NDR Info Nachrichten vom 01.06.2013:

Neue Krawalle in Istanbul

Istanbul: In der Türkei ist es auch heute früh wieder zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Nach Medienberichten setzte die Polizei in Istanbul erneut Tränengas und Wasserwerfer ein. Bereits gestern hatte es dort Ausschreitungen gegeben. Nach Angaben von Menschenrechtlern wurden mehr als 100 verletzt. Die Polizei sprach dagegen von 12 Verletzten. Berichte, wonach eine Frau ums Leben gekommen sein soll, wurden bislang nicht bestätigt. Zehntausende Menschen waren in Istanbul und anderen Städten auf die Straße gegangen, um gegen Polizeigewalt und gegen die Regierung von Ministerpräsident Erdogan zu protestieren. Auslöser war die gewaltsame Räumung eines Protestcamps in einem Istanbuler Park. Dort hatten Aktivisten versucht zu verhindern, dass Bäume für den Bau eines Einkaufszentrums gefällt werden.| 01.06.2013 11:15 Uhr

Warteschleifen-Neuregelung tritt in Kraft

Berlin: Die meisten Telefon-Warteschleifen müssen künftig kostenlos sein. Die entsprechende Änderung des Telekommunikationsrechts ist heute in Kraft getreten. Bei Service-Nummern wie 0-180 oder 0-900 sind solche Warteschleifen nur noch erlaubt, wenn sie umsonst sind oder für den ganzen Anruf ohnehin ein Festpreis gilt. Außerdem müssen Anrufer sofort über die voraussichtliche Wartezeit informiert werden. Auch wenn man im Laufe eines Telefonats in eine Warteschleife weitergeleitet wird, dürfen keine Kosten anfallen. Bei Verstößen drohen Anbietern Bußgelder bis zu 100.000 Euro.| 01.06.2013 11:15 Uhr

Weitere deutsche Hilfsgelder für Syrien

Berlin: Die Bundesregierung hat neue Hilfen für Syrien angekündigt. Entwicklungsminister Niebel sagte der Zeitung "Welt am Sonntag", in den kommenden Wochen würden weitere sieben Millionen Euro bereitgestellt, um zivilgesellschaftliche Strukturen zu stärken. Mit dem Geld sollten auch Nachbarstaaten unterstützt werden, die Flüchtlinge aufnehmen. Unter anderem solle im Osten der Türkei eine mobile Krankenstation gebaut werden, die nach Syrien verlegt werden könne. In Jordanien und dem Libanon wolle die Regierung die Versorgung mit Medikamenten und Wasser verbessern. Bisher hat die Bundesregierung laut Niebel 132 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Lebenssituation der Menschen zu verbessern.| 01.06.2013 11:15 Uhr

Kredittranche für Athen

Washington: Der Internationale Währungsfonds hat eine weitere Hilfstranche in Höhe von 1,7 Milliarden Euro für das hoch verschuldete Griechenland freigegeben. Das teilte der IWF mit. Die Chefin der Organisation, Lagarde, sagte, Athen sei auf gutem Wege, sein Defizit in den Griff zu bekommen und die Ziele zu erreichen. Bislang hat der IWF 6,6 Milliarden Euro an Griechenland überwiesen. Der Währungsfonds, die Europäische Kommission und die Europäische Zentralbank hatten Athen im Frühjahr 2012 Hilfen von insgesamt 173 Milliarden Euro zugesagt. Im Gegenzug verpflichtete sich der hochverschuldete Staat zu drastischen Einsparungen und umfassenden Strukturreformen.| 01.06.2013 11:15 Uhr

Wieder Tote durch Tornados

Oklahoma City: Weniger als zwei Wochen nach dem verheerenden Tornado in US-Bundestaat Oklahoma sind erneut Wirbelstürme über den Mittleren Westen des Landes hinweggezogen. Jüngsten Berichten zufolge kamen fünf Menschen ums Leben, mehrere Personen wurden verletzt. Die Stromversorgung brach zum Teil zusammen. Betroffen war neben Oklahoma auch Missouri. Am 20. Mai hatte ein Tornado der höchsten Kategorie die Kleinstadt Moore in Oklahoma verwüstet. 24 Menschen starben dabei.| 01.06.2013 11:15 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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