NDR Info Nachrichten vom 17.05.2013:

Neuer Streit um Atommüll-Endlager-Gesetz

Berlin: Wegen mehrerer offener Fragen steht das Atommüll-Endlagergesetz erneut zur Diskussion. Niedersachsens Ministerpräsident Weil und Grünen-Fraktions-Chef Trittin verlangten Garantien dafür, dass es keine weiteren Castor-Transporte in das Zwischenlager Gorleben gibt. Das Gesetz stehe sonst auf der Kippe, erklärte Weil. Schleswig-Holsteins Umweltminister Habeck kündigte auf NDR Info an, sein Bundesland werde nur dann Atommüll zwischenlagern, wenn das auch andere täten. Offen ist auch, ob sich die Atomkonzerne an den Kosten der Endlager-Suche beteiligen. Der von Bund und Ländern ausgehandelte Kompromiss zum Umgang mit Atommüll war heute Thema im Bundestag. Er sieht vor, dass bis 2015 Experten die Kriterien dafür ausarbeiten, wie ein Endlager beschaffen sein muss. In dieser Zeit sollen keine Castor-Behälter mehr an den Standort Gorleben gebracht werden.| 17.05.2013 19:45 Uhr

Fitch stuft Slowenien herab

Ljubljana: Fitch hat die Kreditwürdigkeit des Euro-Staates Slowenien herabgestuft. Die US-Ratingagentur erklärte, die Bonität werde nur noch mit "BBB+" bewertet. Zur Begründung wurde auf Risiken des slowenischen Bankensektors verwiesen. Auch der Ausblick bleibe angesichts der hohen Kosten für die Rekapitalisierung der Geldhäuser negativ. Slowenien gilt unter Experten als nächster Kandidat für den Rettungsschirm ESM. Der Reformkurs der Regierung beeinhaltet unter anderem, die Mehrwertsteuer um zwei Punkte auf 22 Prozent zu erhöhen.| 17.05.2013 19:45 Uhr

Mieterbund zu Wohnungsnot

Berlin: Der Deutsche Mieterbund hat vor einer dramatischen Wohnungsnot in der Bundesrepublik gewarnt. Präsident Rips erklärte, wenn die Politik jetzt nicht gegensteuere, würden im Jahr 2025 rund eine Million Wohnungen fehlen. Junge Familien, einkommensschwächere Haushalte und Studenten könnten sich das Wohnen in den Städten schon bald nicht mehr leisten. Dies gelte auch immer mehr für Normalverdiener. Rips betonte, derzeit stehe der Begriff "Energiewende" immer öfter als Synonym für steigende Mieten.| 17.05.2013 19:45 Uhr

Greenpeace-Schiffsbrand sehr gefährlich

Hamburg: Bei dem Brand eines Frachtschiffes mit radioaktiver Ladung an Bord sind nach Behördenangaben keine Umweltschäden entstanden. Die Löscharbeiten im Hafen seien komplett nach Plan gelaufen, erklärte ein Sprecher der Innenbehörde. Der Atomexperte der Umweltschutzorganisation Greenpeace, Smital, sagte auf NDR Info, der Brand sei außerordentlich riskant gewesen. Auf dem Schiff habe radioaktives Material neben explosiven Stoffen gestanden. Ein Austreten des strahlenden Frachtguts hätte nach Smitals Worten die Gesundheit der Bewohner Hamburgs erheblich gefährdet. Am 1. Mai war auf dem schwedischen Schiff "Atlantic Cartier" ein Feuer ausgebrochen. Gestern wurde bekannt, dass sich Material für Kern-Brennstäbe an Bord befunden hatte. Nach Angaben der Hamburger Umweltbehörde werden jährlich fast 200 Atomtransporte über den Hafen der Hansestadt abgewickelt.| 17.05.2013 19:45 Uhr

Nordwetter

Das Wetter: In der Nacht besonders in Niedersachsen teils kräftige Regengüsse und Gewitter, nordöstlich der Elbe nachlassende Schauer und später locker bewölkt und trocken bei 17 bis 9 Grad. Von Gewitterböen abgesehen schwacher bis mäßiger Wind aus Ost, westlich der Weser aus West. Tagsüber meist stark bewölkt und zeitweise teils schauerartiger Regen, im Nordosten anfangs freundlich, dort später kräftige Schauer und Gewitter, 14 bis 23 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag vermehrt sonnige Phasen und oft trocken, im Nordosten örtlich noch Schauer, 15 bis 23 Grad.| 17.05.2013 19:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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