NDR Info Nachrichtenarchiv
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Paris: Deutschland und Frankreich sind sich darüber einig, dass die Eurozone künftig von einem hauptamtlichen Präsidenten geführt werden sollte. Das erklärte der französische Staatschef Hollande nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel. Eine solche Wirtschaftsregierung könnte nach Ansicht von Hollande beispielsweise grenzübergreifende Mindestlöhne für bestimmte Branchen festlegen. Merkel forderte die Euro-Länder dazu auf, enger zusammenzuarbeiten und ihre Wirtschaftspolitik besser aufeinander abzustimmen. Die Staats- und Regierungschefs sollten sich daher künftig häufiger treffen. Merkel und Hollande betonten, dass die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit vorrangig sei. Ende Juni findet in Brüssel ein EU-Gipfel statt.| 30.05.2013 21:00 Uhr
Damaskus: Syrien will eine erste Lieferung der russischen Flugabwehrraketen erhalten haben. Präsident Assad kündigte in einem Interview des libanesischen Fernsehens an, die restlichen S-300 Raketen würden bald folgen. In westlichen Hauptstädten bestehen Zweifel, dass das syrische Regime tatsächlich schon über die modernen Waffen verfügt. Ein israelischer Regierungsvertreter sagte, die Angaben Assads würden überprüft. Schon vor Tagen hatte Verteidigungsminister Jaalon deutlich gemacht, dass sein Land der russischen Lieferung an Syrien nicht tatenlos zusehen werde. Israel befürchtet, durch die Abwehrraketen die Luftüberlegenheit gegenüber Syrien zu verlieren.| 30.05.2013 21:00 Uhr
Hamburg: Die amerikanischen Streitkräfte planen und steuern offenbar die gezielte Tötung von Terrorverdächtigen in Afrika durch Drohnen von Deutschland aus. Das haben Recherchen des NDR-Magazins "Panorama" und der "Süddeutschen Zeitung" ergeben. Geplant und befehligt werden die Drohnenangriffe demnach von dem US-Oberkommando für Afrika in Stuttgart. Technisch durchgeführt würden die Aktionen vom Standort Ramstein in Rheinland-Pfalz aus. Bislang sollen im ostafrikanischen Somalia neun Drohnenangriffe unternommen worden sein, bei denen bis zu 29 Menschen ums Leben kamen. Die Bundesregierung erklärte auf Nachfrage, von deutschem Gebiet dürften keine völkerrechtswidrigen militärischen Aktionen gestartet werden. Man habe derzeit keine Anhaltspunkte, dass die US-Drohnenangriffe in der Bundesrepublik geplant oder von hier gesteuert werden.| 30.05.2013 21:00 Uhr
Brüssel: Die Länder des Schengen-Raums können in Ausnahmefällen wieder Grenzkontrollen einführen. Darauf verständigten sich die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, das Europaparlament und die EU-Kommission. Danach darf das Abkommen von Schengen, das unbeschränkte Reisefreiheit vorsieht, in bestimmten Fällen außer Kraft gesetzt werden. So können die nationalen Grenzen bis zu einer Dauer von zwei Jahren wieder überwacht werden, wenn besonders viele Einwanderer ins Land strömen. Bundesinnenminister Friedrich sagte, die Entscheidung zeige, dass Europa in der Lage sei, Fehlentwicklungen entgegenzuwirken.| 30.05.2013 21:00 Uhr
Berlin: Die Arbeiterwohlfahrt hat vor nachlassender Qualität in Kindertagesstätten gewarnt. Die Sozialorganisation verweist darauf, dass derzeit alles getan werde, den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Unter-Dreijährige ab Anfang August zu erfüllen. Der Ausbau der Einrichtungen dürfe aber nicht dazu führen, dass die Qualität zu kurz kommt, sagte der AWO-Bundesvorsitzende Stadler. Er forderte Bund und Länder auf, mehr Geld bereitzustellen. Nach Erkenntnissen der Arbeiterwohlfahrt werden Betreuungsgruppen oftmals vergrößert, ohne dass zusätzliches Fachpersonal eingestellt wird. Neu genutzte Räume seien für die Betreuung von Kleinkindern teilweise ungeeignet. Fachleute verlangen, bundeseinheitliche Mindeststandards festzulegen.| 30.05.2013 21:00 Uhr
Hannover: In Niedersachsen ist eine Frau infolge des Hochwassers ums Leben gekommen. Sie hatte in der Nähe von Seelze eine überflutete Straße befahren, die gesperrt war. Ein Augenzeuge berichtete, die Frau habe aufgrund der Strömung die Kontrolle über ihr Fahrrad verloren und sei ins Wasser gestürzt. Trotz Rettungsversuchen starb sie im Krankenhaus.| 30.05.2013 21:00 Uhr
Zur Börse: Der Dax schließt bei 8.400 Punkten. Das ist ein Plus von 0,8 Prozent. Der Dow Jones aktuell: 15.391 Punkte. Plus 0,6 Prozent. Der Euro wird mit einem Dollar 30 44 gehandelt.| 30.05.2013 21:00 Uhr
Das Wetter: Nachts wechselnd bewölkt, nach letzten Schauern oft längere Zeit trocken. Im Südosten aufkommender teils schauerartiger oder gewittriger Regen, im Harz und Leinebergland ergiebig, dort mit Hochwasser- und Überflutungsgefahr. Tiefstwerte 13 bis 10 Grad. Morgen im Südosten wolkig mit Schauern und Gewittern, in der Nordwesthälfte freundlicher, Höchstwerte 15 bis 23 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonnabend im Norden teils freundlich, sonst wolkiger und von Südosten her Schauer, maximal 13 bis 21 Grad. Am Sonntag ganz im Westen freundlich, sonst wolkig und Regen bei maximal 13 bis 16 Grad.| 30.05.2013 21:00 Uhr
Und nun die angekündigte Unwetterwarnung: In den Südosten von Niedersachsen zieht schauerartiger, örtlich gewittriger Regen. Dabei können Regenmengen von 30 und örtlich bis 50 Liter fallen.| 30.05.2013 21:00 Uhr