NDR Info Nachrichten vom 17.05.2013:

Weil: Keine Castoren mehr nach Gorleben

Berlin: Niedersachsens Ministerpräsident Weil hat im Bundestag seine Forderung erneuert, keinen weiteren Atommüll mehr nach Gorleben zu bringen. Bundesumweltminister Altmaier müsse seine Zusage auch einlösen, sagte der SPD-Politiker bei den Beratungen über den Gesetzentwurf zur bundesweiten Endlager-Suche. Auch andere Fragen seien offen, so Weil. So müssten beispielsweise die Stromunternehmen noch überzeugt werden, die entstehenden Zusatzkosten zu übernehmen. Zuvor hatte der Bundesumweltminister vor den Abgeordneten eine Regierungserklärung abgegeben. Der CDU-Politiker bezeichnete den Konsens über eine neue Endlager-Suche als "historischen Durchbruch". Bund und Länder hatten sich erst vor kurzem darauf verständigt, dass eine Kommission bis 2015 die Kriterien für eine bundesweite Suche erarbeiten soll.| 17.05.2013 10:45 Uhr

Kein Banken-Stresstest in diesem Jahr

London: Den europäischen Banken und Märkten bleibt in diesem Jahr der umstrittene europaweite Stresstest erspart. Wie die Aufsichtsbehörde heute früh mitteilte, ist eine Untersuchung derzeit nicht sinnvoll. Als Grund nannte die EBA die stark unterschiedlichen Ansätze zur Bewertung von Bankvermögen. Ursprünglich sollte der Stresstest in der zweiten Jahreshälfte durchgeführt werden, die beiden ersten Prüfungen in den Jahren 2010 und 2011 galten als Flop. Die europäische Bankenaufsichtsbehörde will nun so lange warten, bis sich die Gesetzgeber auf genaue Regeln verständigt haben.| 17.05.2013 10:45 Uhr

DGB: Arbeitslosenstatistik verschleiert Probleme

Berlin: Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit verschleiern nach Einschätzung des Deutschen Gewerkschaftsbundes das wirkliche Ausmaß der Arbeitslosigkeit in Deutschland. Die "Saarbrücker Zeitung" berichtet über eine entsprechende DGB-Studie. Danach fallen viele Langzeitarbeitslose aus der offiziellen Statistik, weil sie zwischendurch für kurze Zeit einen Job hatten. Bei jeder Unterbrechung der Erwerbslosigkeit beginne die Uhr der Bundesagentur neu zu zählen, so der Arbeitsmarktexperte des Gewerkschaftsbundes, Adamy. Dabei habe sich an der Hilfsbedürftigkeit und der Lebenslage der Betroffenen kaum etwas geändert.| 17.05.2013 10:45 Uhr

Homosexuelle werden weiter diskriminiert

Den Haag: Schwule und Lesben sind in Europa noch immer Diskriminierungen ausgesetzt. Das geht aus einer Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte hervor. Etwa ein Viertel der Befragten gab an, in den vergangenen fünf Jahren wegen ihrer sexuellen Orientierung verbal oder körperlich angegriffen worden zu sein. Dreiviertel der schwulen Männer räumten ein, ihre Homosexualität aus Angst vor Diskriminierung nicht in der Öffentlichkeit zu zeigen. Die Ergebnisse der EU-Studie sollen heute, dem Internationalen Tag gegen Homophobie, in Den Haag vorgestellt werden.| 17.05.2013 10:45 Uhr

Verbraucherminister legen Beschlüsse vor

Bad Nauheim: Die Verbraucherschutzminister der Länder stellen heute die Ergebnisse ihrer zweitägigen Konferenz vor. Bei der Tagung in der hessischen Stadt ging es unter anderem um die Einführung einer Herkunfts-Kennzeichnung für gefrorenes Obst und Gemüse. Die Länder fordern zudem vom Bund eine verlässliche Regelung, wie Verstöße gegen die Lebensmittelordnung und Hygiene etwa im Internet öffentlich gemacht werden können.| 17.05.2013 10:45 Uhr

Bericht: Deutschland ist Urlaubsland

Berlin: Die Bundesrepublik wird als Urlaubsland offenbar immer beliebter. Nach Informationen der "Passauer Neue Presse" geht das aus dem tourismus-politischen Bericht des Wirtschaftsmninisteriums hervor. Demnach wurde im vergangenen Jahr erstmals die Grenze von 400 Millionen Übernachtungen überschritten. Besonders stark sei der Anstieg der Zahlen bei den ausländischen Gästen gewesen. Als beliebteste Urlaubsregionen nennt der Bericht Bayern und Baden-Württemberg. Deutliche Zuwächse hätten auch Berlin und Hamburg verzeichnet.| 17.05.2013 10:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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