NDR Info Nachrichten vom 06.05.2013:

NSU-Prozess hat begonnen

München: 13 Jahre nach dem ersten Mord hat heute der Prozess um die der Terrorgruppe NSU zugeschriebenen Verbrechen begonnen. Hauptangeklagte in dem Mammutverfahren vor dem Münchner Oberlandesgericht ist die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe. Sie hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen der Mittäterschaft geäußert und will auch im Prozess schweigen. Außer ihr stehen vier mutmaßliche Helfer des "Nationalsozialistischen Untergrunds" vor Gericht. Die Terrorzelle soll zwischen 2000 und 2007 acht türkischstämmige und einen griechischstämmigen Kleinunternehmer sowie eine deutsche Polizistin ermordet haben. Zudem wird der NSU für zwei Bombenanschläge und etliche Banküberfälle verantwortlich gemacht. Der Prozess gilt schon jetzt als einer der bedeutendsten in der Geschichte der Bundesrepublik. Bislang sind 80 Verhandlungstage angesetzt. Das Verfahren könnte aber bis zu zweieinhalb Jahre dauern.| 06.05.2013 16:15 Uhr

Nouripour besorgt über Lage in Afghanistan

Berlin: Der Tod eines deutschen Soldaten in Afghanistan hat für erneute Diskussionen über die Sicherheitslage am Hindukusch gesorgt. Der verteidigungspolitische Sprecher der Grünen, Nouripour, warnte auf NDR Info davor, wegen des Zwischenfalls falsche Rückschlüsse über die Lage vor Ort zu ziehen. Die Situation in Afghanistan sei schon seit Monaten angespannt. Die Bundeswehr habe lediglich Glück gehabt, dass sie in den vergangenen zwei Jahren keine Verluste zu beklagen hatte, so Nouripour. Die schwierigste Situation für die deutschen Soldaten stehe mit dem Abzug aus Afghanistan noch bevor, denn die Aufständischen würden ihre Angriffe bis dahin noch einmal ausweiten.| 06.05.2013 16:15 Uhr

Westerwelle: Europa gegen Antisemitismus

Budapest: Außenminister Westerwelle hat dazu aufgerufen, gegen Antisemitismus in Europa vorzugehen. Vor der Vollversammlung des Jüdischen Weltkongresses sagte der FDP-Politiker, Europa basiere auf Werten, die Bürger stünden für Toleranz. Wenn diese Werte herausgefordert würden, müssten die Europäer die Stimme erheben. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Graumann, machte auf die schwierige Lage der Juden speziell in Ungarn aufmerksam. In dem Land breite sich gerade eine aggressive antisemitische Stimmung aus. Der Jüdische Weltkongress will mit seiner Tagung in der ungarischen Hauptstadt ein Zeichen dagegen setzen. Graumann wurde von der Vollversammlung zu einem der Vize-Präsidenten der Organisation gewählt.| 06.05.2013 16:15 Uhr

Zugvögel durch Meeresspiegelanstieg bedroht

Canberra: Millionen Zugvögel sind offenbar durch den Anstieg des Meeresspiegels infolge des Klimawandels gefährdet. Laut einer von der australischen Regierung geförderten Studie ist mit einer Dezimierung des Bestandes um bis zu 70 Prozent zu rechnen. Grund sei die Tatsache, dass es durch den Anstieg des Meeresspiegels nur noch etwa halb so viele Rast- und Nistplätze für die Tiere gebe. Die Zugvögel hätten deshalb keine Möglichkeit mehr zum Ausruhen, so die Forscher.| 06.05.2013 16:15 Uhr

Börse Kompakt

Zur Börse: Der Dax liegt bei 8.117 Punkten. Das ist ein Minus von 0,1 Prozent. Der Dow Jones zu Handelsbeginn: 14.948 Punkte; minus 0,2 Prozent. Der Euro wird mit einem Dollar 30 99 gehandelt.| 06.05.2013 16:15 Uhr

Meldungsarchiv
Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

NDR Info Nachrichtenarchiv

Alle NDR Info Nachrichten zum Nachlesen. mehr