NDR Info Nachrichten vom 13.05.2013:

Umwelthilfe wirft Autobauern Tricksereien vor

Berlin: Die Angaben zum Kraftstoffverbrauch von Autos werden nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe von vielen Herstellern gezielt manipuliert. Die Zahlen würden oft mit Hilfe technischer Tricks geschönt, erklärte der Verband unter Berufung auf eigene Untersuchungen. So koppelten einige Hersteller bei den Tests die Lichtmaschine ab, andere verwendeten Spezialreifen mit einem besonders geringen Rollwiderstand. Der Unterschied zwischen den so ermittelten Angaben und dem tatsächlichen Spritverbrauch betrage bis zu 42 Prozent, erklärte die Deutsche Umwelthilfe. Bundesgeschäftsführer Resch forderte die schwarz-gelbe Regierung auf, das Kraftfahrbundesamt zu Nachmessungen unter realen Bedingungen zu verpflichten. Der Verband der Automobilindustrie wies die Vorwürfe zurück.| 13.05.2013 16:45 Uhr

Aufklärung von Medikamententests gefordert

Berlin: Immer mehr Politiker fordern eine umfassende Aufklärung der Medikamentenversuche westlicher Pharmafirmen in der DDR. Grünen-Geschäftsführer Beck sagte, bei den Tests seien offenbar ethische und rechtliche Standards systematisch unterlaufen worden. Die Opfer müssten von den Firmen entschädigt werden. Ähnlich äußerte sich Unions-Fraktionsvize Vaatz. Der CDU-Politiker forderte, auch strafrechtliche Konsequenzen zu prüfen. Medienberichten zufolge hatten die Pharma-Tests in DDR-Kliniken offenbar ein deutliches größeres Ausmaß als bisher angenommen. Der Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde, Jahn, sagte auf NDR Info, der Fall zeige, wie wichtig die Untersuchung der deutsch-deutschen Beziehungen sei. Nach seinen Worten muss auch aufgeklärt werden, wie westliche Unternehmen die Verhältnisse in der DDR für ihre Zwecke ausgenutzt hätten.| 13.05.2013 16:45 Uhr

Tarifgespräche in der Metallindustrie

Böblingen: In der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg hat die vierte Runde der Tarifverhandlungen begonnen. Der Südwesten gilt traditionell als Pilotbezirk der Branche. Die IG Metall verlangt 5,5 Prozent mehr Geld. Mit Warnstreiks erhöhte die Gewerkschaft heute noch einmal den Druck auf die Arbeitgeber. Mehrere tausende Beschäftigte in Baden-Württemberg und anderen Bundesländern legten vorübergehend die Arbeit nieder. Morgen sind Protestaktionen in Norddeutschland angekündigt. Die Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie haben bisher 2,3 Prozent angeboten. Sie kritisieren die Warnstreiks.| 13.05.2013 16:45 Uhr

Keine Helmpflicht für Radfahrer

Münster: Bundesverkehrsminister Ramsauer hat sich erneut gegen eine gesetzliche Helmpflicht für Radfahrer ausgesprochen. Der CSU-Politiker räumte allerdings ein, dass nur wenige vom Schutzhelm Gebrauch machten. Ramsauer sagte, eine Tragequote von elf Prozent sei viel zu wenig, auch wenn die Quote bei Kindern und Jugendlichen höher ausfalle. Der Minister äußerte sich auf dem Nationalen Radverkehrskongress in Münster. Die Teilnehmer beraten bis morgen vor allem über den Ausbau der Infrastruktur. Im Vorfeld hatte Ramsauer erklärt, das Fahrrad werde als Verkehrsmittel an Bedeutung gewinnen, insbesondere durch die fortschreitende Entwicklung der Elektrofahrräder.| 13.05.2013 16:45 Uhr

VW ruft Kleinwagen zurück

Wolfsburg:. Volkswagen hat weltweit etwa 43.000 Kleinwagen in die Werkstätten zurückgerufen. Grund ist nach Angaben des Unternehmens ein Programmierfehler der Airbag-Steuergeräte. Das könnte dazu führen, dass die Airbags zu spät oder gar nicht auslösen. Betroffen sind die Modelle VW Up, Seat Mii und Skoda Citigo.| 13.05.2013 16:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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