NDR Info Nachrichten vom 30.05.2013:

Gemeinsame Initiative von Merkel und Hollande

Paris: Deutschland und Frankreich machen sich gemeinsam dafür stark, dass die Eurogruppe einen hauptamtlichen Präsidenten bekommt. Ihre Initiative wollen der französische Staatschef Hollande und Kanzlerin Merkel beim nächsten Gipfeltreffen der Europäischen Union im Juni in Brüssel vorstellen. Merkel sagte nach dem Gespräch in Paris, die Länder der Eurogruppe müssten enger zusammenarbeiten und sich in der Wirtschaftspolitik besser abstimmen. Derzeit wird die gemeinsame Währungszone vom niederländischen Finanzminister Dijsselbloem geführt. Sowohl Merkel als auch Hollande hoben hervor, dass der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union Vorrang haben muss. Die Kanzlerin trat dafür ein, die im EU-Haushalt der Jahre 2014 bis 2020 dafür vorgesehenen sechs Milliarden Euro möglichst zügig auszugeben. Es war das erste Mal, dass Merkel und der französische Präsident zusammen Vorschläge für einen EU-Gipfel erarbeiteten.| 30.05.2013 23:00 Uhr

Westerwelle: Appell an syrische Opposition

Ottawa: Deutschland und Kanada drängen die syrische Opposition, an der geplanten Konferenz zur Beendigung des Bürgerkrieges teilzunehmen. Außenminister Westerwelle sagte bei einem Treffen mit seinem kanadischen Kollegen Baird, der beste Weg hin zu einem dauerhaften Frieden in Syrien sei ein politischer Prozess. Auch Baird forderte, beide Seiten müssten sich an den Verhandlungstisch setzen. Die von den USA und Russland angeschobene Friedenskonferenz soll im nächsten Monat stattfinden. Die syrische Führung unter Staatschef Assad hat ihre Bereitschaft zur Teilnahme signalisiert. Das wichtigste Oppositionsbündnis stellt Bedingungen, so den Rücktritt Assads, der zunehmend auf einen militärischen Sieg setzt. Nach seinen Worten soll Syrien schon eine Lieferung hochmoderner Flugabwehrraketen aus Russland erhalten haben.| 30.05.2013 23:00 Uhr

Grenzkontrollen im Schengen-Raum

Brüssel: Die Länder des Schengen-Raums können in Ausnahmefällen wieder Grenzkontrollen einführen. Darauf verständigten sich die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, das Europaparlament und die EU-Kommission. Danach darf das Abkommen von Schengen, das unbeschränkte Reisefreiheit vorsieht, in bestimmten Fällen außer Kraft gesetzt werden. So können die nationalen Grenzen bis zu einer Dauer von zwei Jahren wieder überwacht werden, wenn besonders viele Einwanderer ins Land strömen. Bundesinnenminister Friedrich sagte, die Entscheidung zeige, dass Europa in der Lage sei, Fehlentwicklungen entgegenzuwirken.| 30.05.2013 23:00 Uhr

Warnung vor schlechterer Qualität in Kitas

Berlin: Die Arbeiterwohlfahrt hat vor nachlassender Qualität in Kindertagesstätten gewarnt. Die Sozialorganisation verweist darauf, dass derzeit alles getan werde, den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Unter-Dreijährige ab Anfang August zu erfüllen. Der Ausbau der Einrichtungen dürfe aber nicht dazu führen, dass die Qualität zu kurz kommt, sagte der AWO-Bundesvorsitzende Stadler. Er forderte Bund und Länder auf, mehr Geld bereitzustellen. Nach Erkenntnissen der Arbeiterwohlfahrt werden Betreuungsgruppen oftmals vergrößert, ohne dass zusätzliches Fachpersonal eingestellt wird. Neu genutzte Räume seien für die Betreuung von Kleinkindern teilweise ungeeignet. Fachleute verlangen, bundeseinheitliche Mindeststandards festzulegen.| 30.05.2013 23:00 Uhr

Schiffstaufe in Hamburg

Hamburg: In der Hansestadt ist am Abend eines der größten Containerschiffe der Welt getauft worden. Der fast 400 Meter lange und 50 Meter breite Frachter erhielt den Namen "Alexander von Humboldt". Er gehört dem französischen Konzern CMA. Der Containerriese legte in Hamburg nur mit der Hälfte seines Ladevermögens an. Grund dafür ist der maximale Tiefgang des Schiffes, der mit 16 Metern zu groß für die Elbe ist.| 30.05.2013 23:00 Uhr

Tote durch Hochwasser

Hannover: In Niedersachsen ist eine Frau infolge des Hochwassers ums Leben gekommen. Sie hatte in der Nähe von Seelze eine überflutete Straße befahren, die gesperrt war. Ein Augenzeuge berichtete, die Frau habe aufgrund der Strömung die Kontrolle über ihr Fahrrad verloren und sei ins Wasser gestürzt. Trotz Rettungsversuchen starb sie im Krankenhaus.| 30.05.2013 23:00 Uhr

Wettervorhersage

Das Wetter: Es ist wechselnd bewölkt, nach letzten Schauern oft längere Zeit trocken. Im Südosten aufkommender teils schauerartiger oder gewittriger Regen, im Harz und Leinebergland mit Hochwasser- und Überflutungsgefahr. Tiefstwerte 13 bis 10 Grad. Morgen im Südosten wolkig mit Schauern und Gewittern, in der Nordwesthälfte freundlicher, Höchstwerte 15 bis 23 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonnabend im Norden teils freundlich, sonst wolkiger und von Südosten her Schauer, maximal 13 bis 21 Grad. Am Sonntag ganz im Westen freundlich, sonst wolkig und Regen bei maximal 13 bis 16 Grad.| 30.05.2013 23:00 Uhr

Unwetterwarnung

Und nun die angekündigte Unwetterwarnung: In den Südosten von Niedersachsen zieht schauerartiger, örtlich gewittriger Regen. Dabei können Regenmengen von 30 und örtlich bis 50 Liter fallen.| 30.05.2013 23:00 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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