NDR Info Nachrichten von 20:00 Uhr

Natogipfel - Trump pocht auf mehr Geld

Brüssel: US-Präsident Trump hat auf dem Nato-Gipfel unmissverständlich deutlich gemacht, dass er auf höheren Verteidigungsausgaben der europäischen Mitgliedsstaaten besteht. 23 von 28 Nato-Mitgliedern gäben immer noch nicht zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für Verteidigung aus, monierte Trump. Das sei nicht fair gegenüber den Steuerzahlern in den USA, kritisierte er vor den versammelten Staats- und Parteichefs im Nato-Hauptquartier. Die Bündnispartner wollen nun dem US-Präsidenten entgegenkommen mit jährlichen nationalen Ausgabenplänen. Diese Pläne würden Auskunft darüber geben, wie das 2014 vereinbarte Ziel erreicht werden soll, die Verteidigungsausgaben binnen eines Jahrzehnts in Richtung zwei Prozent der jeweiligen Wirtschaftsleistung zu steigern. Ein weiteres Zugeständnis an den US-Präsidenten ist der Beitritt der Nato zur internationalen Koalition gegen die Terrororganisation IS. Trump war am Vormittag mit den Spitzen der EU zusammengekommen. Dabei wurden die unterschiedlichen Ansichten über Klimawandel, Handelspolitik und Russland deutlich.

Manchester - Ermittlungsfortschritte

Manchester: Im Zusammenhang mit dem Selbstmord-Anschlag am Montagabend befinden sich mittlerweile zehn Verdächtige in Polizeigewahrsam. Die Strafverfolgungsbehörden sprechen von bedeutsamen Festnahmen und sehen die Ermittlungen vorankommen. Zuletzt waren heute früh der Vater und ein Bruder des Selbstmordattentäters in Libyen in Gewahrsam genommen worden. Unklar ist, welche Rolle sie bei Planung und Durchführung der Tat gespielt haben könnten. Vier Tage vor dem Anschlag war der Attentäter auf dem Weg nach Manchester auf dem Düsseldorfer Flughafen umgestiegen. Erkenntnisse über Kontakte nach NRW gibt es laut Polizei aber nicht. In Großbritannien gedachten die Menschen am Mittag mit einer Schweigeminute der 22 Toten des Anschlags. Nach jüngsten Angaben werden noch 75 Verletzte stationär in Krankenhäusern behandelt. Die höchste Terrorwarnstufe in Großbritannien gilt weiter.

USA räumen Tod von mehr als 100 Zivilisten ein

Washington: Die USA haben ihre Verantwortung für einen Luftangriff in der irakischen Stadt Mossul eingeräumt, bei dem im März mehr als einhundert Zivilisten getötet worden sind. Der Angriff habe zwei Heckenschützen der Terror-Organisation IS gegolten, die sich in demselben Gebäude wie die Zivilisten aufgehalten hätten, teilte das Verteidigungsministerium in Washington jetzt nach einer Untersuchung mit. Die zwei IS-Terroristen seien getötet worden, doch sei infolge des Luftangriffs eine größere Menge Sprengstoff in dem Gebäude explodiert, so der amerikanische Luftwaffengeneral Isler. Die Truppen der US-geführten Anti-Terror-Koalition hätten nicht gewusst, dass sich Zivilisten in dem Gebäude mit den Heckenschützen aufhielten. Mossul ist die letzte Hochburg der Dschihadisten im Irak.

Papademos bei Anschlag verletzt

Athen: Der frühere griechische Ministerpräsident Papademos ist bei einem Anschlag verletzt worden. Nach Angaben der Polizei erlitt auch sein Fahrer Verletzungen. Wie der staatliche Rundfunk mitteilte, explodierte allem Anschein nach eine Briefbombe in den Händen des Ex-Premiers, als er den Umschlag in seinem Auto öffnete. Papademos soll nicht in Lebensgefahr schweben. Er war langjähriger Chef der griechischen Nationalbank und später Vize-Präsident der EZB. Im Zuge der Schuldenkrise Griechenlands wurde er 2011 zum Regierungschef gewählt und war bis 2012 im Amt.

Karlspreis: Steinmeier würdigt Garton Ash

Aachen: Der britische Historiker und Autor Timothy Garton Ash hat den Internationalen Karlspreis erhalten. Bundespräsident Steinmeier würdigte in seiner Laudatio Garton Ash als leidenschaftlichen Verfechter von Freiheit, Aufklärung und Demokratie. Der Brite habe wie kein anderer Europas Wachsen und Werden in den vergangenen vier Jahrzehnten erforscht und beschrieben. Steinmeier rief das Heimatland des Historikers dazu auf, auch nach dem Brexit eng mit der Europäischen Union verbunden zu bleiben. Nur gemeinsam könne demokratischen Werten Geltung verliehen werden. Mit dem Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen werden seit 1950 Persönlichkeiten und Institutionen ausgezeichnet, die sich um die europäische Einigung verdient gemacht haben.

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Das Wetter: Nachts anfangs klar, später von der Deutschen Bucht her wolkiger, aber weiterhin trocken. 13 bis 9 Grad. Morgen erst noch trüb, dann Auflockerungen und Sonnenschein. 17 Grad an der See und bis 26 Grad im Emsland. Am Sonnabend sonnig und trocken bei 26 bis 31 Grad.

NDR Info Nachrichten

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25.05.2017 19:04 Uhr

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Nachrichten für Kinder

Die Nachrichten der Woche für Kinder

20.05.2017 11:40 Uhr

Die Themen der NDR Info Kindernachrichten: Wieder Wirbel um Trump | Allein auf der Flucht | Suche nach Regierungsmehrheiten | Lehrer dürfen Schülern im Unterricht das Handy wegnehmen. mehr

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Kindernachrichten in Gebärdensprache

13.05.2017 11:40 Uhr

Die Kindernachrichten von NDR Info gibt es auch in Gebärdensprache. Kinder der Hamburger Elbschule übersetzen "Was diese Woche wichtig war". mehr