NDR Info Nachrichtenarchiv
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München: Die bayerische Landtagspräsidentin Stamm will möglichst schnell die Namen der Abgeordneten veröffentlichen, die nach 2000 Verwandte auf Staatskosten beschäftigt haben. Das kündigte Stamm nach Gesprächen mit den Fraktionschefs von CSU und SPD an. Diese sollen jetzt mit den Betroffenen sprechen. Es geht um mehr als 30 Abgeordnete, die meisten von ihnen CSU-Politiker. Unter ihnen sind mindestens sechs Mitglieder der Landesregierung. Unter anderem bestätigten Justizministerin Merk und Landwirtschaftsminister Brunner, Familienmitglieder auf Staatskosten beschäftigt zu haben. Nicht betroffen ist die FDP. Die Landesvorsitzende der Partei, Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger, sagte, sie sei fassungslos angesichts der immer neuen Enthüllungen und der Dimension.| 03.05.2013 01:00 Uhr
Berlin: Bundespräsident Gauck sieht in der Arbeit der Gewerkschaften und der Mitbestimmung im Betrieb einen wesentlichen Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands. Gauck sagte, große Herausforderungen wie globaler Wettbewerb, älter werdende Belegschaften, Weiterbildung und technologischer Wandel könnten nur im Schulterschluss von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gelingen. Gewerkschaftliche Interessenvertretung sei nicht nur ein verbrieftes Recht, sondern auch eine Kultur, die gelernt, eingeübt und akzeptiert sein müsse. Der Bundespräsident äußerte sich während einer DGB-Gedenkveranstaltung zum Sturm der Nationalsozialisten auf die Gewerkschaftshäuser vor 80 Jahren.| 03.05.2013 01:00 Uhr
Frankfurt am Main: Vertreter von Wirtschaft und Politik haben zurückhaltend auf die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank reagiert. Der Geschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Wansleben, nannte den Schritt einen Tribut an die Rezession in Teilen der Eurozone. Es sei aber fraglich, ob die Zinssenkung der Konjunktur helfe. Der haushaltspolitische Sprecher der CDU, Barthle, erklärte, für Deutschland und andere wirtschaftlich stabile Länder sei ein höheres Zinsniveau angemessen. Die Europäische Zentralbank hatte den Leitzins gestern auf einen Rekordstand von 0,5 Prozent gesenkt. Die Währungshüter wollen damit bewirken, dass die Finanzbranche das billige Geld in Form von Krediten weiterreicht. Kehrseite der Niedrigzinspolitik für die Verbraucher ist der geringe Ertrag aus Sparkonten.| 03.05.2013 01:00 Uhr
Washington: Die USA erwägen Waffenlieferungen an syrische Rebellen. Verteidigungsminister Hagel sagte, das sei eine Option. Man prüfe aber in Abstimmung mit internationalen Partnern auch andere Möglichkeiten. Waffenlieferungen an Aufständische in Syrien sind im Westen umstritten, weil befürchtet wird, dass sie in die Hände radikaler Islamisten gelangen könnten. Syrische Oppositionelle berichten unterdessen von einem weiteren Massaker. Regierungstruppen hätten 50 Dorfbewohner getötet. Staatsmedien meldeten dagegen, bei den Toten habe es sich um Terroristen gehandelt.| 03.05.2013 01:00 Uhr
New York: Die Vereinten Nationen wollen mit einer neuen Mission Somalia helfen. Der UN-Sicherheitsrat hat einstimmig eine Resolution für das ostafrikanische Land verabschiedet. Geplant ist die Entsendung von Experten, die die somalische Regierung und die örtlichen Behörden ein Jahr lang unterstützen sollen. Ein Schwerpunkt ist die Vorbereitung von Wahlen. Die UN-Experten sollen auch auf die Einhaltung der Menschenrechte in dem Land achten. Somalia war in den 90er Jahren in Chaos und Bürgerkrieg abgestürzt und blieb mehr als zwei Jahrzehnte ohne funktionierende Regierung. Gestern waren neue UN-Schätzungen bekanntgeworden, nach denen bei Hungersnöten in Somalia zwischen 2010 und 2012 mehr als eine Viertel Million Menschen starben, etwa die Hälfte von ihnen waren kleine Kinder.| 03.05.2013 01:00 Uhr
Annapolis: Maryland hat als 18. Bundesstaat der USA die Todesstrafe abgeschafft. Der demokratische Gouverneur O"Mailley unterzeichnete ein Gesetz, das stattdessen nun lebenslange Haft ohne Begnadigung vorsieht. Sein Büro begründete die Entscheidung damit, dass die Todesstrafe keine abschreckende Wirkung habe. Außerdem bestehe immer die Gefahr einer rassistischen Anwendung oder von Justizirrtümern.| 03.05.2013 01:00 Uhr
Zum Sport: Benfica Lissabon und der FC Chelsea stehen im Endspiel der Fußball-Europa-League. Lissabon bezwang im Halbfinal-Rückspiel Fenerbahce Istanbul mit 3 zu 1. Chelsea gewann gegen den FC Basel ebenfalls mit 3 zu 1. Das Finale findet am 15. Mai in Amsterdam statt.| 03.05.2013 01:00 Uhr
Das Wetter: Es ist bewölkt und meist trocken, nur im südlichen Nordrhein-Westfalen sind einzelne Schauer möglich bei Tiefstwerten von 10 Grad am Niederrhein bis 2 Grad in Nordfriesland. Am Tage zu den Küsten hin sowie im nördlichen Schleswig-Holstein und Vorpommern längere Zeit sonnig und durchweg trocken. Sonst wechselhaft. Höchstwerte 12 Grad am Stettiner Haff bis 19 Grad in Hannover. Die weiteren Aussichten: Am Sonnabend wechselnd bewölkt und gebietsweise Regenschauer, 10 bis 19 Grad. Am Sonntag längere Zeit sonnig und trocken bei 11 bis 20 Grad.| 03.05.2013 01:00 Uhr