NDR Info Nachrichtenarchiv
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Berlin: Die Angaben zum Kraftstoffverbrauch von Autos werden nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe von vielen Herstellern gezielt manipuliert. Die Zahlen würden oft mit Hilfe technischer Tricks geschönt, erklärte der Verband unter Berufung auf eigene Untersuchungen. So koppelten einige Hersteller bei den Tests die Lichtmaschine ab, andere verwendeten Spezialreifen mit einem besonders geringen Rollwiderstand. Der Unterschied zwischen den so ermittelten Angaben und dem tatsächlichen Spritverbrauch betrage bis zu 42 Prozent, erklärte die Deutsche Umwelthilfe. Bundesgeschäftsführer Resch forderte die schwarz-gelbe Regierung auf, das Kraftfahrbundesamt zu Nachmessungen unter realen Bedingungen zu verpflichten. Der Verband der Automobilindustrie wies die Vorwürfe zurück.| 13.05.2013 15:45 Uhr
Dresden: Bundesfinanzminister Schäuble hält weiter an der strafbefreienden Selbstanzeige bei Steuerbetrug fest. Schäuble sagte auf einem Kongress in der sächsischen Landeshauptstadt, es sei richtig, dass es diese Möglichkeit gebe. Schließlich müssten die Bürger dem Staat gegenüber Angaben machen, die erst dazu führten, dass sie besteuert würden. Der Finanzminister betonte, man sollte nicht den Eindruck erwecken, mit der Abschaffung der Selbstanzeige könnte der Gerechtigkeit in Deutschland endgültig zum Durchbruch verholfen werden. In Dresden tagen bis morgen rund 1.000 Steuerexperten.| 13.05.2013 15:45 Uhr
Berlin: Die Parteien bekommen in diesem Jahr so viel Geld vom Staat wie noch nie zuvor. Das geht aus Daten hervor, die Bundestagspräsident Lammert bekanntgegeben hat. Demnach erhalten die Parteien in diesem Jahr bis zu 154 Millionen Euro. Der Bundestag hatte die Zahlungen vor zwei Jahren neu geregelt. Die bis dahin gültige Obergrenze von 133 Millionen Euro wurde aufgehoben. Die Parteien finanzieren sich außer durch staatliche Mittel aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Maßstab für die Verteilung der staatlichen Gelder sind die Wahlergebnisse sowie die Höhe der übrigen Einnahmen.| 13.05.2013 15:45 Uhr
Hamburg: Die Forderungen nach einer umfassenden Aufklärung von Pharma-Tests westlicher Konzerne in der DDR mehren sich. Der Direktor der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Knabe, bezeichnete auf NDR Info das Ausmaß der Tests als erschreckend. Es gebe offenbar ein Kartell des Schweigens. Knabe plädierte dafür, eine Kommission beim Gesundheitsministerium einzusetzen, die die Fälle aufarbeitet. Auch der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Bergner, forderte eine zügige Aufklärung. Historiker des Berliner Krankenhauses Charité wollen in einer umfassenden Studie Umfang und Hintergründe der Medikamententests untersuchen.| 13.05.2013 15:45 Uhr
Böblingen: In der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg hat die vierte Runde der Tarifverhandlungen begonnen. Der Südwesten gilt traditionell als Pilotbezirk der Branche. Die IG Metall verlangt 5,5 Prozent mehr Geld. Mit Warnstreiks erhöhte die Gewerkschaft heute noch einmal den Druck auf die Arbeitgeber. Mehrere tausende Beschäftigte in Baden-Württemberg und anderen Bundesländern legten vorübergehend die Arbeit nieder. Morgen sind Protestaktionen in Norddeutschland angekündigt. Die Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie haben bisher 2,3 Prozent angeboten. Sie kritisieren die Warnstreiks.| 13.05.2013 15:45 Uhr