NDR Info Nachrichten vom 28.05.2013:

Kritik an EU-Beschluss zu Syrien

Berlin: Die Entscheidung der Europäischen Union, das Waffenembargo für Syrien in wenigen Tagen auslaufen zu lassen, ist in der Bundespolitik auf Kritik gestoßen. Der außenpolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Mißfelder, sprach von einem "Debakel". Die Uneinigkeit der EU-Staaten in dieser Frage sei ein schlechtes Signal, sagte Mißfelder im Deutschlandradio. Die Grünen warnten vor einem "Chaos" in der europäischen Syrienpolitik. Die Außenminister der Europäischen Union hatten sich gestern in Brüssel nicht auf eine Verlängerung des Waffenembargos verständigen können. Damit können die Mitgliedstaaten nun selbst darüber entscheiden, ob sie die Rebellen mit Waffen beliefern. Zusätzlich wurde vereinbart, bis zum 1. August damit zu warten. Die syrische Opposition zeigte sich erfreut über das Aus des Embargos.| 28.05.2013 15:45 Uhr

Merkel: Weg mit Vorurteilen über Zuwanderer

Berlin: Zum Auftakt des 6. Integrationsgipfels der Bundesregierung hat Kanzlerin Merkel, an die Gesellschaft appelliert, von Vorurteilen gegen Zuwanderer abzurücken. Deutschland wolle ein Integrationsland sein, dazu sei geistige Offenheit nötig, sagte Merkel. Auf dem Gipeltreffen im Kanzleramt diskutieren seit dem Vormittag Vertreter von Staat, Wirtschaft, Verbänden und Migrantenvereinigungen über die Chancen von Zuwanderern auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Die Opposition beklagt, dass sich bei der Integration bisher zu wenig getan habe.| 28.05.2013 15:45 Uhr

Gauck besucht Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin: Bundespräsident Gauck hat Mecklenburg-Vorpommern seinen Antrittsbesuch abgestattet. In einer Rede im Landtag rief Gauck dazu auf, die Demokratie gemeinsam zu gestalten und sie gegen alle Kräfte zu verteidigen, die sie verachten. Die fünf Abgeordneten der NPD-Fraktion blieben der Rede des Bundespräsidenten demonstrativ fern. Der gebürtige Rostocker Gauck hatte zuvor an einer Sitzung des Kabinetts teilgenommen und sich in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Schwerin eingetragen. Am Nachmittag stattete der Bundespräsident noch Greifswald einen Besuch ab.| 28.05.2013 15:45 Uhr

Ärztetag in Hannover

Hannover: In der niedersächsischen Landeshauptstadt hat der Deutsche Ärztetag begonnen. Die Mediziner wollen vor der Bundestagswahl ihre Positionen in zentralen gesundheitspolitischen Fragen festlegen. Dabei geht es unter anderem um die Zukunft der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Ärzte möchten die private Krankenversicherung erhalten. Eine Bürgerversicherung - wie von SPD, Grünen und Linken vorgeschlagen - lehnen sie ab. Unterstützung erhielten die Mediziner von Bundesgesundheitsminister Bahr. Er sagte in Hannover, die Bürgerversicherung mache den Versicherten zum Bittsteller einer Einheitskasse.| 28.05.2013 15:45 Uhr

Bafin: Nur Einzeltäter in Libor-Affäre

Bonn: Die deutsche Bankenaufsicht hat bislang keine Hinweise darauf, dass in der Affäre um manipulierte Zinssätze systematisch betrogen wurde. Es scheine eher um einzelne Händler zu gehen, sagte Bafin-Präsidentin König bei der Vorlage ihres Jahresberichts. Sie hätten es aber auch wegen Schwächen in der Organisation von Banken nicht sonderlich schwer gehabt. Der sogenannte Libor-Zinssatz gibt an, zu welchen Konditionen sich Banken untereinander Geld leihen. Mehrere Großbanken sollen den Zins jahrelang manipuliert haben, um höhere Gewinne zu kassieren, unter ihnen die Deutsche Bank.| 28.05.2013 15:45 Uhr

Hochwasser in Braunschweig geht zurück

Braunschweig: Das Hochwasser im östlichen Niedersachsen geht nach Einschätzung der Feuerwehr langsam zurück. Ein Sprecher sagte, es stünden noch viele Keller unter Wasser, die Lage in Braunschweig entspanne sich aber langsam. Auf längere Sicht sei die Situation aber schwer vorherzusagen. Seit Sonntag hatte Dauerregen viele Bäche, Flüsse und Seen im östlichen und südlichen Niedersachsen über die Ufer treten lassen.| 28.05.2013 15:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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