NDR Info Nachrichten vom 23.05.2013:

Ermittlungen wegen Attentat auf Soldaten

London: Nach dem brutalen Attentat auf einen britischen Soldaten ermitttelt die Polizei auf Hochtouren. Wie Premierminister Cameron mitteilte, sind die Täter den Geheimdiensten bekannt. Beide Männer sollen Sicherheitskreisen zufolge Verbindungen nach Nigeria haben und vom Christentum zum Islam konvertiert sein. Cameron sprach von einem Terrorakt, der nicht nur ein Angriff auf Großbritannien gewesen sei, sondern auch ein Verrat am Islam und der muslimischen Gemeinschaft. Die Attentäter hatten gestern in London einen jungen Soldaten erstochen, islamistische Parolen gerufen und sich anschließend von einem Passanten filmen lassen, bevor die Polizei sie anschoss und festnahm. In London sollen in den nächsten Tagen eintausend Polizisten zusätzlich im Einsatz sein. Am Sonnabend findet dort das Champions-League-Finale zwischen Bayern München und Borussia Dortmund statt.| 23.05.2013 16:45 Uhr

Auch Hollande gratuliert der SPD

Leipzig: 1600 Gäste aus dem In- und Ausland haben der deutschen Sozialdemokratie bei einem Festakt zum 150. Geburtstag gratuliert. Frankreichs Präsident Hollande lobte vor allem die Bereitschaft, Kompromisse zu schließen und sich den Herausforderungen der Realität zu stellen. Es seien deutsche Sozialdemokraten gewesen, die das sozialistische Ideal mit der Demokratie verknüpft hätten und damit auch zum Vorbild der französischen Arbeiterbewegung geworden seien, so Hollande. Bundespräsident Gauck würdigte die SPD als treibende Kraft bei der Durchsetzung von Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität.| 23.05.2013 16:45 Uhr

Nach NSU-Morden mehr Zusammenarbeit gefordert

Hannover: Die Bund-Länder-Kommission Rechtsterrorismus verlangt von den Sicherheitsbehörden sowie von Polizei und Justiz einen besseren Informationsaustausch. Im Abschlussbericht der Kommission heißt es, bei der Aufklärung der Morde der rechtsextremen Terrorgruppe NSU hätten Polizei und Verfassungsschutz nicht gut zusammengearbeitet. Auch die Justiz habe ihre Möglichkeiten nicht immer genutzt. Als Konsequenz fordert die Kommission, dem Bundesamt für Verfassungsschutz eine zentralere Rolle zukommen zu lassen. Die Landesämter sollen künftig verpflichtet werden, ihre Informationen und Auswertungen an das Bundesamt zu übermitteln. Auch der Generalbundesanwalt soll nach den Empfehlungen mehr Kompetenzen erhalten. An den umstrittenen V-Leuten soll festgehalten werden.| 23.05.2013 16:45 Uhr

Deutsche-Bank-Chef räumt Fehler ein

Frankfurt am Main: Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Fitschen, hat öffentlich Fehler bei Geschäften in der Vergangenheit eingeräumt. Dadurch sei der Konzern materiell und in seinem Ruf belastet, sagte Fitschen auf der Hauptversammlung der Bank. Auch Co-Chef Jain erklärte, dass ein umfassender struktureller Wandel nötig sei, um das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen. Die Deutsche Bank sieht sich mit einer ganzen Reihe von Skandalen konfrontiert. Gegen Mitarbeiter des Konzerns laufen unter anderem Untersuchungen der Finanzaufsicht wegen der Verwicklung in die Manipulation international bedeutender Zinssätze.| 23.05.2013 16:45 Uhr

Lenkradproblem: Nissan ruft Wagen zurück

Tokio: Der japanische Autobauer Nissan ruft wegen eines Lenkradproblems weltweit fast 850.000 Autos in die Werkstätten. In Deutschland sind einer Sprecherin zufolge knapp 67.000 Exemplare des Kleinwagens Micra aus den Baujahren 2002 bis 2006 betroffen. Bei den Fahrzeugen könne sich der Lenkradbolzen lockern. Der Fehler soll binnen einer Viertelstunde in der Werkstatt behoben werden können. Nissan hatte erst im April wegen Problemen mit dem Airbag einen umfangreichen Rückruf gestartet.| 23.05.2013 16:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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