NDR Info Nachrichtenarchiv
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Bonn: Deutsche Verbraucher sollen mehrere Jahre lang zu viel Geld für Kartoffeln bezahlt haben. Das Bundeskartellamt ermittelt gegen mehrere Unternehmen der Branche und hat deren Büroräume durchsuchen lassen. Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" , soll ein Schaden von mehr als 100 Millionen Euro entstanden sein. Der Verdacht betreffe Großhändler für Kartoffeln und Zwiebeln. Sie sollen ein Kartell gebildet und sich mehr als 10 Jahre lang auf Preise für die Supermärkte verständigt haben. Der Bauernverband Schleswig-Holstein zeigte sich heute früh überrascht, dass es in Deutschland ein Kartoffel-Kartell gegeben haben soll. Präsident Schwarz sagte auf NDR1 Welle Nord, dies sei für ihn nur schwer vorstellbar, da die Preise in der Branche heftig schwankten.| 11.05.2013 12:45 Uhr
Islamabad: Mehrere Anschläge überschatten die Parlamentswahl in Pakistan. Nach Angaben der Behörden explodierte in Karachi ein Sprengsatz, als ein Regionalpolitiker in seinem Fahrzeug an der Stelle vorbei fuhr. Es gab 11 Tote und zahlreiche Verletzte. In der Stadt Peshawar detonierte ebenfalls eine Bombe. Dort wurden mindestens acht Menschen verletzt. Etwa 620.000 Sicherheitskräfte sind im ganzen Land im Einsatz, um Anschläge zu verhindern. Die radikalislamischen Taliban haben mehrere Attentate angekündigt. In Pakistan sind heute 86 Millionen Menschen aufgerufen, das Parlament zu wählen. Jüngsten Umfragen zufolge liegt die Muslim-Liga des früheren Premierministers Sharif deutlich vorne.| 11.05.2013 12:45 Uhr
Washington: US-Außenminister Kerry will den Syrien-Konflikt weiter auf diplomatischem Wege lösen. Obwohl es Beweise für einen Einsatz von Chemiewaffen durch syrische Regierungstruppen gebe, sollte man den Bürgerkrieg durch Verhandlungen beenden, sagte Kerry. Dazu müssten sich aber alle Beteiligten verständigungsbereit zeigen. Eine Lösung des Konflikts ist nach Auffassung Kerrys allerdings nur ohne den syrischen Präsidenten Assad möglich. Russland und die USA hatten sich zu Beginn der Woche auf eine internationale Syrien-Konferenz verständigt.| 11.05.2013 12:45 Uhr
Karlsruhe: Angesichts des Streits über die Platzvergabe im NSU-Prozess hat Verfassungsrichter Müller eine Regelung zu Videoübertragungen aus dem Gerichtssaal gefordert. Dem "Focus" sagte der ehemalige saarländische Ministerpräsident, der Gesetzgeber müsse hier Klarheit schaffen. Öffentlichkeit sei im Strafprozess unverzichtbar und auch verfassungsrechtlich vorgegeben. Das Recht müsse an die heutigen Möglichkeiten der Medien angepasst werden. Der gesellschaftliche Kontext, in dem die Regelungen ursprünglich geschaffen wurden, habe sich verändert.| 11.05.2013 12:45 Uhr
Berlin: Bundeskanzlerin Merkel sieht den demografischen Wandel auch als Chance. In ihrer wöchentlichen Video-Botschaft sagte die CDU-Politikerin, man sollte die Entwicklung nicht als Bürde auffassen. Die Alterung der Gesellschaft habe enorme Auswirkungen auf das künftige Zusammenleben der Menschen. Am Dienstag kommen Experten in Berlin zusammen, um über den demografischen Wandel zu beraten.| 11.05.2013 12:45 Uhr
Guatemala-Stadt: Der frühere Diktator des mittelamerikanischen Landes, Ríos Montt, ist zu 80 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht sah es als erwiesen an, dass der heute 86-Jährige in den frühen 1980er Jahren für den Tod von mindestens 1.700 Maya-Indianern verantwortlich war. Sein Regime habe tausende Menschen gefoltert, vergewaltigt und vertrieben. Ríos Montt bestreitet die Vorwürfe.| 11.05.2013 12:45 Uhr