NDR Info Nachrichten vom 30.05.2013:

Bahr: Organspende ist Nächstenliebe

Berlin: Politik und Ärzte wollen mehr Menschen zur Organspende bewegen. Gesundheitsminister Bahr startete eine Aufklärungskampagne und rief alle Bürger auf, sich für oder gegen eine Organweitergabe nach ihrem Tod zu entscheiden. Sein Haus hat im Internet zahlreiches Informationsmaterial bereitgestellt. Bahr sagte weiter, eine Spende sei ein Akt der Nächstenliebe, der anderen eine Chance auf ein zweites Leben ermögliche. Der Präsident der Bundesärztekammer, Montgomery, äußerte auf dem Ärztetag in Hannover, die Transplantationsmedizin sei so sicher wie nie zuvor. Nach den Skandalen um gefälschte Krankenakten in Göttingen und anderen Kliniken war das Verfahren zur Organtransplantation neu geregelt worden.| 30.05.2013 17:45 Uhr

Brüderle kritisiert Hollande

Berlin: FDP-Fraktionschef Brüderle hat die Kritik des französischen Präsidenten Hollande an der EU-Kommission zurückgewiesen. Brüderle sagte, welchen Kurs ein Land einschlage, sei zwar Sache der nationalen Regierung. Aber niemand könne auf Dauer die ökonomischen Fakten ignorieren. Tatsache sei, dass der derzeitige Kurs der sozialistischen Regierung Frankreich weiter in die Rezession führe, so der FDP-Politiker. Unionsfraktionsvize Fuchs sagte, wenn ein Land in der Europäischen Union und der Euro-Zone glaube, sich nicht an Verabredungen halten zu müssen, sei dies besorgniserregend. Die EU-Kommission hatte gestern insbesondere Frankreich zu verstärkten Reform-Bemühungen aufgefordert. Hollande verbat sich daraufhin eine Einmischung der Brüsseler Behörde. Er berät zur Stunde in Paris mit Kanzlerin Merkel über den Kurs der EU in Wirtschafts- und Finanzfragen.| 30.05.2013 17:45 Uhr

Grenzkontrollen im Schengen-Raum

Brüssel: Die Länder des Schengen-Raums können in Ausnahmefällen wieder Grenzkontrollen einführen. Darauf verständigten sich die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, das Europaparlament und die EU-Kommission. Danach darf das Abkommen von Schengen, das unbeschränkte Reisefreiheit vorsieht, in bestimmten Fällen außer Kraft gesetzt werden. So können die nationalen Grenzen bis zu zwei Jahre geschlossen werden, wenn besonders viele Einwanderer ins Land strömen. Die EU-Kommission behält sich aber genaue Kontrollen vor.| 30.05.2013 17:45 Uhr

Gauck besucht UN Gerichte in Den Haag

Den Haag: Bundespräsident Gauck hat zu verstärkten Anstrengungen für den weltweiten Schutz der Menschenrechte aufgerufen. Das deutsche Staatsoberhaupt besuchte in Den Haag den Internationalen Strafgerichtshof und das Kriegsverbrechertribunal für das frühere Jugoslawien. Dabei wohnte er für kurze Zeit einer Verhandlung bei. Gauck sagte den Gerichtshöfen zu, dass Deutschland sie auch weiterhin unterstützen wird. Die Bundesrepublik ist der zweitgrößte Geldgeber des Strafgerichtshofs.| 30.05.2013 17:45 Uhr

Tote durch Hochwasser

Hannover: In Niedersachsen ist eine Frau infolge des Hochwassers ums Leben gekommen. Sie hatte in der Nähe von Seelze eine überflutete Straße befahren, die gesperrt war. Ein Augenzeuge berichtete, die Frau habe aufgrund der Strömung die Kontrolle über ihr Rad verloren und sei ins Wasser gestürzt. Trotz Rettungsversuchen starb sie im Krankenhaus. In den niedersächsischen Hochwassergebieten wächst die Sorge vor neuen Regenfällen. Meteorologen haben für die kommende Nacht erneut kräftige Niederschläge vorausgesagt. In Wolfenbüttel stehen bereits tausende Sandsäcke für den Ernstfall bereit.| 30.05.2013 17:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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