NDR Info Nachrichten vom 13.05.2013:

Debatte über Medikamenten-Tests in der DDR

Berlin: Die neuen Berichte über das Ausmaß von Medikamententests westlicher Pharmakonzerne in DDR-Kliniken haben Forderungen nach rückhaltloser Aufklärung laut werden lassen. Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Bergner, sagte in einem Interview, die vorliegenden Fälle müssten untersucht werden. Es wäre ein schwerer Skandal, wenn tausende DDR-Bürger zu Versuchskaninchen gemacht worden wären. Der Direktor der Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen, Knabe, sprach auf NDR Info von erschreckenden Vorgängen. Es gebe offenbar ein Kartell des Schweigens. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte von hunderten Medikamentenstudien in DDR-Kliniken berichtet. Diese hätten westliche Firmen in Auftrag gegeben. Mehr als 50.000 Menschen seien oft ohne eigenes Wissen zu Testpatienten gemacht worden.| 13.05.2013 11:15 Uhr

Kriminalität: Hannover unrühmliche Nr. 1

Hannover: Die niedersächsische Landeshauptstadt ist offenbar die gefährlichste Großstadt im Norden Deutschlands. Wie die Zeitung "Die Welt" berichtet, geht das aus der bundesweiten Kriminalstatistik 2012 hervor. Sie wird am Mittwoch offiziell vorgelegt. Demnach liegt Hannover mit knapp 14.000 Straftaten pro 100.000 Einwohner im bundesweiten Vergleich auf Rang sechs. Die höchste Kriminalitätsrate verzeichnet den Angaben zufolge Frankfurt am Main - gefolgt von Düsseldorf, Köln und Berlin. Die Stadtstaaten Bremen und Hamburg liegen demnach auf Rang 7 und 9. Die Hansestadt Lübeck landete auf Platz 12. Grundsätzlich ist der Süden dem Bericht zufolge weitaus sicherer als der Norden Deutschlands.| 13.05.2013 11:15 Uhr

SZ: Länder entlassen Lehrer zu Sommerferien

Berlin: Die Bundesländer entlassen offenbar regelmäßig zu Beginn der Sommerferien Tausende befristet angestellte Lehrer. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine Untersuchung der Bundesagentur für Arbeit. Danach meldeten sich in den Sommerferien 2012 bundesweit etwa 5400 Lehrer zusätzlich arbeitslos. Nach Ende der Ferien ging die Zahl den Angaben zufolge wieder deutlich zurück. Hauptursache seien befristet geschlossene Verträge mit nicht verbeamteten Lehrern, bei denen die Sommerferien ausgespart blieben. Die Länder würden so auf Kosten der Arbeitslosenversicherung Geld sparen.| 13.05.2013 11:15 Uhr

Portugal bekommt weiteres Geld

Lissabon: Portugal hat den Weg für weitere Finanzhilfen der internationalen Geldgeber freigemacht. Die Regierung einigte sich mit Vertretern der Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds auf ein neues Sparprogramm. Es sieht unter anderem den Abbau von Stellen im öffentlichen Dienst und eine Ausweitung der Wochenarbeitszeit vor. Damit kann die nächste Hilfstranche in Höhe von zwei Milliarden Euro ausgezahlt werden. Über den Prüfbericht der Troika zu Portugal wollen heute die Euro-Finanzminister in Brüssel beraten. Weitere Themen sind die Sparbemühungen in Griechenland und Slowenien.| 13.05.2013 11:15 Uhr

Parteien bekommen so viel Geld wie nie zuvor

Berlin: Die Parteien erhalten in diesem Jahr vom Staat so viel Geld wie nie zuvor. Das berichtet die "Saarbrücker Zeitung" und beruft sich auf eine Mitteilung von Bundestagspräsident Lammert. Demnach stehen den Parteien, die auf Bundes-, Landes-, oder EU-Ebene vertreten sind, insgesamt 154 Millionen Euro zur Verfügung. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Zuwachs von vier Millionen Euro. Grund für die Erhöhung ist dem Bericht zufolge eine automatische Anpassung der staatlichen Parteienfinanzierung an die Preisentwicklung.| 13.05.2013 11:15 Uhr

Börse Kompakt

Der Dax fällt um 0,4 Prozent auf 8.242. In Tokio schloss der Nikkei-Index um 1,2 Prozent höher bei 14.782. Der Euro wird mit einem Dollar 29 71 gehandelt.| 13.05.2013 11:15 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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