NDR Info Nachrichten vom 27.05.2013:

Waffenlieferungen aus der EU für Syrien?

Brüssel: Die Außenminister der Europäischen Union sind zusammengekommen, um über die Zukunft des Waffenembargos gegen Syrien zu entscheiden. Großbritannien und Frankreich fordern, das noch bis Ende Mai geltende Lieferverbot gegenüber den Aufständischen zu lockern, um diese im Kampf gegen das Regime von Präsident Assad zu unterstützen. Fast alle anderen EU-Staaten sind aus Sorge vor einer weiteren Eskalation des Bürgerkriegs gegen Waffenlieferungen. In dem Konflikt wurden nach UN-Schätzungen bislang rund 80.000 Menschen getötet. Sollte den EU-Staaten keine Einigung gelingen, würden Ende der Woche sowohl das Waffenembargo als auch alle Wirtschaftssanktionen gegen Syrien ersatzlos auslaufen.| 27.05.2013 11:15 Uhr

Beratungen über Elektromobilität

Berlin: Hochrangige Vertreter von Bundesregierung und Autoindustrie beraten zur Stunde erneut über das Thema Elektromobilität. Bei der Technologie gibt es derzeit noch viele Probleme. So sind Elektroautos wegen der hohen Batteriekosten deutlich teurer als Fahrzeuge mit herkömmlichem Antrieb, auch gilt ihre Reichweite als nicht zufriedenstellend. Die Bundesregierung will bis zum Jahr 2020 eine Million E-Autos auf deutschen Straßen sehen, lehnt aber Kaufprämien ab. 2012 wurden nur knapp 3000 solcher Fahrzeuge neu zugelassen. Bundeswirtschaftsminister Rösler sagte der "Rheinischen Post", die Industrie müsse ihre Zusagen einhalten. Neue Fahrzeugmodelle mit elektrischem Antrieb müssten wie angekündigt zügig auf den Markt gebracht werden. Zudem müsse die Industrie die versprochenen 17 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung von alternativen Antrieben in Deutschland investieren, so der FDP-Politiker.| 27.05.2013 11:15 Uhr

SZ: Deutlicher Zuwachs bei Kleinwaffen-Exporten

Berlin: Deutsche Rüstungsunternehmen haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Kleinwaffen exportiert. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" verdoppelten sich die Ausfuhren 2012 im Vergleich zum Vorjahr. Das gehe aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linken hervor. Insgesamt exportierten die Unternehmen demnach Kleinwaffen im Wert von gut 76 Millionen Euro. Damit lag der Wert so hoch wie noch nie seit der Erfassung der Exportberichte Ende der neunziger Jahre. Die Ausfuhr von Maschinengewehren oder halbautomatischen Waffen ist international besonders umstritten, weil mit ihnen weltweit mit Abstand die meisten Menschen getötet werden.| 27.05.2013 11:15 Uhr

Zeitung: EU will Schuldenregeln lockern

Brüssel: Die EU-Kommission denkt offenbar darüber nach, die Schuldenregeln für die Mitgliedsstaaten aufzuweichen. Laut einem Bericht des "Handelsblatts" soll so der Wirtschaftskrise in zahlreichen Ländern begegnet werden. Demnach sehen die Pläne der Kommission vor, künftig öffentliche Investitionen bei den Staatsdefiziten teilweise anzurechnen. Dadurch bekämen die Länder mehr Spielraum, um ihre mittelfristigen Haushaltsziele zu erreichen.| 27.05.2013 11:15 Uhr

Ausschreitungen nach Demo gegen Homo-Ehe

Paris: In der französischen Hauptstadt ist es nach einer Massenkundgebung gegen die Einführung der Homo-Ehe zu schweren Ausschreitungen gekommen. Hunderte Randalierer lieferten sich gestern Abend stundenlange Auseinandersetzungen mit der Polizei. Sie griffen die Beamten unter anderem mit Eisenstangen und Rauchbomben an und skandierten "Frankreich den Franzosen" und "Diktatur der Sozialisten". Fast 300 Menschen wurden festgenommen. Innenminister Valls machte rechtsextreme Gruppierungen für die Gewalt verantwortlich. Zuvor hatten zehntausende Menschen friedlich gegen die umstrittene Reform demonstriert, die homosexuellen Paaren das recht auf Eheschließung und Adoption einräumt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot von 4.500 Beamten im Einsatz.| 27.05.2013 11:15 Uhr

Börse Kompakt

Zur Börse: Der Dax steigt um 0,8 Prozent auf 8.368. In Tokio schloss der Nikkei-Index um 3,2 Prozent niedriger bei 14.143. Der Euro wird mit einem Dollar 29 40 gehandelt.| 27.05.2013 11:15 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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