NDR Info Nachrichten vom 16.05.2013:

NSU-Prozess geht im Juni weiter

München: Der NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht wird sich auch mit dem Nagelbomben-Anschlag in der Kölner Keupstraße beschäftigen. Das teilte der Vorsitzende Richter mit. Sowohl die Bundesanwaltschaft als auch Nebenkläger und Verteidigung hätten sich dafür ausgesprochen. Bei dem Anschlag in Köln vor neun Jahren waren 22 Menschen verletzt worden. Das Gericht in München setzt am 4. Juni den NSU-Prozess fort. Dann soll mit der Vernehmung der Angeklagten begonnen werden. Der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe wird vorgeworfen, Mittäterin bei zehn Morden, zwei Bombenanschlägen und fünfzehn Banküberfällen gewesen zu sein. Vier weitere Angeklagte sollen der Terrorgruppe NSU geholfen haben.| 16.05.2013 16:15 Uhr

Behördenversagen bei NSU-Ermittlungen

Berlin: Der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages hat den deutschen Sicherheitsbehörden Totalversagen vorgeworfen Der Vorsitzende Edathy sagte in der Abschlusssitzung, bei den Ermittlungen gegen die rechtsextreme Terrorzelle hätten Polizei und Nachrichtendienste vorurteilsbeladen und mit Scheuklappen gearbeitet. Informationen seien nicht ausreichend ausgetauscht und die Gefahr des Rechtsextremismus in Deutschland massiv unterschätzt worden, betonte der SPD-Politiker. Der Abschlussbericht des NSU-Untersuchungsausschusses soll Anfang September im Bundestag beraten werden.| 16.05.2013 16:15 Uhr

Opposition kritisiert de Maiziéres Bundeswehrreform

Berlin: Verteidigungsminister de Maizière steht wegen der Bundeswehrreform weiter in der Kritik. SPD, Grüne und Linke warfen dem CDU-Politiker im Bundestag vor, die Schwerpunkte falsch zu setzen. So bemängelte der Verteidigungsexperte der Sozialdemokraten, Arnold, die Reform sei nur finanziell begründet und führe lediglich zu weniger Personal und Material. Er forderte den Minister auf, den Soldaten mehr zu zu hören. Nach Ansicht von Grünen und Linken sind die Streitkräfte auch nach der Reform noch überdimensioniert und zu teuer. De Maizière hatte zuvor in einer Regierungungserklärung im Bundestag die Reform der Truppe grundsätzlich verteidigt, gleichzeitig aber Nachbesserungen angekündigt.| 16.05.2013 16:15 Uhr

Immer mehr gefährliche Waren in der EU

Brüssel: In Europa werden immer mehr gefährliche Produkte aus dem Verkehr gezogen. Dem sogenannten "Rapex"-Bericht der EU-Kommission zufolge wurden im vergangenen Jahr fast 2.300 Artikel als gesundheitsgefährdend eingestuft. Das ist ein Anstieg um mehr als 25 Prozent. Am häufigsten wurden Kleidungsstücke beanstandet, die Allergien auslösten oder krebserregende Stoffe enthielten. Fast ein Fünftel der Warnungen betraf gefährliche Spielzeuge, deren Teile von Kindern verschluckt werden könnten. An dritter Stelle lagen Elektrogeräte, deren Netzteile leicht Feuer fangen oder Stromstöße erzeugen. Mehr als die Hälfte dieser Produkte stammte aus China.| 16.05.2013 16:15 Uhr

Gül kritisiert Reaktion auf Syrien-Krise

Reyhanli: Der türkische Präsident Gül hat die Reaktion der Weltgemeinschaft auf den Bürgerkrieg in Syrien als zu lasch verurteilt. Außer Gerede sei nichts herausgekommen, sagte Gül. Die finanzielle Hilfe anderer Staaten für die Aufnahme Hunderttausender syrischer Flüchtlinge in der Türkei bezeichnete er als zu gering. Der Präsident äußerte sich in der Grenzstadt Reyhanli. Dort waren am Wochenende bei einem Bombenanschlag 51 Menschen getötet worden. Die Regierung in Ankara macht Syrien für das Attentat verantwortlich.| 16.05.2013 16:15 Uhr

Börse Kompakt

Zur Börse: Der Dax liegt bei 8.342 Punkten. Das ist ein Minus von 0,3 Prozent. Der Dow Jones zu Handelsbeginn: 15.243 Punkte; minus 0,2 Prozent. Der Euro wird mit einem Dollar 29 16 gehandelt.| 16.05.2013 16:15 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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