NDR Info Nachrichtenarchiv
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Paris: Die Homo-Ehe in Frankreich ist offiziell in Kraft getreten. Präsident Hollande hat das umstrittene Gesetz heute früh unterzeichnet und im offiziellen Gesetzesblatt veröffentlicht. Es gibt homosexuellen Paaren nicht nur das Recht zur Ehe, sondern auch das Recht zur Adoption von Kindern. Gestern war der letzte Versuch gescheitert, das Vorhaben doch noch zu stoppen. Der französische Verfassungsrat lehnte die Beschwerde der konservativen Opposition ab. Der Streit über die Homo-Ehe hatte die französische Gesellschaft in den vergangenen Monaten gespalten. Zehntausende Menschen waren gegen die Reform auf die Straße gegangen.| 18.05.2013 09:45 Uhr
Berlin: Bundestagspräsident Lammert hat vor einem Missbrauch des Parlaments bei der Endlagersuche für Atommüll gewarnt. Der CDU-Politiker sagte der "Frankfurter Allgemeine Zeitung", in der bisherigen Form könne er dem Gesetz nicht zustimmen. Sollte die vorgesehene Expertenkommission wie geplant beim Bundestag angesiedelt werden, entstehe eine neue Mammutbehörde mit Dutzenden Planstellen, sagte Lammert. Für die Endlagerfrage sei das Umweltministerium zuständig. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europa-Parlament, Harms, warnte ebenfalls vor einem Scheitern des Suchgesetzes. Der von Bund und Ländern ausgehandelte Kompromiss sei sehr brüchig, sagte Harms auf NDR Info. Noch immer seien nur rot-grün geführte Länder bereit, weitere Castor-Behälter mit Atommüll zwischenzulagern.| 18.05.2013 09:45 Uhr
Washington: US-Generalstabschef Dempsey hat die russische Lieferung von Schiffsabwehrraketen vom Typ "Jachont" an Syrien verurteilt. Auf einer Pressekonferenz im Verteidigungsministerium sagte Dempsey, so werde das Leiden im Bürgerkrieg verlängert. Die Waffenlieferung sei eine unglückliche Entscheidung und werde der syrischen Regierung Mut machen. Erst in der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass Russland auch S-300 Luftabwehrraketensysteme an Syrien geliefert hat. Diese sind das russische Pendant zum Patriot-System der NATO.| 18.05.2013 09:45 Uhr
Kairo: In der ägyptischen Hauptstadt hat es nach einer Demonstration gegen Präsident Mursi Ausschreitungen gegeben. Die Polizei ging mit Tränengas gegen zumeist jugendliche Protestierer vor, die mit Brandsätzen und Steinen geworfen hatten. Mehrere Menschen wurden festgenommen. Hunderte Ägypter hatten sich nahe dem Tahir-Platz versammelt, um vorgezogene Präsidentenwahlen und eine neue Verfassung zu fordern. Die Opposition wirft Präsident Mursi vor, allein die Interessen der Muslimbruderschaft zu vertreten.| 18.05.2013 09:45 Uhr
New York: Bei einem Zugunglück an der Ostküste der USA sind mindestens 60 Menschen verletzt worden, einige von ihnen schwer. Ein Nahverkehrszug sei nördlich von New York entgleist und mit einem Zug auf dem Nachbargleis zusammengestoßen, sagte ein Bahnsprecher dem Sender CNN. Die Unglücksursache ist noch unklar. Der Zugverkehr auf der viel befahrenen Strecke zwischen New York und Boston wurde nach dem Unfall zunächst eingestellt.| 18.05.2013 09:45 Uhr
Cannes: Beim Filmfest in der südfranzösischen Stadt hat ein bewaffneter Mann einen Polizeieinsatz ausgelöst. Eine Bühne des französischen Fernsehens wurde geräumt, nachdem der Mann zwei Schüsse abgegeben hatte. Die TV-Übertragung wurde unterbrochen. Zahlreiche Gäste flohen, darunter die Schauspieler Christoph Waltz und Daniel Auteuil, die in der Jury des Filmfestivals sitzen. Verletzt wurde niemand. Die Polizei nahm einen 42-jährigen Verdächtigen fest. Er soll neben einer Schreckschusspistole auch eine Granaten-Attrappe und ein Klappmesser bei sich gehabt haben.| 18.05.2013 09:45 Uhr