NDR Info Nachrichten vom 17.05.2013:

Endlager-Kompromiss noch nicht sicher

Berlin: In der Frage, wie ein Atommüll-Endlager gesucht wird, gibt es trotz einer überparteilichen Verständigung noch offene Punkte. Das wurde in der ersten Lesung des entsprechenden Gesetzentwurfs im Bundestag deutlich. Vertreter von SPD und Grünen verlangten Nachbesserungen am Entwurf. Niedersachsens Ministerpräsident Weil und Grünen-Fraktions-Chef Trittin forderten Garantien dafür, dass keine weiteren Atommüll-Transporte in das Zwischenlager Gorleben erfolgen. Schleswig-Holsteins Umweltminister Habeck sagte auf NDR-Info, sein Land werde Atommüll-Behälter zur Zwischenlagerung nur dann aufnehmen, wenn mindestens ein weiteres Bundesland mitmacht. Die Suche nach einem Atommüll-Endlager soll von vorn beginnen. Eine Expertenkommission soll zunächst die Kriterien dafür ausarbeiten. In dieser Zeit soll kein Atommüll in Gorleben mehr zwischengelagert werden.| 17.05.2013 19:15 Uhr

Trennbanken-Gesetz verabschiedet

Berlin: Der Bundestag hat ferner das sogenannte Trennbanken-Gesetz verabschiedet. Es verpflichtet große Geldhäuser, riskante Spekulationsgeschäfte bis spätestens 2016 in Tochtergesellschaften auszugliedern. Sie müssen vom normalen Bankgeschäft getrennt werden. Dadurch soll verhindert werden, dass Einlagen von Sparern und Anlegern in Gefahr geraten. Die Banken werden auch verpflichtet, eigene Pläne für den Fall auszuarbeiten, dass sie in finanzielle Schieflage geraten.| 17.05.2013 19:15 Uhr

Opel in Bochum

Bochum: Die Opel-Mitarbeiter in dem Werk im Ruhrgebiet sehen sich wieder mit neuen Standortenscheidungen konfrontiert. Der Konzern zieht sich nun doch nicht Ende kommenden Jahres komplett aus Bochum zurück. Vorstand Sedran erklärte, das Warenverteilzentrum mit derzeit 430 Arbeitsplätzen solle bis 2016 bestehenbleiben. Zuvor hatte es geheißen, das Lager solle wie die gesamte Autoproduktion Ende 2014 geschlossen werden. Zur Begründung war auf das Nein der Beschäftigen zum Sanierungsplan verwiesen worden.| 17.05.2013 19:15 Uhr

Verletzte bei Protesten gegen Homoparade

Tiflis: Bei Ausschreitungen gegen eine Demonstration von Homosexuellen sind in der georgischen Hauptstadt etwa 30 Menschen verletzt worden. Den Behörden zufolge hatten tausende orthodoxe Gläubige die Teilnehmer mit Steinwürfen attackiert. Regierungschef Iwanischwili verurteilte die Gewalt gegen Minderheiten. Wer gegen die Gesetze verstoßen hat, werde zur Verantwortung gezogen. Homosexualität ist in Georgien zwar nicht verboten, Teile der Bevölkerung in dem orthodox geprägten Land lehnen Schwule und Lesben jedoch ab. Heute wird international der Tag gegen Homophobie begangen.| 17.05.2013 19:15 Uhr

Zukunft der Buchpreisbindung

Frankfurt am Main: Die Branche sieht erneut die Buchpreisbindung in Gefahr. Grund sind die bevorstehenden Verhandlungen für ein transatlantisches Freihandelsabkommen. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels forderte, die Bundesregierung müsse einschreiten. Berlin solle sich dafür einsetzen, dass der Kultur- und Mediensektor aus dem Verhandlungsmandat der EU-Kommission heraus genommen wird. Die Preisbindung für gedruckte und digitale Bücher sei nicht verhandelbar, wenn das literarische Angebot sich nicht nur auf den Mainstream beschränken solle, so die Branchenorganisation.| 17.05.2013 19:15 Uhr

30 Millionen Euro für Warhols "Marilyn"

New York: Das Andy Warhol-Bild "Four Marilyns" ist in den USA für umgerechnet 30 Millionen Euro versteigert worden. Käufer ist ein amerikanischer Kunsthändler mit Galerien in der ganzen Welt. Das Werk gehört zu den bekanntesten Bildern der Pop-Art. Es zeigt viermal das Porträt der Hollywooddiva in leuchtenden Farben. "Four Marilyns" enstand 1962 kurz nach Monroes Tod.| 17.05.2013 19:15 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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