NDR Info Nachrichtenarchiv
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Hamburg: Der Brand vor gut zwei Wochen auf einem Auto- und Containerfrachter ist offenbar gefährlicher gewesen als bisher bekannt. Die Innenbehörde bestätigte Informationen des NDR, wonach die "Atlantic Cartier" auch tonnenweise radioaktives Material transportierte, darunter Uran-Hexafluorid. An Bord waren zudem leicht entzündliches Ethanol und Munition. Die Grünen kritisierten die Informationspolitik des Hamburger Senats scharf. Ihr hafenpolitischer Sprecher in der Bürgerschaft, Tjarks, sagte, die Hansestadt sei nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Hier müsse von Vertuschung gesprochen werden. Aus Sicht der Innenbehörde bestand dagegen keine Gefahr für die Menschen, weil die Feuerwehr schnell reagiert habe. Etwa 300 Feuerwehrleute waren Anfang Mai im Einsatz, um den Brand an Bord des Frachters nahe der Hafen City zu löschen. Fast zeitgleich fand an Land der Eröffnungsgottesdienst des Evangelischen Kirchentages mit mehr als 100-tausend Gästen statt.| 16.05.2013 22:00 Uhr
Berlin: Die Flensburger Verkehrssünderdatei wird umfassend reformiert. Der Bundestag stimmte am Abend für eine Neuregelung des Punktesystems. Danach soll es statt einer Skala von einem bis sieben Punkten künftig nur noch ein dreistufiges System für Verstöße geben. Autofahrer verlieren ihren Führerschein dann jedoch schon beim Erreichen von 8 Punkten. Bisher lag die Grenze bei 18. Die Reform muss noch vom Bundesrat gebilligt werden. Das Parlament verlängerte zudem mit seiner schwarz-gelben Mehrheit die Anti-Piraten-Mission "Atalanta" mit bis zu 1400 deutschen Soldaten um ein weiteres Jahr.| 16.05.2013 22:00 Uhr
Berlin: Der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages hat den deutschen Sicherheitsbehörden Totalversagen vorgeworfen Der Vorsitzende Edathy sagte in der Abschlusssitzung, bei den Ermittlungen gegen die rechtsextreme Terrorzelle hätten Polizei und Nachrichtendienste vorurteilsbeladen und mit Scheuklappen gearbeitet. Informationen seien nicht ausreichend ausgetauscht und die Gefahr des Rechtsextremismus in Deutschland massiv unterschätzt worden, betonte der SPD-Politiker. Der Abschlussbericht des NSU-Untersuchungsausschusses soll Anfang September im Bundestag beraten werden.| 16.05.2013 22:00 Uhr
München: Der NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht wird sich auch mit dem Nagelbomben-Anschlag in der Kölner Keupstraße beschäftigen. Das teilte der Vorsitzende Richter mit. Sowohl die Bundesanwaltschaft als auch Nebenkläger und Verteidigung hätten sich dafür ausgesprochen. Bei dem Anschlag in Köln vor neun Jahren waren 22 Menschen verletzt worden. Das Gericht in München setzt am 4. Juni den NSU-Prozess fort. Dann soll mit der Vernehmung der Angeklagten begonnen werden. Der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe wird vorgeworfen, Mittäterin bei zehn Morden, zwei Bombenanschlägen und fünfzehn Banküberfällen gewesen zu sein. Vier weitere Angeklagte sollen der Terrorgruppe NSU geholfen haben.| 16.05.2013 22:00 Uhr
Washington: US-Präsident Obama sieht weiterhin keine schnelle Lösung für das Bürgerkriegsland Syrien. Bei einem Treffen mit dem türkischen Regierungschef Erdogan sagte er, es gebe keine Zauberformel für den Umgang mit einer so schwierigen Situation. Obama und Erdogan waren sich einig, dass der syrische Machthaber Assad zurücktreten muss. Wichtig sei es, den internationalen Druck auf das Regime aufrechtzuerhalten und die Opposition zu stärken. Der amerikanische Präsident kündigte an, weiterhin Beweise für einen Giftgaseinsatz des Regimes zu sammeln. Im russischen Sotschi kommen morgen UN-Generalsekretär Ban und Kremlchef Putin zusammen, um die Lage in Syrien zu erörtern. Russland gilt als einer der letzten Verbündeten von Machthaber Assad.| 16.05.2013 22:00 Uhr
Dhaka: Der Zyklon «Mahasen» hat an der Küste von Bangladesch mindestens elf Menschen in den Tod gerissen. Zehntausende Lehmhütten wurden nach Angaben der Behörden zerstört. Eine Million Menschen hatten früh genug in Notunterkünften Schutz vor dem Wirbelsturm gesucht. Der Zyklon ging mit heftigen Regenfällen und Überschwemmungen einher, war aber schwächer als erwartet.| 16.05.2013 22:00 Uhr
Das Wetter: Nachts nach Osten hin größere Auflockerungen und meist trocken. Westlich der Weser bewölkt und nachlassende Schauer. Tiefstwerte 16 bis 10 Grad. Morgen von Südwesten her gebietsweise Schauer, nach Osten hin Auflockerungen, später Schauer und Gewitter, in Vorpommern sonnig. Maximal 14 bis 27 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonnabend oft wolkig mit Schauern und Gewittern, lokal Unwettergefahr, 14 bis 23 Grad. Am Sonntag neben örtlichen Schauern vermehrt sonnige Phasen, 15 bis 23 Grad.| 16.05.2013 22:00 Uhr
Die Wasserstandsvorhersage: Am Freitag werden das Morgen-Hochwasser an der Deutschen Nordseeküste und in Emden sowie das Vormittag-Hochwasser in Bremen und Hamburg zwei bis vier Dezimeter niedriger als das mittlere Hochwasser eintreten.| 16.05.2013 22:00 Uhr