NDR Info Nachrichten vom 06.05.2013:

Beate Zschäpe vor Gericht

München: Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe muss sich seit dem Vormittag vor dem Oberlandesgericht München verantworten. Dabei geht es um die Taten der Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund". Dem NSU werden Morde an neun türkisch- und griechischstämmigen Kleinunternehmern und einer Polizistin sowie Anschläge und Raubüberfälle zugeschrieben. Zschäpe ist wegen Mittäterschaft an der rechtsextremistischen Verbrechensserie angeklagt, neben ihr stehen vier mutmaßliche Unterstützer des NSU vor Gericht. Vor dem Gerichtsgebäude demonstrierten am Vormittag Mitglieder des "Bündnisses gegen Naziterror und Rassismus". Sie forderten juristische Konsequenzen für Ermittler, die für Pannen bei der Aufklärung der NSU-Mordserie verantwortlich waren.| 06.05.2013 10:45 Uhr

Petersberger Dialog begonnen

Berlin: Bundeskanzlerin Merkel hat ein höheres Tempo beim Kampf gegen den Klimawandel angemahnt. Zum Auftakt des vierten Petersberger Dialogs sagte Merkel, Warten sei keine Option. Denn Nichtstun bedeute deutlich höhere Kosten. Das Treffen in Berlin dient der Vorbereitung des Klima-Gipfels der Vereinten Nation im Herbst. Streit dürfte es dabei vor allem über den CO2-Ausstoß in der Europäischen Union geben. Die bisherigen Vorgaben sehen vor, den Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent im Vergleich zum Stand des Jahres 1990 zu reduzieren. Einige Staaten, unter ihnen die Bundesrepublik, wollen ein ehrgeizigeres Ziel vereinbaren, allerdings gibt es auch Widerstand. Auf NDR Info äußerte Bundesumweltminister Altmaier seine Hoffnung auf eine Lösung, die den unterschiedlichen Interessen Rechnung trägt, ohne die Klimaschutzziele zu verwässern.| 06.05.2013 10:45 Uhr

Niebel verteidigt Afghanistan-Strategie

Berlin. Nach dem Tod eines deutschen Soldaten in Afghanistan hat Entwicklungsminister Niebel vor einem Strategiewechsel gewarnt. Der "Passauer Neuen Presse" sagte Niebel, die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte sei der einzig wirksame Ansatz zur Übergabe der Verantwortung. Diese Strategie bleibe trotz des tragischen Vorfalls richtig. Bei dem Beschuss durch Aufständische war vorgestern ein Soldat der Elite-Einheit KSK getötet worden. Ein weiterer Soldat des Kommandos Spezialkräfte wurde verwundet. Politiker aller Parteien äußerten sich bestürzt über den Tod des Bundeswehrangehörigen.| 06.05.2013 10:45 Uhr

Setzten syrische Rebellen Giftgas ein?

Genf: Die Vereinten Nationen haben Hinweise darauf, dass syrische Rebellen im Bürgerkrieg Giftgas eingesetzt haben. Wie die UN-Beauftragte del Ponte im Schweizer Fernsehen sagte, haben Ermittler der Vereinten Nationen entsprechende Zeugenaussagen gesammelt. Es gebe einen konkreten Verdacht für den Einsatz des Nervengases Sarin durch die Gegner von Präsident Assad, aber keine eindeutigen Beweise. Die syrische Regierung und die oppositionellen Gruppen werfen sich gegenseitig vor, Chemiewaffen benutzt zu haben. Die USA prüfen derzeit Berichte, wonach Truppen des syrischen Machthabers Assad in geringen Mengen Giftgas gegen Oppositionsanhänger eingesetzt haben.| 06.05.2013 10:45 Uhr

Proteste in Russland erwartet

Moskau. In Russland haben Gegner von Präsident Putin für heute zu Protesten aufgerufen. Die Behörden haben für die Demonstration am Nachmittag 30.000 Teilnehmer zugelassen. Mit der Kundgebung wollen russische Regierungsgegner an die blutigen Auseinandersetzungen vor einem Jahr erinnern. Am Vorabend von Präsident Putins Amtseinführung war es zu schweren Zusammenstößen mit staatlichen Einsatzkräften gekommen. Zahlreiche Gegner Putins sitzen seitdem im Gefängnis.| 06.05.2013 10:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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