NDR Info Nachrichten vom 03.05.2013:

Polizei erhält auch Passwörter in Pin-Nummern

Berlin: Telekommunikationsunternehmen müssen künftig private Daten ihrer Kunden an die Polizei weitergeben, wenn gegen jemanden ermittelt wird. Der Bundesrat stimmte einer entsprechenden Gesetzesänderung zu. Neben Namen und Adressen erhalten die Sicherheitsbehörden nun auch Passwörter, PIN-Nummern und Internetprotokoll-Adressen. Die Gesetzesänderung tritt am 1. Juli in Kraft. Datenschützer kritisieren die Reform. Sie sehen darin einen Eingriff in die Privatsphäre der Bürger. Der Bundesrat beschloss zudem die Einführung einer Schlichtungsstelle für Flugreisende. Außerdem billigte die Ländervertretung strengere Lärmschutzvorgaben für den Bau von Bahntrassen.| 03.05.2013 12:45 Uhr

EU-Kommission senkt Prognose

Brüssel: Die EU-Kommission hat den Ausblick für das Wirtschaftswachstum in der Eurozone gesenkt. Nach heute veröffentlichten Zahlen wird die Konjunktur im Euroraum in diesem Jahr um 0,4 Prozent sinken, ein stärkeres Minus als bislang vorhergesagt. Im kommenden Jahr erwartet die EU-Kommission ein Wachstum von 1,2 Prozent. Das ist auch etwas weniger als noch im Februar prognostiziert. Wirtschaftskommissar Rehn sagte, angesichts der sich hinziehenden Rezession müsse alles getan werden, um die Krise der Arbeitslosigkeit in Europa zu überwinden. Wachstum und neue Jobs stünden im Mittelpunkt. Viele Euroländer sind oder waren in der Rezession, darunter auch Frankreich. Ökonomen sprechen von einer Rezession, wenn die Wirtschaft in zwei Quartalen hintereinander schrumpft.| 03.05.2013 12:45 Uhr

Verwandten-Affäre im bayerischen Landtag

München: In der Verwandten-Affäre im bayerischen Landtag werden heute weitere Details erwartet. Parlamentspräsidentin Stamm kündigte an, die Namen der Abgeordneten zu veröffentlichen, die nach dem Jahr 2000 noch Verwandte auf Staatskosten als Mitarbeiter beschäftigt haben. Insgesamt geht es um fast 80 Parlamentarier. 17 von ihnen sitzen noch für die CSU im Landtag. Darunter sind auch aktuelle Kabinettsmitglieder, wie Justizministerin Merk oder Landwirtschaftsminister Brunner. Der Generalsekretär der CSU, Dobrindt, kündigte in der "Berliner Zeitung" an, dass seine Partei Konsequenzen aus der Affäre ziehen werde. Die CSU wolle die Regeln verschärfen und solche Vorgänge abstellen, so Dobrindt.| 03.05.2013 12:45 Uhr

Ermittler im Mordfall Bhutto erschossen

Islamabad: In Pakistan ist der Chefermittler im Mordfall der früheren Ministerpräsidentin Benazir Bhutto erschossen worden. Unbekannte feuerten nach Angaben der Polizei auf den zuständigen Staatsanwalt, als dieser sein Haus in Islamabad verließ. Die Oppositionspolitikerin Bhutto war 2007 nach einer Wahlkampfveranstaltung getötet worden. Sie galt als eine scharfe Kritikerin der Islamistengruppen in Pakistan. Die örtlichen Behörden machen die radikal-islamischen Taliban für den Anschlag auf sie verantwortlich.| 03.05.2013 12:45 Uhr

Mordprozess in Braunlage beginnt

Braunschweig: Vor dem Landgericht hat der Prozess um den Tod einer Küsterin begonnen. Die Mutter von zehn Kindern war im Herbst in einer katholischen Kirche in Braunlage erschossen worden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass ihr Mann sie aus Rache tötete. Die Frau hatte zuvor die Scheidung eingereicht. Nach einem missglückten Vergiftungsversuch soll der Mann seiner Frau nach einem Gottesdienst mit einem Gewehr aufgelauert und sie erschossen haben. Einen Antrag des Angeklagten, das Verfahren auszusetzen, lehnte das Gericht ab. Der Mann hatte kurzfristig statt eines Pflichtverteidigers einen Anwalt seiner Wahl haben wollen.| 03.05.2013 12:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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