NDR Info Nachrichtenarchiv
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Berlin: Außenminister Westerwelle hat das deutsche Interesse an neuen Verhandlungen mit der Schweiz über ein Steuerabkommen betont. Im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF sagte der FDP-Politiker, je länger sich eine flächendeckende Regelung verzögert, desto mehr Steuersünder blieben unentdeckt. Schon jetzt koste die Blockade des Abkommens im Bundesrat den Staat rund zehn Milliarden Euro. Auch die SPD hält neue Gespräche mit der Schweiz grundsätzlich für sinnvoll. Dies hänge jedoch von den konkreten Bedingungen ab, sagte Fraktionsvize Poß auf NDR Info. Steuersünder dürften dadurch etwa nicht anonym bleiben. Das erste Steuerabkommen war am rot-grünen Widerstand im Bundesrat gescheitert. Es sah eine anonyme Nachversteuerung von Geld deutscher Kontoinhaber vor.| 02.05.2013 10:45 Uhr
Washington: Gut zwei Wochen nach dem Terroranschlag auf den Boston-Marathon hat die Polizei drei Verdächtige aus dem Umfeld der mutmaßlichen Attentäter festgenommen. Dabei handelt es sich unter anderem um zwei Studenten aus Kasachstan. Den 19-Jährigen wird vergeworfen, Beweismaterial aus dem Zimmer von einem der mutmaßlichen Bombenleger beiseite geschafft zu haben. Der dritte Verdächtige, ein 19-jähriger US-Amerikaner, soll Falschaussagen gegenüber den Ermittlern gemacht haben. Alle drei wurden bereits dem Haftrichter vorgeführt und verzichteten darauf, auf Kaution freigelassen zu werden. Eine direkte Tatbeteiligung wird ihnen jedoch nicht vorgeworfen. Bei dem Anschlag auf den Boston Marathon waren Mitte April drei Menschen getötet und mehr als 250 verletzt worden.| 02.05.2013 10:45 Uhr
Wilhelmshaven. Im Tarifkonflikt der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie erhöht die IG Metall Küste den Druck auf die Arbeitgeber. In Wilhelmshaven sind für den Mittag zwei Kundgebungen geplant, in Bremen soll es am Abend zu einem Warnstreik kommen. Morgen werden die Arbeitsniederlegungen ausgeweitet, ein Schwerpunkt ist dabei Schleswig-Holstein. Die IG Metall fordert für die Beschäftigten 5,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber haben zuletzt eine Erhöhung von 2,3 Prozent bei einer Laufzeit von 13 Monaten geboten.| 02.05.2013 10:45 Uhr
Mogadischu. Bei der Hungerkatastrophe in Somalia sind neuen Schätzungen zufolge etwa 258.000 Menschen gestorben. Nach der Untersuchung, die internationale Organisationen heute vorstellten, handelte es sich bei mehr als der Hälfte der Toten um Kinder unter fünf Jahren. Die Studie bezieht sich auf den Zeitraum zwischen Oktober 2010 und April 2012. Bislang hatte es noch keine wissenschaftliche Schätzung zu der Hungerkatastrophe gegeben, Hilfsorganisationen sprachen von mehreren Zehntausend Toten. Die Vereinten Nationen hatten im Juli 2011 offiziell die Hungersnot für mehrere Regionen Somalias ausgerufen. Wie andere Staaten am Horn von Afrika, litt das Land unter einer extremen Dürre.| 02.05.2013 10:45 Uhr
Hameln: Nach den tödlichen Schüssen auf den Landrat in Niedersachsen gibt es offenbar Zweifel an der Schuldfähigkeit des mutmaßlichen Täters. In einem früheren Gerichtsverfahren sei dem 74-Jährigen bescheinigt worden, unzurechnungsfähig zu sein, sagte der Direktor des Amtsgerichts Hameln, Seutemann. Nach Angaben der "Deister- und Weserzeitung" litt der Schütze laut Gutachter an einer ausgeprägten Demenz. Der 74-Jährige hatte den Landrat des Kreises Hameln-Pyrmont am vergangenen Freitag in dessen Dienstzimmer erschossen und sich dann selbst getötet. Als Motiv wird die drohende Zwangsräumung seines Hauses vermutet.| 02.05.2013 10:45 Uhr