefon-Warteschleifen müssen künftig kostenlos sein. Die entsprechende Änderung des Telekommunikationsrechts ist heute in Kraft getreten. Bei Service-Nummern wie 0-180 oder 0-900 sind solche Warteschleifen nur noch erlaubt, wenn sie umsonst sind oder für den ganzen Anruf ohnehin ein Festpreis gilt. Außerdem müssen Anrufer sofort über die voraussichtliche Wartezeit informiert werden. Auch wenn man im Laufe eines Telefonats in eine Warteschleife weitergeleitet wird, dürfen keine Kosten anfallen. Bei Verstößen drohen Anbietern Bußgelder bis zu 100.000 Euro.| 01.06.2013 15:15 Uhr