NDR Info Nachrichten vom 13.05.2013:

Aufklärung über Medikamenten-Tests gefordert

Hamburg: Angesichts eines Presseberichts über umfangreiche Medikamenten-Tests westlicher Pharma-Firmen in der DDR werden Forderungen nach Aufklärung immer lauter. Der Direktor der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Knabe, forderte auf NDR Info, die Betroffenen müssten informiert und die Vorgänge geklärt werden. Er sprach von einem Kartell des Schweigens, da offensichtlich alle wichtigen Pharma-Firmen involviert gewesen seien. Auch der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Bergner, plädierte für eine zügige Aufarbeitung. Es wäre ein schwerer Skandal, sollten tausende DDR-Bürger zu Versuchskaninchen gemacht worden sein, so der CDU-Politiker in der "Mitteldeutschen Zeitung". Nach Informationen des "Spiegel" haben westliche Pharma-Firmen in zahlreichen Kliniken der DDR Medikamentenstudien in Auftrag gegeben. Mehr als 50.000 Menschen seien zu Testpatienten gemacht worden, ohne dass sie darüber informiert wurden. Einige von ihnen starben an den Folgen.| 13.05.2013 11:45 Uhr

Angeklagter in Prügelprozess bestreitet Schuld

Berlin: Zum Auftakt des Prozesses um eine brutale Prügelattacke hat der mutmaßliche Hauptäter jegliche Schuld für den Tod eines 20-Jährigen von sich gewiesen. Er habe das Opfer weder geschlagen noch getreten, hieß es in einer Erklärung des Angeklagten. Der 19-Jährige war monatelang in der Türkei untergetaucht, bevor er sich im April der deutschen Justiz stellte. Mit ihm sind fünf weitere Männer im Alter zwischen 19 und 24 Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt, in vier Fällen mit Todesfolge. Sie sollen im vergangenen Oktober in der Nähe des Berliner Alexanderplatzes einen 20-Jährigen so schwer verletzt haben, dass er später an Gehirnblutungen starb.| 13.05.2013 11:45 Uhr

Warnstreiks der Metaller

Köln: Kurz vor Beginn der dritten Runde der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie gibt es wieder Warnstreiks. Allein in Köln demonstrierten nach Gewerkschaftsangaben 11.000 Beschäftigte für mehr Geld. Protestaktion gibt es auch in Bayern und Baden-Württemberg. Dort wird heute weiterverhandelt. Der Südwesten gilt traditionell als Pilotbezirk der Branche. Die IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr Geld, die Arbeitgeber haben bisher 2,3 Prozent angeboten.| 13.05.2013 11:45 Uhr

Ermittlungen nach Anschlägen in Türkei

Ankara: Türkische Linksextremisten sollen nach Medienberichten den Doppelanschlag in der Grenzstadt Reyhanli verübt haben. Bei den neun Festgenommenen handele es sich um Mitglieder der "Revolutionären Volksbefreiungsfront", heißt es. Die türkische Regierung in Ankara wirft der Gruppe vor, die Tat in Abstimmung mit dem Geheimdienst aus Syrien begangen zu haben. Bei der Explosion zweier Autobomben wenige Kilometer von der syrischen Grenze entfernt waren am Sonnabend mindestens 46 Menschen getötet worden, etwa 140 wurden verletzt. Die Regierung in Damaskus wies jede Verantwortung für die Tat zurück.| 13.05.2013 11:45 Uhr

Eurogruppe berät über Hilfen für Krisenländer

Brüssel: Die Euro-Finanzminister treffen sich heute, um über die Freigabe weiterer Hilfsgelder an Krisenländer zu entscheiden. Es wird damit gerechnet, dass die Ressortchefs rund siebeneinhalb Milliarden Euro für Griechenland bewilligen. Daneben soll die erste Auszahlung an Zypern in Höhe von drei Milliarden Euro überwiesen werden. Die Eurogruppe will außerdem über die Lage in Slowenien beraten. Das Land kämpft mit einem maroden Bankensektor - lehnt es bislang jedoch ab, den europäischen Rettungsschirm in Anspruch zu nehmen. Auch der Prüfbericht der Troika zu Portugal steht auf der Tagesordnung. Die Regierung in Lissabon hatte gestern eine Einigung über ein neues Sparprogramm erzielt.| 13.05.2013 11:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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