NDR Info Nachrichtenarchiv
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Islamabad: In Pakistan hat unter strengen Sicherheitsvorkehrungen die Parlamentswahl begonnen. Mehr als 86 Millionen Menschen sind aufgerufen, ihre Stimme in einem der 70.000 Wahllokale abzugeben. Etwa 620.000 Sicherheitskräfte sollen die Abstimmung vor Anschlägen von radikalen Islamisten schützen. Es ist das erste Mal in der 65-jährigen Geschichte des Landes, dass eine zivile Regierung die Macht an demokratisch gewählte Nachfolger übergibt. In den Umfragen lag zuletzt die Muslim-Liga des früheren Premierministers Sharif vorne, der bisherigen Regierung unter der Volkspartei PPP drohen deutliche Verluste. Im Vorfeld der Wahl hatte es bereits zahlreiche Anschläge gegeben, bei denen mehr als 100 Menschen getötet worden waren. Allein gestern gab es zehn Opfer.| 11.05.2013 06:15 Uhr
Washington: US-Außenminister Kerry sieht "starke Beweise" für einen Chemiewaffeneinsatz durch syrische Regierungstruppen. Das betonte er in einem vom US-Außenministerium mitveranstalteten Online-Chat. Zugleich erklärte Kerry, dennoch setze er auf eine diplomatische Lösung. Wenn sich alle Seiten verantwortungsbewusst und verständigungsbereit zeigten, sei eine friedliche Beendigung des blutigen Bürgerkriegs möglich. Kerry unterstrich zugleich, dass eine Lösung nur ohne den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad möglich sei. Russland und die USA hatten sich Anfang der Woche auf die Einberufung einer internationalen Konferenz zur Beendigung des blutigen Bürgerkriegs in Syrien verständigt. Zu dem Treffen in Genf sollen noch in diesem Monat alle an dem Konflikt beteiligten Gruppen aus Syrien kommen.| 11.05.2013 06:15 Uhr
Neumarkt: Mit der Beratung des Wahlprogramms setzen die Piraten heute ihren Parteitag fort. Es liegen mehr als 250 Änderungsanträge vor. Der Vorstand hofft, dass Kernpunkte wie der gesetzliche Mindestlohn, ein bedingungsloses Grundeinkommen von 1000 Euro monatlich, die doppelte Staatsbürgerschaft und bundesweite Volksentscheide beschlossen werden. Die Piraten liegen in Umfragen derzeit bei nur zwei Prozent und würden damit den Einzug in den Bundestag klar verfehlen.| 11.05.2013 06:15 Uhr
Berlin: Der türkische Außenminister Davutoglu trifft am Nachmittag Angehörige der Mordopfer der rechtsterroristischen Zelle NSU. Das Gespräch findet in der Botschaft Ankaras in Berlin statt. Unter den zehn mutmaßlichen NSU-Opfern sind acht Männer mit türkischen Wurzeln. Gestern hatte das Oberlandesgericht München im Prozess um die Mordserie zwei Befangenheitsanträge der Verteidigung zurückgewiesen. Damit kann die juristische Aufarbeitung wie geplant am kommenden Dienstag fortgesetzt werden. Angeklagt sind die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe und mögliche Helfer.| 11.05.2013 06:15 Uhr
Guatemala-Stadt: Der frühere guatemaltekische Diktator Ríos Montt ist wegen Völkermordes und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu insgesamt 80 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Gericht befand den 86-jährigen Angeklagten der Verantwortung für Massaker an Maya-Ureinwohnern während seiner Herrschaft in den Jahren 1982/83 für schuldig. Ziel sei die Vernichtung der Volksgruppe gewesen, die von der Militärjunta als Basis der linken Guerilla betrachtet wurde. Das Urteil gilt unter Menschenrechtsaktivisten und Juristen als historisch. Nie zuvor wurde ein Staatschef von einem einheimischen Gericht wegen Völkermordes verurteilt.| 11.05.2013 06:15 Uhr