NDR Info Nachrichten vom 30.05.2013:

Hollande empört über Brüsseler Vorgaben

Paris: Die wirtschafts-politischen Empfehlungen der EU-Kommission haben in Frankreich Empörung ausgelöst. Der französische Präsident Hollande sagte, Brüssel solle seinem Land nicht diktieren, was es zu tun habe. Die Kommission könne bestenfalls auf seine Sanierung der öffentlichen Finanzen hinweisen. Welcher Weg dorthin der richtige sei, sage man selbst. Hollande kommt heute mit Bundeskanzlerin Merkel zusammen. Sie wollen mit Blick auf den bevorstehenden EU-Gipfel Ende Juni Vorschläge erarbeiten, mit denen die Eurokrise überwunden werden soll. Die EU-Kommission hatte Frankreich gestern zu umfassenden Reformen aufgefordert. So müssten die Arbeitskosten gesenkt und das Rentensystem neu geordnet werden.| 30.05.2013 10:45 Uhr

Gauck besucht Haager Strafgerichtshof

Den Haag: Bundespräsident Gauck ist zu einem Besuch des Internationalen Strafgerichtshofs eingetroffen. Dort will er sich ein Bild von der Arbeit der Richter machen. Anschließend ist er beim UN-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien und beim höchsten Gericht der Vereinten Nationen, dem Internationalen Gerichtshof, zu Gast. Sie haben ebenfalls ihren Sitz in Den Haag. Im Rahmen seines Besuchs wird der Bundespräsident auch mit Vertretern der Opfer von Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen zusammentreffen.| 30.05.2013 10:45 Uhr

Serie von Bombenanschlägen im Irak

Bagdad: Die irakische Hauptstadt ist heute früh erneut von einer Anschlagserie erschüttert worden. Innerhalb von zwei Stunden explodierten vier Autobomben, unter anderem vor einem Einkaufszentrum. Mehr als 20 Menschen kamen dabei ums Leben, fast 60 wurden verletzt. Erst gestern waren in der irakischen Hauptstadt mehrere Bomben explodiert. Allein bei einem Anschlag auf eine Hochzeitsgesellschaft gab es 16 Tote. Im Irak war in den vergangenen Monaten der Streit zwischen Schiiten und Sunniten eskaliert. Viele Sunniten fühlen sich von der Regierung diskriminiert.| 30.05.2013 10:45 Uhr

Syrien will an Konferenz in Genf teilnehmen

Damaskus: Die syrische Regierung will ohne Vorbedingungen zur geplanten Friedenskonferenz nach Genf reisen. Das sagte Außenminister Mualem in einem Fernsehinterview. Damaskus gehe mit guten Absichten in das Treffen. Ein Großteil der Oppositionsgruppen fordert dagegen, dass Machthaber Assad zurück tritt. Die Syrien - Konferenz findet voraussichtlich Mitte Juni in Genf statt. Die USA haben unterdessen die libanesische Hisbollah-Miliz aufgefordert, sich sofort aus Syrien zurückzuziehen. Das US-Außenministerium bezeichnete die Entwicklung als äußerst gefährlich. Kämpfer der Hisbollah beteiligen sich derzeit am Vormarsch der Regierungs-Armee auf die Stadt Kusseir. Die westsyrische Stadt soll inzwischen eingekesselt worden sein.| 30.05.2013 10:45 Uhr

Kampagne für mehr Organspende startet

Berlin: Bundesregierung und Prominente wollen heute eine Kampagne für mehr Organspender starten. Im Gesundheitsministerium werden am Mittag verschiedene Aktionen vorgestellt. Die Zahl der Organspenden war in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen. Beigetragen dazu hat der Skandal um Manipulationen bei der Organvergabe an mehreren Kliniken, unter anderem in Göttingen und München. Am Sonnabend findet bundesweit der Tag der Organspende statt.| 30.05.2013 10:45 Uhr

Kiel berät über Videoüberachung in Zügen

Kiel: Der schleswig-holsteinische Landtag berät heute über die Videoüberwachung in Zügen. Sie soll Reisenden im Norden künftig mehr Sicherheit bieten. Die Piraten sehen allerdings die Persönlichkeitsrechte verletzt. Das Land will die Video-Überwachung im kommdenden Jahr auf zwei Strecken einführen. Weitere Themen im Landtag sind der Messe-Standort Husum und mehr Einstellungen von Menschen mit ausländischen Wurzeln in der Landesverwaltung.| 30.05.2013 10:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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