NDR Info Nachrichten vom 04.05.2013:

FDP-Spitze will gegen Niedriglöhne vorgehen

Nürnberg: FDP-Chef Rösler hat für den Kampf gegen Niedriglöhne in Deutschland geworben. Es könne nicht sein, dass Geschäftsmodelle darauf aufbauten, Beschäftigten dauerhaft drei Euro pro Stunde zu zahlen, sagte Rösler auf dem FDP-Parteitag in Nürnberg. Hier müssten die Liberalen Lösungen anbieten vor allem für Menschen in Regionen ohne starke Tarifpartner. Rösler erteilte Forderungen nach einem gesetzlichen und flächendeckenden Mindestlohn eine Absage. Es gehe aber um Leistungsgerechtigkeit, so Rösler. Wer arbeite, müsse mehr haben als derjenige, der nicht arbeite. Die etwa 660 Delegierten wollen auf dem zweitägigen Parteitag das Programm der FDP für die Bundestagswahl beschließen. Die Liberalen wollen die Koalition mit CDU und CSU fortsetzen.| 04.05.2013 13:00 Uhr

Bsirske: Ungerechte Löhne in den Kirchen

Hamburg: Der Vorsitzende der Gewerkschaft "ver.di", Bsirske, hat die Kirchen aufgefordert, gerechtere Löhne an ihre Mitarbeiter zu zahlen. Es könne nicht sein, dass die Kirche sich auf dem Rücken der Beschäftigten das Recht auf Lohndumping herausnehme, um sich so Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, sagte Bsirske auf dem Evangelischen Kirchentag in Hamburg. "ver.di" kritisiert seit längerem, dass sowohl die evangelische, als auch die katholische Kirche die Bezahlung ihrer Mitarbeiter nicht in Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften festlegt, sondern in Kommissionen. Der Präsident des Kirchentages, Robbers, warnte "ver.di" davor, ein Streikrecht für Kirchen-Beschäftigte vor dem Bundesverfassungsgericht durchzusetzen. In diesem Fall werde man bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen, so Robbers.| 04.05.2013 13:00 Uhr

Neue Details in Verwandten-Affäre

München: Nach Kultusminister Spaenle und Justizministerin Merk zieht nun auch der bayerische Landwirtschaftsminister Brunner Konsequenzen aus der Verwandtenaffäre. Der CSU-Politiker kündigte an, 13.500 Euro zu erstatten, die er seit 2008 seiner Frau für ihre Mitarbeit im Abgeordnetenbüro gezahlt hatte. Er werde das Geld für soziale Zwecke zur Verfügung stellen, sagte Brunner. Neben seiner Frau hatte Brunner auch seine Schwester und seine Nichte jahrelang mit einem Mini-Job beschäftigt. Bayerns Ministerpräsident Seehofer hatte gestern auf dem CSU-Konvent für die Landtagswahl zu Transparanz in der Affäre aufgerufen. Die betroffenen Abgeordneten sollten dem Beispiel von Kultusminister Spaenle folgen. Dieser hatte als erster Minister erklärt, Geld zurückzuzahlen. Insgesamt haben im bayerischen Landtag 79 Abgeordnete enge Verwandte auf Staatskosten beschäftigt.| 04.05.2013 13:00 Uhr

Merkel: Viele Wege zur Frauenförderung

Berlin: Die Förderung von Frauen in der deutschen Wirtschaft muss nach Ansicht von Bundeskanzlerin Merkel über mehrere Wegen erreicht werden. Eine Frauenquote für Führungspositionen sei zwar wichtig, um den Druck auf Unternehmen zu erhöhen, sagte Merkel in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. Sie sei aber nur eine von vielen Möglichkeiten. Nötig sei zudem die bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Familie sowie der berufswunsch junger Frauen. Sie werbe deshalb sehr stark dafür, so Merkel, dass sich Mädchen und junge Frauen für naturwissenschaftliche und Ingenieurberufe entscheiden.| 04.05.2013 13:00 Uhr

Israel-Angriff auf Syrien?

Washington: Die USA gehen davon aus, dass Israel Ziele in Syrien angegriffen hat. Wie mehrere US-Sender berichteten, schossen israelische Kampfflugzeuge mehrere Raketen ab, wahrscheinlich bereits in der Nacht zum Freitag. Dabei seien die Piloten aber nicht in den syrischen Luftraum eingedrungen. Das israelische Militär kommentierte die Berichte nicht. Unterdessen äußerte sich US-Präsident Obama erneut zurückhaltend zu einem möglichen Milittäreinsatz in Syrien. Er könne sich derzeit nicht vorstellen, amerikanische Bodentruppen in das Bürgerkriegsland zu schicken. Angesichts von Mutmaßungen über einen Einsatz chemischer Waffen in Syrien betonte er aber auch, als Oberbefehlshaber der US-Truppen grundsätzlich nichts auszuschließen.| 04.05.2013 13:00 Uhr

Griechenland sieht sich überm Berg

Athen: Griechenland hat nach Einschätzung seines Finanzministers Stournaras eine wichtige Wende im Kampf gegen die Schuldenkrise geschafft. Sein Land sei aus dem Schlimmsten heraus, sagte Stournaras der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Mehr als zwei Drittel der vorgegebenen Haushaltskorrekturen seien geschafft. Die Haushaltsdaten in diesem Jahr würden sogar besser ausfallen als von den internationalen Geldgebern festgelegt. Die griechische Regierung erwartetet nun durch die Tourismussaison wichtige Impulse für die Konjunktur. Seit 2010 hat Griechenland Kredite von insgesamt 240 Milliarden Euro erhalten. Im Gegenzug verlangen die Geldgeber massive Einsparungen.| 04.05.2013 13:00 Uhr

Wettervorhersage

Das Wetter: Heute vielfach sonnig, im südöstlichen Niedersachsen teils gebietsweise etwas wolkiger, aber meist trocken. Höchstwerte 12 bis 21 Grad. Morgen sonnig, im Tagesverlauf zeitweise etwas wolkiger, aber trocken. Maximal 15 bis 21 Grad, an Küstenabschnitten mit Seewind 12 bis 14 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag und Dienstag viel Sonne, in Südniedersachsen wolkiger und dort leichte Schauerneigung, 16 bis 24 Grad.| 04.05.2013 13:00 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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