NDR Info Nachrichtenarchiv
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Brüssel: Die Wirtschaft in der Eurozone erholt sich langsamer als noch zu Jahresbeginn erwartet. Nach der Prognose der EU-Kommission wird die Konjunktur in diesem Jahr um 0,4 Prozent schrumpfen. 2014 soll die Wirtschaft wachsen und zwar um 1,2 Prozent. Im Februar hatte die Kommission sich noch optimistischer geäußert. Die Entwicklungen in den einzelnen Euro-Ländern sind sehr unterschiedlich: Für Deutschland wird in diesem und im kommenden Jahr ein Wachstum von 0,4 beziehungsweise 1,8 Prozent erwartet. Im Krisenland Zypern soll die Wirtschaftsleistung hingegen um insgesamt 12,6 Prozent einbrechen. Die hohe Arbeitslosigkeit im Euroraum ist die Hauptsorge der EU. Wirtschaftskommissar Rehn sagte, Wachstum und Jobs müssten nun im Mittelpunkt stehen.| 03.05.2013 13:00 Uhr
Berlin: Die Polizei erhält von Telekommunikationsunternehmen künftig auf Nachfrage mehr Informationen über deren Kunden. Firmen wie beispielsweise die Telekom oder Vodafone müssen von Juli an neben Namen und Adressen auch Passwörter, PIN-Nummern und Internetprotokoll-Adressen weitergeben. Dies sieht eine Gesetzesänderung vor, der der Bundesrat zustimmte. Die Reform ist umstritten. Kritiker bemängeln, dass Ermittler künftig zu leicht auf persönliche Daten von Handy- und Internetnutzern zugreifen können. Die Abfrage ist nicht erst bei schweren Straftaten möglich, sondern schon bei Ordnungswidrigkeiten. Datenschützer sehen die Vertraulichkeit und Anonymität des Internets gefährdet. Sie kündigten eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht an.| 03.05.2013 13:00 Uhr
Hamburg: Bundeskanzlerin Merkel hat die Vorbildfunktion Deutschlands in der Entwicklungspolitik betont. Auf dem evangelischen Kirchentag sagte die CDU-Chefin, es gebe eine Bringschuld zu zeigen, wie man Wachstum, Wohlstand und Nachhaltigkeit zusammen bringen könne. Deutschland werde es auf Dauer nur gut gehen, wenn es auch anderen Ländern gut gehe. Die Bundeskanzlerin unterstrich die Notwendigkeit, die Energiewende erfolgreich abzuschließen. Wenn dies nicht gelinge, würden auch andere Staaten die Hände wieder in den Schoß legen. Neben Merkel nimmt auch SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück am Kirchentag teil. Er will am Nachmittag mit dem Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Fahrenschon, über Konsequenzen aus der weltweiten Finanzkrise diskutieren.| 03.05.2013 13:00 Uhr
München: In der Verwandten-Affäre bayerischer Abgeordneter will Landtags-Präsidentin Stamm heute die Namen veröffentlichen. Das kündigte die CSU-Politikerin nach Gesprächen mit den Fraktionsvorsitzenden von CSU und SPD in München an. Stamms Angaben zufolge sind von der Veröffentlichung der Namen neben Abgeordneten der CSU auch Mitglieder von SPD und Grünen betroffen. Insgesamt geht es um fast 80 Fälle, in denen Parlamentarier Verwandte auf Staatskosten beschäftigt haben. Darunter sind auch Mitglieder der aktuellen Landesregierung. CSU-Generalsekretär Dobrindt kündigte in der "Berliner Zeitung" Konsequenzen an. Seine Partei wolle die Regeln verschärfen und solche Vorgänge abstellen, so Dobrint.| 03.05.2013 13:00 Uhr
Bremen: Mehrere tausend Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Norddeutschland haben vorübergehend die Arbeit niedergelegt. Allein bei Daimler in Bremen versammelten sich nach Gewerkschaftsangaben etwa 3.000 Mitarbeiter zu einer Kundgebung vor dem Werkstor. Die Produktion ruhe, sagte ein Sprecher der IG Metall. Protestaktionen gibt es außerdem bei Airbus in Bremen, bei Aerotec in Varel im Kreis Friesland sowie in Betrieben in Leer, Papenburg und in der Wesermarsch. In Schleswig-Holstein sind 30 Unternehmen von Warnstreiks betroffen. Die IG Metall will damit den Druck auf die Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen erhöhen. Die Gewerkschaft fordert 5,5 Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber haben bisher 2,3 Prozent angeboten. In zehn Tagen gehen die Tarifgespräche weiter.| 03.05.2013 13:00 Uhr
New York: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon fordert zum heutigen Tag der Pressefreiheit mehr Schutz für Journalisten. Auf der ganzen Welt würden Reporter wegen ihrer Arbeit bedrängt, eingesperrt, gefoltert und auch ermordet, sagte Ban vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen. Viel zu oft werde dies nicht oder nur oberflächlich verfolgt. Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" veröffentlichte eine neue Liste der so genannten "Feinde der Pressefreiheit". Darauf steht erstmals die Muslimbruderschaft in Ägypten. Außerdem werden der syrische Präsident Assad und nun auch die syrische Rebellengruppe Al-Nusra-Front aufgeführt. Daneben befinden sich auf der Liste Russlands Präsident Putin sowie die Staatschefs von Aserbaidschan und Weißrussland.| 03.05.2013 13:00 Uhr
Das Wetter: Meist freundlich, Höchstwerte von 16 Grad in Schwerin bis 19 in Hamburg und Hannover, auf den Inseln kühler. Morgen sonnig, im Tagesverlauf mehr Wolken, 13 bis 20 Grad. Am Sonntag heiter bei 14 bis 19 Grad, an den Küsten 12 Grad.| 03.05.2013 13:00 Uhr