NDR Info Nachrichten von 10:15 Uhr

G7-Gipfel berät über Weltwirtschaft

Ise-Shima: Zum Auftakt ihres Gipfeltreffens haben die Staats- und Regierungschefs der G7-Länder über die aktuellen Gefahren für die Weltwirtschaft beraten. Die globale Konjunktur wird unter anderem vom niedrigen Ölpreis und dem schwächelnden Wirtschaftswachstum in Schwellenländern wie China belastet. Auf dem Programm des ersten Tages stehen außerdem internationale Krisen in Asien und anderen Regionen wie der Krieg in Syrien. EU-Ratspräsident Tusk, der ebenfalls an dem Gipfel teilnimmt, rief die G7-Staaten in diesem Zusammenhang auf, mehr Geld für die Bewältigung der Flüchtlingskrise auszugeben. Vor den Beratungen hatte Japans Ministerpräsident Abe als Gastgeber die Gipfelteilnehmer an einem der heiligsten Schreine des Landes in Ise-Shima begrüßt.

Ärzte kritisieren Asyl-Änderungen

Hamburg: Der Deutsche Ärztetag hat jüngste Änderungen im Asylrecht kritisiert. Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit werde durch das kürzlich beschlossene Asylpaket II verletzt, heißt es in einer Erklärung. Die Delegierten bemängeln, dass als Abschiebungshindernis nur noch lebensbedrohliche oder schwerwiegende Erkrankungen gelten, die sich durch eine Abschiebung wesentlich verschlechtern würden. Die Mediziner halten es für unrealistisch, innerhalb einer Woche eine sorgfältige Untersuchung und Begutachtung vorzunehmen. Weiterhin forderte der Ärztetag Länder und Kommunen auf, die finanzielle und personelle Ausstattung des öffentlichen Gesundheitsdienstes zu stärken.

Proteste gegen französische Regierungspläne

Paris: Die Gewerkschaften in Frankreich verstärken ihren Widerstand gegen die von der Regierung geplante Arbeitsmarktreform. Für heute haben sie zu einem nationalen Aktionstag mit Streiks und Demonstrationen aufgerufen. Die schon länger anhaltenden Blockaden von Raffinerien sollen weitergehen. Nach Angaben der Gewerkschaft CGT werden seit gestern Abend auch Atomkraftwerke bestreikt. Die Stromproduktion werde heruntergefahren; die Meiler sollten jedoch weiter in Betrieb bleiben, hieß es. Auch Beschäftigte an konventionellen Kraftwerken und Fluglotsen wollen die Arbeit niederlegen. Die Regierung in Paris verspricht sich von den Reformen mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt und damit eine Belebung des Wirtschaftswachstums. Kritiker befürchten, dass die Rechte der Beschäftigten zu sehr eingeschränkt werden.

Steinmeier beginnt Baltikum-Reise

Berlin: Bundesaußenminister Steinmeier reist heute zu einem zweitägigen Besuch ins Baltikum. Erste Station ist die litauische Hauptstadt Vilnius. Anschließend wird er in Lettland und Estland erwartet. Bei den Gesprächen geht es vor allem darum, den bevorstehenden Nato-Gipfel vorzubereiten. Angesichts des Ukraine-Konflikts fühlen sich die drei baltischen Länder von Russland bedroht. Estlands Ministerpräsident Roivas sprach sich in der Zeitung "Die Welt" dafür aus, dauerhaft NATO-Truppen im Baltikum zu stationieren.

Stuttgart 21-Gegner klagen gegen Kanzleramt

Berlin: Das Verwaltungsgericht der Hauptstadt verhandelt heute über eine Klage von Gegnern des Bahnprojekts Stuttgart 21. Sie verlangen vom Bundeskanzleramt die Herausgabe ungeschwärzter Protokolle vertraulicher Sitzungen aus den Jahren 2012 und 2013. Die Kläger wollen belegen, dass das Kanzleramt trotz starker Kostensteigerungen darauf beharrte, den Tiefbahnhof weiterzubauen. Wann das Gericht über eine Herausgabe der Akten entscheidet, ist nicht bekannt.

Börse Kompakt

Zur Börse: Der Dax steigt um 0,4 Prozent auf 10.250. In Tokio schloss der Nikkei-Index um 0,1 Prozent höher bei 16.773. Der Euro wird mit einem Dollar 11 77 gehandelt.

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26.05.2016 10:35 Uhr

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