NDR Info Nachrichten vom 01.06.2013:

Schwere Krawalle in Istanbul

Istanbul: In der türkischen Metropole ist es zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Dabei soll nach Angaben von Regierungsgegnern eine Frau ums Leben gekommen sein. Menschenrechtler sprachen außerdem von mehr als 100 Verletzten. Offizielle Zahlen liegen bislang nicht vor. Auslöser der Krawalle war die gewaltsame Räumung eines Protestcamps in Istanbul. Mit dem Lager hatten Demonstranten versucht, den Bau eines Einkaufszentrums in einer Parkanlage zu verhindern. Nach der Räumung gingen in mehreren türkischen Städten zehntausende Menschen auf die Straßen und protestierten gegen Polizeigewalt. Sie warfen zugleich Ministerpräsident Erdogan und seiner islamistisch-konservativen Regierungspartei AKP vor, immer rücksichtsloser gegen Andersdenkende vorzugehen.| 01.06.2013 08:15 Uhr

Kritik an Antibiotika-Tiermast-Gesetz

Berlin: Der Bundesdatenschutzbeauftragte Schaar hat die geplante Gesetzesreform zur Senkung des Antibiotika-Einsatzes in der Tiermast kritisiert. Schaar warf Union und FDP im Gespräch mit NDR Info vor, die Novelle des Arzneimittelgesetzes sei intransparent. Zwar sollten alle Antibiotikaeinsätze in landwirtschaftlichen Betrieben in einer Datenbank dokumentiert werden. Die erfassten Daten würden jedoch nicht veröffentlicht und auch Strafverfolgungsbehörden hätten keinen Zugriff, so Schaar. Dadurch werde die Transparenz bei der Antibiotikavergabe in der Tiermast noch geringer als heute. In der kommenden Woche verhandeln Bund und Länder im Vermittlungsausschuss über die Gesetzesnovelle.| 01.06.2013 08:15 Uhr

Weitere deutsche Hilfsgelder für Syrien

Berlin: Die Bundesregierung hat neue Hilfen für Syrien angekündigt. Entwicklungsminister Niebel sagte der Zeitung "Welt am Sonntag", in den kommenden Wochen würden weitere sieben Millionen Euro bereitgestellt, um zivilgesellschaftliche Strukturen zu stärken. Unter anderem solle im Osten der Türkei eine mobile Krankenstation gebaut werden, die nach Syrien verlegt werden könne. In Jordanien und dem Libanon wolle die Regierung die Versorgung mit Medikamenten und Wasser verbessern. Bisher hat die Bundesregierung laut Niebel 132 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Lebenssituation der Menschen zu verbessern.| 01.06.2013 08:15 Uhr

Wieder Tote durch Tornados

Oklahoma City: Über die US-Bundesstaaten Oklahoma und Missouri sind mehrere Tornados hinweggefegt. Wie der US-Sender CNN berichtet, kamen im Großraum Oklahoma City mindestens fünf Menschen ums Leben, mehrere wurden verletzt. Rund 200.000 Menschen seien ohne Strom gewesen. Auch in Missouri wurden die Menschen aufgerufen, Schutz zu suchen. Am 20. Mai hatte ein Tornado der höchsten Kategorie die Kleinstadt Moore in Oklahoma verwüstet. 24 Menschen starben dabei.| 01.06.2013 08:15 Uhr

Telefonwarteschleifen ab heute meist kostenlos

Berlin: Für Telefon-Warteschleifen dürfen nur noch in Ausnahmefällen Kosten erhoben werden. Das sieht eine Reform des Telekommunikationsrechts vor, die heute in Kraft getreten ist. Bei Service-Nummern wie 0-180 oder 0-900 sind solche Warteschleifen generell nur noch dann zulässig, wenn sie kostenlos sind oder für den ganzen Anruf ohnehin ein Festpreis gilt. Außerdem müssen Verbraucher bei solchen Nummern sofort informiert werden, wie lange sie voraussichtlich warten müssen, bis sie mit einem Mitarbeiter verbunden werden. Wenn ein Anrufer im Laufe des Telefonats in eine Warteschleife weitergeleitet wird, dürfen ebenfalls keine Kosten anfallen. Bei Verstößen drohen Anbietern Bußgelder bis zu 100.000 Euro.| 01.06.2013 08:15 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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