NDR Info Nachrichten vom 17.05.2013:

Bundestag debattiert Endlagersuche

Berlin: Bundesumweltminister Altmaier gibt heute eine Regierungserklärung zur Suche nach einem atomaren Endlager ab. Dabei will er für einen Bund-Länder-Kompromiss werben, der noch vor der Sommerpause von Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden soll. Allerdings sind die Verhandlungen darüber ins Stocken geraten, weil Niedersachsen und Schleswig-Holstein Vorbehalte angemeldet haben. Nach der Debatte wollen die Abgeordneten in erster Lesung über den Entwurf für ein Standort-Auswahlgesetz für radioaktive Abfälle beraten. Weitere Themen im Bundestag sind heute die Bankenaufsicht, die Mitbestimmung und die Parteien-Finanzierung. Gestern hatte das Parlament die Reform der Verkehrssünderdatei beschlossen. Demnach soll es statt einer Skala von einem bis sieben Punkten künftig nur noch ein dreistufiges System geben. Autofahrer verlieren ihren Führerschein dann schon beim Erreichen von acht Punkten. Das Parlament verlängerte zudem den Anti-Piraten-Einsatz der Bundeswehr im Indischen Ozean um ein Jahr.| 17.05.2013 06:45 Uhr

Asylbewerber sollen leichter Arbeiten finden

Berlin: Asylbewerber sollen künftig offenbar leichter arbeiten dürfen. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" könnten sogenannte geduldete Ausländer in Zukunft schon nach vier Jahren in Deutschland einen Job annehmen. Allerdings müsse die Abschiebung ausgesetzt worden sein. Eine Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit sei dann nicht mehr nötig. Bisher mussten die Betroffenen auf ein Ja der Arbeitsagentur warten. Die Zeitung beruft sich auf eine Vorlage des Bundes-Arbeitsministeriums. Über das Papier will das Kabinett demnach Ende Mai beraten.| 17.05.2013 06:45 Uhr

Homosexuelle werden weiter diskriminiert

Den Haag: Schwule und Lesben sind in Europa noch immer Diskriminierungen ausgesetzt. Das geht aus einer Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte hervor. Etwa ein Viertel der Befragten gab an, in den vergangenen fünf Jahren wegen ihrer sexuellen Orientierung verbal oder körperlich angegriffen worden zu sein. Dreiviertel der schwulen Männer räumten ein, ihre Homosexualität aus Angst vor Diskriminierung nicht in der Öffentlichkeit zu zeigen. Die Ergebnisse der EU-Studie sollen heute, dem Internationalen Tag gegen Homophobie, in Den Haag vorgestellt werden. An der Befragung nahmen mehr als 93.000 Menschen teil.| 17.05.2013 06:45 Uhr

Kritik an Hamburger Senat nach Brand in Hafen

Hamburg: Nach dem Schiffsbrand im Hafen der Hansestadt vor gut zwei Wochen hat die Bürgerschaftsfraktion der Grünen dem Senat Vertuschung vorgeworfen. Der hafenpolitische Sprecher der Partei, Tjarks, sagte, es sei eine "Ungeheuerlichkeit", dass der Senat nicht von sich aus über die Beinahe-Kastastrophe informiert habe. Am 1. Mai war im Hamburger Hafen ein Auto- und Containerfrachter in Brand geraten. Wie erst später bekannt wurde, hatte das Schiff auch mehr als 20 Tonnen spaltbares, radioaktives Material geladen. Dem NDR liegen entsprechende Dokumente vor. Die Feuerwehr brauchte fast einen ganzen Tag, um den Brand zu löschen. Das Gefahrengut konnte rechtzeitig an Land gebracht werden. Ein Sprecher der Innenbehörde sagte, eine Gefahr für die Menschen habe nicht bestanden.| 17.05.2013 06:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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