NDR Info Nachrichten vom 28.05.2013:

Russland kritisiert Ende des Waffenembargos

Moskau: Die russische Regierung hat das Ende des Waffenembargos gegen Syrien als "Fehler" bezeichnet. Der stellvertretende Außenminister Rjabkow sagte, dies sei auch ein Rückschlag für die in Genf geplante Syrien-Konferenz. Moskaus Nato-Botschafter Gruschko warnte vor einer Verschärfung des Konflikts. Mit Waffenlieferungen für die syrische Opposition gieße die Europäische Union nur Öl ins Feuer. Das EU-Waffenembargo läuft in drei Tagen aus, weil sich die Außenminister gestern nicht auf eine Verlängerung verständigen konnten. Vor allem Großbritannien und Frankreich waren dagegen. Alle Länder sagten aber zu, bis August noch keine Waffen an syrische Rebellen zu liefern und die Ergebnisse der geplanten internationalen Konferenz in Genf abzuwarten.| 28.05.2013 17:15 Uhr

Initiative gegen Jugendarbeitslosigkeit

Paris: Deutschland und Frankreich haben mit einer gemeinsamen Initiative der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Europa den Kampf angesagt. Das Konzept umfasst günstige Kredite der Europäischen Investitonsbank für kleine und mittlere Betriebe und setzt zudem auf einen Ausbau der dualen Ausbildung. Außerdem soll die Mobilität von Lehrlingen gefördert werden, wie Bundesarbeitsministerin von der Leyen ankündigte. Sie erinnerte daran, dass es in Deutschand gegenwärtig über 30.000 freie Ausbildungsplätze gibt. Die CDU-Politikerin stellte die Pläne auf einer Konferenz in Paris zusammen mit ihrem französischen Kollegen Sapin vor.| 28.05.2013 17:15 Uhr

SPD-Rücktritt in Verwandtenaffäre

München: Die Verwandten-Affäre im bayrischen Landtag hat nun auch bei den Sozialdemokraten zu einem Rücktritt geführt. Ihr parlamentarischer Geschäftsführer Güller kündigte in der „Augsburger Allgemeinen“ an, sein Amt niederzulegen. Der SPD-Politiker hatte gegen das Abgeordnetengesetz verstoßen, weil er 2009 seinen Stiefsohn für zwei Monate bei sich beschäftigte. Die Kosten von rund 7.400 Euro hat Güller inzwischen zurückerstattet.| 28.05.2013 17:15 Uhr

Mehr Geld für VW-Mitarbeiter

Hannover: Die gut 100.000 Beschäftigten in den westdeutschen VW-Werken bekommen von September an deutlich mehr Geld. Der Konzern und die IG Metall einigten sich auf einen neuen Haustarifvertrag. Wie beide Seiten mitteilten, werden die Löhne und Gehälter in zwei Stufen um insgesamt 5,6 Prozent angehoben. Außerdem gibt es eine Einmalzahlung von 300 Euro für die betriebliche Altersvorsorge. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 20 Monaten. IG-Metall-Verhandlungsführer Meine sprach von einem guten Kompromiss. Man habe schon kompliziertere Tarifabschlüsse bei Volkswagen gehabt.| 28.05.2013 17:15 Uhr

Bevollmächtigter will Suhrkamp umbauen

Berlin: Der für den Suhrkamp-Verlag benannte Generalbevollmächtigte Kebekus strebt einen völligen Umbau des Unternehmens an. Er will die Rechtsform so ändern, dass der Streit zwischen der Mehrheitsgesellschafterin Unseld-Berkéwicz und dem Minderheitsgesellschafter Barlach beendet wird. Durch einen solchen Schritt könnte auch eine Gewinnausschüttung über 2,2 Millionen Euro an Barlach nachrangig werden, sagte Kebekus der Wochenzeitung die Zeit. Der Suhrkamp-Verlag hatte gestern ein sogenanntes Schutzschirmverfahren beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg beantragt. Das ist eine Vorstufe des Insolvenzverfahrens und ermöglicht es, den Verlag in Eigenregie zu sanieren.| 28.05.2013 17:15 Uhr

Börse Kompakt 17.15 Uhr

Zur Börse: Der Dax liegt bei 8.482 Punkten. Das ist ein Plus von 1,2 Prozent. Der Dow Jones: 15.493 Punkte; plus 1,2 Prozent. Der Euro wird mit einem Dollar 28 56 gehandelt.| 28.05.2013 17:15 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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