NDR Info Nachrichtenarchiv
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Istanbul: In der türkischen Stadt haben sich einige Demonstranten bis in die Nacht hinein Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Bei den Ausschreitungen sollen nach Angaben der Menschenrechtsorganisation "Amnesty International" mindestens 100 Menschen verletzt worden sein. Die Polizei sei mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die Demonstranten vorgegangen. Insgesamt sollen allein in Istanbul etwa 50.000 Menschen auf die Straße gegangen sein. Die Proteste waren durch die gewaltsame Räumung eines Protestcamps in einem Istanbuler Park ausgelöst worden. Dort hatten Aktivisten gegen den Bau eines Einkaufszentrums und eines Wohngebäudes demonstriert. Auch in anderen türkischen Städten gingen zahlreiche Menschen auf die Straße. Die Proteste richteten sich auch gegen die Politik von Ministerpräsident Erdogan.| 01.06.2013 03:00 Uhr
Erfurt: Die Lage in den deutschen Hochwassergebieten hat sich vielerorts verschärft. In Thüringen und in Bayern wurden Krisenstäbe eingerichtet. Am Fluss Gera droht in der Nähe von Erfurt ein Deichbruch. Der Damm ist auf einer Länge von 290 Metern aufgeweicht und sehr durchlässig. Auch in Franken ist die Situation angespannt, die Schifffahrt auf dem Main steht wegen hoher Pegelstände weitgehend still. In Süd-Niedersachsen hat sich die Lage dagegen etwas entspannt. Zwar sind die Wasserstände im nördlichen Harzvorland wieder stark angestiegen, doch die befürchteten länger anhaltenden Regenfälle blieben aus. Bei den größeren Flüssen sei mit sinkenden Pegelständen zu rechnen, sagte ein Sprecher des Landesverbandes Wasserwirtschaft.| 01.06.2013 03:00 Uhr
Berlin: Der Bundesdatenschutzbeauftragte Schaar hat die geplante Gesetzesreform der schwarz-Gelben Koalition zur Einschränkung des Antibiotika-Einsatzes in der Tiermast scharf kritisiert. Schaar warf Union und FDP im Gespräch mit NDR Info vor, die Novelle des Arzneimittelgesetzes sei intransparent. Zwar sollten alle Antibiotikaeinsätze in landwirtschaftlichen Betrieben in einer Datenbank dokumentiert werden. Die erfassten Daten würden jedoch nicht veröffentlicht und auch Strafverfolgungsbehörden hätten keinen Zugriff, so Schaar. Dadurch werde die Transparenz bei der Antibiotikavergabe in der Tiermast noch geringer als heute. In der kommenden Woche verhandeln Bund und Länder im Vermittlungsausschuss über die Gesetzes-Novelle.| 01.06.2013 03:00 Uhr
Berlin: Von heute an gilt das neue Telekommunikationsrecht, nach dem die meisten Telefon-Warteschleifen kostenlos sein müssen. Bei 0180er-Nummern oder 0-900er-Nummern sind sie nur noch erlaubt, wenn sie umsonst sind oder für den ganzen Anruf ohnehin ein Festpreis gilt. Auch bei Gratis-Nummern darf es weiter Warteschleifen geben, ebenso bei normalen Ortsvorwahlen - hierfür sind dann aber die üblichen Gebühren zu zahlen. Wenn ein Anrufer im Laufe des Telefonats weitergeleitet wird, muss die Warteschleife ebenso kostenlos sein. Bei Service-Nummern müssen Verbraucher zudem gleich zu Beginn informiert werden, wie lange die Schleife voraussichtlich dauern wird. Bei Verstößen drohen Anbietern Bußgelder bis zu 100.000 Euro.| 01.06.2013 03:00 Uhr
Essen: In der Stadt im Ruhrgebiet findet heute der "Tag der Organspende" statt. Dazu kommen Organempfänger, Transplantationsorganisationen und prominente Unterstützer zusammen. Unter anderem wird es einen Gottesdienst und ein Bühnenprogramm geben, bei dem die Prominenten für die Organspende werben wollen. Auch Bundesgesundheitsminister Bahr wird zu der zentralen Veranstaltung erwartet. Infolge des Transplantationsskandals hatte die Zahl der Organspenden 2012 den niedrigsten Stand seit 2002 erreicht.| 01.06.2013 03:00 Uhr
Mexiko-Stadt: Bundesaußenminister Westerwelle wird heute auf seiner Amerika-Reise in Mexiko erwartet. In Mexiko-Stadt steht unter anderem ein Gespräch mit seinem Kollegen Meade auf dem Programm. Zudem wird es auch ein Treffen mit Vertretern der deutschen Wirtschaft geben. Am Nachmittag reist Westerwelle dann nach New York weiter. Dort wird am Montag bei den Vereinten Nationen ein neues internationales Abkommen mit Richtlinien für den Waffenhandel unterzeichnet.| 01.06.2013 03:00 Uhr
Das Wetter: Nach Südosten hin viele Wolken, von der Oder bis zur Harzregion Regen möglich. Auch an der Nordsee, westlich der Weser und zum Rhein hin im Verlauf Nieselregen. Tiefstwerte zwischen 13 Grad in Neubrandenburg, 11 Grad in Ostholstein und 8 Grad in der Eifel. Am Tage viele Wolken, vor allem nach Vorpommern hin Schauer und kurze Gewitter möglich. In Schleswig-Holstein gebietsweise sonnig, erst zum Nachmittag hin auch dort vereinzelt Schauer. Höchstwerte zwischen 11 Grad auf den Ostfriesischen Inseln, 18 Grad in Bonn und 23 Grad in Ostholstein. Die weiteren Aussichten: Morgen und am Montag viel Sonnenschein und überwiegend trocken bei 12 bis 18 Grad.| 01.06.2013 03:00 Uhr