NDR Info Nachrichten von 01:00 Uhr

Trump kündigt TPP-Abkommen auf

Washington: Der neue US-Präsident Trump hat als eine seiner ersten Amtshandlungen den Ausstieg aus dem Transpazifischen Freihandelsabkommen TPP besiegelt. Trump unterzeichnete ein entsprechendes Dekret. Er setzte damit eines seiner zentralen Wahlkampfversprechen um. Vor Fernsehkameras im Oval Office bezeichnete Trump den Ausstieg aus dem Abkommen als großartige Sache für den amerikanischen Arbeiter. Das TPP-Abkommen war von 12 Pazifik-Anrainerstaaten unterzeichnet worden, aber noch nicht in Kraft getreten. Ex-Präsident Obama hatte damit die Verbindungen zu Asien ausbauen wollen. Trump setzt dagegen auf bilaterale Vereinbarungen, um die heimische Industrie zu stärken.

Syriengespräche in Astana gehen weiter

Astana: In der kasachischen Hauptstadt werden heute die Gespräche über eine Friedenslösung für Syrien fortgesetzt. Im Mittelpunkt steht dabei weiterhin die Frage, wie die brüchige Waffenruhe in dem Bürgerkriegsland stabilisiert werden kann. Die Initiatoren der Konferenz - Russland, die Türkei und der Iran - wollen dazu eine gemeinsame Erklärung vorbereiten. Am ersten Tag der Friedensgespräche hatte es gestern noch keinen Durchbruch gegeben. Vielmehr griffen sich die Vertreter der syrischen Regierung und Opposition scharf an. Am 8. Februar sollen in Genf formelle Friedensverhandlungen beginnen. Die Verständigung auf eine stabile Waffenruhe gilt als Voraussetzung dafür.

Unterhaltsvorschuss-Reform beschlossen

Berlin: Bund und Länder haben sich auf eine Reform des Unterhaltsvorschusses für Alleinerziehende geeinigt. Dieser wird vom Staat gezahlt, wenn der andere Elternteil seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Wie Bundesfamilienministerin Schwesig mitteilte, profitieren künftig deutlich mehr Kinder von der Regelung. So werde der Unterhaltsvorschuss künftig nicht mehr wie bisher für die Dauer von sechs Jahren gezahlt, sondern durchgehend bis zum zwölften Lebensjahr. Auch ältere Kinder von Alleinerziehenden haben demnach künftig unter bestimmten Bedingungen grundsätzlich Anspruch auf die staatliche Leistung. Die Reform soll zum 1. Juli in Kraft treten.

Details zum Terrorverdacht in Wien

Wien: Im Zusammenhang mit der Festnahme eines 17-jährigen Terrorverdächtigen in Österreich sind neue Einzelheiten bekannt geworden. Wie "Focus-Online" berichtet, handelt es sich bei einem der mutmaßlichen Komplizen um den 12-jährigen Jungen, der im November Bombenanschläge auf einen Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen geplant haben soll. Beide hätten über soziale Netzwerke in Kontakt miteinander gestanden, schreibt das Blatt unter Berufung auf Justizkreise. In dem Ludwigshafener Fall ermittelt die Bundesanwaltschaft. Der 12-Jährige soll zweimal erfolgslos versucht haben, einen Sprengsatz zu zünden. Ein weiterer mutmaßlicher Komplize des 17-jährigen Terrorverdächtigen war am Wochenende im nordrhein-westfälischen Neuss verhaftet worden. Laut Staatsanwaltschaft haben die Ermittler bei einer Wohnungsdurchsuchung jedoch keine Hinweise auf einen bald bevorstehenden Anschlag entdeckt.

Proteste gegen Abschiebung von Afghanen

Frankfurt am Main: Am Flughafen der Stadt hat es am Abend eine weitere Sammelabschiebung von etwa 50 Afghanen in ihre Heimat gegeben. Nach Angaben der Flüchtlingsorganisation Pro Asyl hob gegen 21 Uhr ein Flugzeug mit abgelehnten Asylbewerbern in Richtung Kabul ab. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür noch nicht. Am Frankfurter Flughafen versammelten sich knapp 100 Menschen, um gegen die Sammelabschiebung zu protestieren. Sie halten die Sicherheitslage in Afghanistan für zu unsicher. Bei den Abgeschobenen soll es sich vor allem um alleinstehende Männer aus Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen handeln, unter ihnen auch mehrere Straftäter.

Ecclestone als Formel-1-Chef abgesetzt

London: Bernie Ecclestone ist nicht mehr Chef der Formel 1. Der 86-Jährige wurde von seinem Posten als Geschäftsführer abgesetzt. Das teilte der neue Formel-1-Besitzer Liberty Media am späten Abend mit. Ecclestone stand fast vier Jahrzehnte an der Spitze der Formel 1. Als Ehrenpräsident wird der Brite künftig dem Vorstand beratend zur Seite stehen. Neuer Geschäftsführer wird der frühere Fernsehmanager Chase Carey aus den USA.

Nord-West-Wetter

Das Wetter: Es ist stark bewölkt, gebietsweise auch neblig. Örtlich Schneegriesel oder Nieselregen mit Glättegefahr möglich. Tiefstwerte plus 2 bis minus 5 Grad. Am Dienstag meist dicht bewölkt oder neblig-trüb, zeitweilig auch Aufhellungen. Sonnenschein ist im Norden Schleswig-Holsteins und im Ruhrgebiet möglich. Am Morgen noch etwas Schneegriesel sonst meist trocken. Höchstwerte minus 2 Grad im Oberharz, plus 3 Grad am Rhein bis plus 6 Grad in Flensburg. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch bewölkt, teils auch trüb, in NRW und später überall freundlicher, minus 2 bis plus 3 Grad. Am Donnerstag recht viel Sonne, 0 bis 6 Grad.

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24.01.2017 01:05 Uhr

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