NDR Info Nachrichten vom 06.05.2013:

NSU-Prozess bis Mitte Mai unterbrochen

München: Der NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht ist bis Mitte Mai unterbrochen worden. Das teilte der Vorsitzende Richter Götzl soeben mit. Als Grund nannte er die Entscheidung über die Befangenheitsanträge, die die Verteidigung heute gestellt hatte. Die Kritik entzündete sich unter anderem an der Anordnung, Vertreter der Verteidigung vor jeder Sitzung durchsuchen zu lassen - die der Bundesanwaltschaft aber nicht. Neben der Hauptangeklagten Beate Zschäpe sitzen in München noch vier mutmaßliche Helfer der NSU-Terror-Gruppe auf der Anklagebank. Dem "Nationalsozialistischen Untergrund" werden zehn Morde zur Last gelegt. Im Zusammenhang mit dem heutigen Prozessauftakt wurde auf das Büro eines Verteidigers in Cottbus ein Anschlag verübt. Laut Polizei schlugen Unbekannte in der vergangenen Nacht die Fenster mit Steinen ein.| 06.05.2013 17:15 Uhr

Westerwelle: Europa gegen Antisemitismus

Budapest: Außenminister Westerwelle hat dazu aufgerufen, gegen Antisemitismus in Europa vorzugehen. Vor der Vollversammlung des Jüdischen Weltkongresses sagte der FDP-Politiker, Europa basiere auf Werten, die Bürger stünden für Toleranz. Wenn diese Werte herausgefordert würden, müssten die Europäer die Stimme erheben. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Graumann, machte auf die schwierige Lage der Juden speziell in Ungarn aufmerksam. In dem Land breite sich gerade eine aggressive antisemitische Stimmung aus. Der Jüdische Weltkongress will mit seiner Tagung in der ungarischen Hauptstadt ein Zeichen dagegen setzen. Graumann wurde von der Vollversammlung zu einem der Vize-Präsidenten der Organisation gewählt.| 06.05.2013 17:15 Uhr

Nouripour besorgt über Lage in Afghanistan

Berlin: Der Tod eines deutschen Soldaten in Afghanistan hat für erneute Diskussionen über die Sicherheitslage am Hindukusch gesorgt. Der verteidigungspolitische Sprecher der Grünen, Nouripour, warnte auf NDR Info davor, wegen des Zwischenfalls falsche Rückschlüsse auf die Lage vor Ort zu ziehen. Die Situation in Afghanistan sei schon seit Monaten angespannt. Die Bundeswehr habe lediglich Glück gehabt, dass sie in den vergangenen zwei Jahren keine Verluste zu beklagen hatte, so Nouripour. Die schwierigste Situation für die deutschen Soldaten stehe mit dem Abzug aus Afghanistan noch bevor, denn die Aufständischen würden ihre Angriffe bis dahin noch einmal ausweiten. Vorgestern war ein Soldat des Kommandos Spezialkräfte in Afghanistan getötet worden; ein zweiter wurde bei dem Beschuss durch Rebellen schwer verletzt.| 06.05.2013 17:15 Uhr

Zypern kann mit ersten 3 Milliarden rechnen

Berlin: Zypern kann mit der ersten Milliarden-Zahlung aus dem vor mehr als drei Wochen beschlossenen Rettungspaket rechnen. Aus Sicht der EU-Kommission hat das kriselnde Euro-Land die Auflagen erfüllt, damit die erste Rate von drei Milliarden Euro ausgezahlt werden kann. Der Euro-Rettungsfonds ESM soll übermorgen über die Auszahlung entscheiden. Aus einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages geht hervor, dass die Bundesregierung die Freigabe befürwortet.| 06.05.2013 17:15 Uhr

Börse Kompakt

Zur Börse: Der Dax liegt bei 8.106 Punkten. Das ist ein Minus von 0,2 Prozent. Der Dow Jones: 14.948 Punkte; minus 0,2 Prozent. Der Euro wird mit einem Dollar 30 56 gehandelt.| 06.05.2013 17:15 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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