NDR Info Nachrichten von 11:15 Uhr

Merkel bedauert britischen Austritt

Berlin: Bundeskanzlerin Merkel hat das Ergebnis des britischen EU-Referendums bedauert. In einer Regierungserklärung im Bundestag sagte Merkel, der vergangene Donnerstag sei ein Einschnitt für Europa und den europäischen Einigungsprozess gewesen. Es gelte aber, den Willen des britischen Volkes zu respektieren und nach vorn zu schauen. Mit Blick auf die künftigen Austrittsverhandlungen mit London warb Merkel erneut dafür, die Debatte sachlich und besonnen zu führen. Zugleich bekräftigte sie, dass es vor einem offiziellen britischen Antrag weder formelle noch informelle Gespräche geben werde. Nach der Debatte reist Merkel zum Gipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs nach Brüssel.

Kabinettsbeschlüsse zu Pflege und Teilhabe

Berlin: Ambulante Pflegedienste sollen künftig verschärft von den gesetzlichen Krankenkassen kontrolliert werden, um Betrügereien zu vermeiden. Das Bundeskabinett beschloss einen entsprechenden Gesetzentwurf. Er sieht unter anderem auch eine bessere Beratung für Pflegebedürftige und deren Angehörige in den Kommunen vor. Außerdem billigte die Ministerrunde den Entwurf für das Bundes-Teilhabegesetz. Damit sollen Leistungen für behinderte Menschen stärker gebündelt und deren Integration in den Arbeitsmarkt verbessert werden.

Dramatische Unicef-Prognosen bis 2030

New York: Nach Schätzungen des UN-Kinderhilfswerks Unicef werden 69 Millionen Kinder unter fünf Jahren bis zum Jahr 2030 an weitgehend vermeidbaren Ursachen sterben. Außerdem müsse damit gerechnet werden, dass bis dahin 167 Millionen Kinder in Armut leben, heißt es im aktuellen Unicef-Jahresbericht. Darin sind besonders für das Gebiet südlich der Sahara dramatische Prognosen enthalten. Demnach könnten dort bis 2030 schätzungsweise neun von zehn Kindern von extremer Armut betroffen sein. Außerdem sei zu befürchten, dass dann in der Region auch die Hälfte aller Kinder weltweit leben, die keinen Zugang zu Grundschulunterricht haben.

Umweltminister würdigen Endlagerkommission

Hannover: Niedersachsens Umweltminister Wenzel hat die Einigung auf Empfehlungen für die Suche nach einem Atommüll-Endlagerstandort als großen Erfolg gewertet. Die zuständige Kommission habe trotz kontroverser Interessen der verschiedenen Beteiligten sehr konstruktiv und fair gearbeitet, sagte der Grünen-Politiker. Damit sei der Weg frei für einen Neubeginn bei der Endlagersuche. Auch Wenzels schleswig-holsteinischer Kollege Habeck sagte, im Abschlussbericht der Kommission werde Gesamtverantwortung übernommen anstatt auf Einzelinteressen zu schauen. Auf Grundlage der Empfehlungen sollen Bundestag und Bundesrat die Kriterien jetzt gesetzlich festlegen. Sie sind so formuliert, dass völlig offen ist, in welchem Bundesland hoch radioaktiver Atommüll letztlich gelagert wird.

Daten des Egyptair-Flugschreibers repariert

Paris: Französischen Experten ist es gelungen, Daten des beschädigten Flugschreibers aus der über dem Mittelmeer abgestürzten Egyptair-Maschine wiederherzustellen. Das teilte das Ermittlungsteam unter ägyptischer Führung mit, ohne sich zum Inhalt der Daten zu äußern. Die Experten sollen jetzt auch noch den Stimmenrekorder aus dem Cockpit des Flugzeugs reparieren. Der Airbus A320 war Mitte Mai auf dem Weg von Paris nach Kairo aus bislang ungeklärter Ursache abgestürzt. An Bord waren 66 Menschen. Suchtrupps fanden das Wrack des Flugzeugs erst nach einem Monat im Mittelmeer.

Börse Kompakt

Zur Börse: Der Dax steigt um 2,1 Prozent auf 9.466 . In Tokio schloss der Nikkei-Index um 0,1 Prozent höher bei 15.323. Der Euro wird mit einem Dollar 10 58 gehandelt.

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28.06.2016 11:35 Uhr

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