NDR Info Nachrichten von 09:45 Uhr

Helfer suchen nach weiteren Erdbebenopfern

Rom: Nach dem schweren Erdbeben in Mittel-Italien suchen die Helfer vor Ort weiter nach Überlebenden. Bisher wurden 247 Menschen tot aus den Trümmern geborgen. Die Zahl der Opfer könnte weiter steigen. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst, unter anderem unter den Resten eines zusammengestürzten Hotels. Das italienische Kabinett berät heute über das weitere Vorgehen. Für die Erdbebenregion soll der Notstand ausgerufen werden. In der Nacht zu gestern hatte in den Regionen Latium, Umbrien und Marken die Erde gebebt. Mehrere Berg-Dörfer wurden zerstört. Tausende Menschen sind obdachlos.

Syrien: türkische Armee verstärkt Offensive

Ankara: Nach der Eroberung des syrischen Grenzortes Dscharablus verstärkt die türkische Armee ihre Offensive in dem Nachbarland. Heute früh drangen zehn weitere Panzer auf syrisches Gebiet vor. Sie wurden von mehreren Krankenwagen und schweren Geschützen begleitet, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Das türkische Militär hatte gestern im Nachbarland eine Großoffensive gegen die Terrorgruppe IS gestartet, unterstützt von syrischen Kämpfern und US-Kampfflugzeugen. Gestern Abend erklärte Präsident Erdogan dann, man habe die Extremisten des IS aus dem Ort Dscharablus vertrieben. Der türkische Militäreinsatz richtet sich allerdings auch gegen kurdische Kämpfer. Ankara will die Ausweitung ihrer Einflussgebiete in Syrien verhindern.

Weil spricht sich für Steuersenungen aus

Hannover: Niedersachsens Ministerpräsident Weil hat angesichts eines Milliarden-Überschusses im Bundeshaushalt niederigere Steuern ins Gespräch gebracht. Der SPD-Politiker rief seine Partei auf, ein eigenes Konzept zu erarbeiten und das Thema nicht der Union zu überlassen. Wenn der Haushaltsüberschuss immer weiter steige, sei es den Bürgern kaum noch zu vermitteln, warum man ihnen nicht etwas davon zurückgegeben könne, sagte Weil der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Gestern war bekannt geworden, dass der Staat in der ersten Jahreshälfte ein Milliardenplus erwirtschaftet hat.

Amtsenthebungsverfahren in Brasilien

Brasilia: Das Amtsenthebungsverfahren gegen die suspendierte Präsidentin Brasiliens, Rousseff, geht heute in die entscheidende Phase. Der Senat kommt zu einer mehrtägigen Sondersitzung zusammen, um die Vorwürfe juristisch zu erörtern. Am Montag wird Rousseff dann selbst Stellung nehmen, bevor einen Tag später endgültig darüber abgestimmt wird, ob die 68-Jährige abgesetzt wird. Rousseff war Anfang Mai vom brasilianischen Parlament für zunächst 180 Tage ihres Amtes enthoben worden. Ihr wird unter anderem vorgeworfen, Haushaltszahlen geschönt und Geld ohne Zustimmung des Kongresses ausgegeben zu haben. Rousseff hält das Vorgehen für einen verdeckten Putsch der Konservativen.

Prozess um Gruppenvergewaltigung in Hamburg

Hamburg: Vor dem Landgericht hat der Prozess um die Vergewaltigung einer 14-jährigen in der Hansestadt begonnen. Angeklagt sind vier junge Männer im Alter zwischen 14 und 21 Jahren. Sie sollen ihr Opfer betrunken gemacht und dann mehrfach vergewaltigt haben. Ebenfalls vor Gericht verantworten muss sich eine 15-jährige. Das Mädchen soll die Taten mit ihrem Smartphone gefilmt haben. Nach der Vergewaltigung sollen drei der Angeklagten ihr Opfer in einem Hinterhof im Hamburger Stadtteil Harburg zurückgelassen haben - leicht bekleidet und besinnungslos bei Temperaturen um den Gefrierpunkt.

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25.08.2016 09:48 Uhr

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