NDR Info Nachrichten vom 15.05.2013:

3. Tag des NSU-Prozesses

München: Opfer-Anwälte im NSU-Prozess haben Überlegungen des Gerichts kritisiert, den Kölner Nagelbombenanschlag vom bisherigen Verfahren abzutrennen. Die Juristin Sabine Singer bezeichnete einen solchen Schritt als falsches Signal. Würde der Nagelbombenanschlag vom Verfahren abgetrennt, müssten die Opfer das Ende des ersten Prozesses abwarten. Werde die Hauptangeklagte Beate Zschäpe dann tatsächlich wegen Mordes verurteilt, drohe die Einstellung des Verfahrens um den Kölner Anschlag, da dort keine höhere Strafe mehr möglich sei, so die Anwältin. Bei dem Anschlag am 9. Juni 2004 waren 22 Menschen verletzt worden. Der Vorsitzende Richter Götzl hatte gestern die Möglichkeit ins Spiel gebracht, den Kölner Anschlag abzutrennen, da sich unter Umständen noch viele Geschädigte als Nebenkläger melden könnten.| 15.05.2013 12:45 Uhr

Weniger Lehrlinge in Deutschland

Berlin: Immer weniger junge Menschen in Deutschland machen eine Lehre. Das geht aus dem vom Kabinett verabschiedeten Berufsbildungsbericht hervor. Danach wurden im vergangenen Jahr gut eine halbe Million Ausbildungsverträge abgeschlossen, so wenig wie seit 2005 nicht mehr. Als Ursache gelten die schlechtere Wirtschaftslage sowie die demografische Entwicklung. Dem Bericht zufolge blieben bundesweit 33.000 von der Wirtschaft angebotene Lehrstellen unbesetzt.| 15.05.2013 12:45 Uhr

Minister: Mehr tun gegen Wohnungseinbrüche

Berlin: Die Innenminister von Bund und Ländern haben sich zum Ziel gesetzt, mehr gegen Wohnungseinbrüche zu tun. Bundes-Innenminister Friedrich wies bei der Vorstellung der aktuellen Kriminalitätsstatistik darauf hin, dass die Zahl der Einbrüche im vergangenen Jahr um 8,7 Prozent gestiegen ist. Im Schnitt konnte nur jede sechste Tat aufgeklärt werden. Um diese Quote zu verbessern setzten die Minister eine Arbeitsgruppe ein. Sie erstellt gegenwärtig ein Lagebild und entwickelt Gegenstrategien.| 15.05.2013 12:45 Uhr

Endlagersuchgesetz in der Kritik

Hannover: Niedersachsen droht damit, den Entwurf zum Gesetz für eine neue Atommüllendlager-Suche abzulehnen. Umweltminister Wenzel bezeichnete den dort vorgesehenen Zeitplan als völlig unrealistisch und nicht zu halten. Die Kritik des Grünen-Politikers bezieht sich unter anderem auf das im Entwurf für 2031 genannte Ende der bundesweiten Standortauswahl. Die Erfahrungen im maroden Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel zeigten, dass die Erkundung deutlich länger dauere als im Entwurf berücksichtigt, so Wenzel. Anfang April hatten sich Bund und Länder nach teils zähen Verhandlungen auf einen Konsens geeinigt, voraussichtlich im Juli soll das Endlagersuchgesetz im Bundesrat beschlossen werden. In zwei Tagen ist der Entwurf erstmals Thema im Bundestag.| 15.05.2013 12:45 Uhr

IG Metall Küste: Pilotabschluss übernehmen

Hamburg: Die IG Metall im Tarifbezirk Küste wird den Arbeitgebern im Norden eine Übernahme des Tarifabschlusses für Bayern vorschlagen. Das hat Bezirksleiter Geiken auf NDR Info angekündigt. Der Abschluss sieht eine Erhöhung der Einkommen im Juli um 3,4 Prozent und im Mai kommenden Jahres um weitere 2,2 Prozent vor. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 20 Monaten. Geiken sprach von einem fairen Kompromiss.| 15.05.2013 12:45 Uhr

Werder und Schaaf trennen sich

zum Sport: Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat sich von Cheftrainer Thomas Schaaf getrennt. Die Entscheidung sei einvernehmlich und mit sofortiger Wirkung gefallen, teilte der Verein mit. Die Mannschaft hatte erst am vergangenen Wochenende, dem vorletzten Spieltag, den Klassenerhalt gesichert. Schaaf war seit 14 Jahren in Bremen und damit der dienstälteste Trainer in der Bundesliga. Sein Nachfolger steht noch nicht fest.| 15.05.2013 12:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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