Stand: 25.09.2017 11:00 Uhr

Die Diakonie im Norden

Hilfe für Kinder und Familien in Not - das ist das Ziel von "Hand in Hand für Norddeutschland". In diesem Jahr ist die Diakonie Partner der Benefizaktion. Zur Diakonie im Norden gehören mehr als 6.000 Einrichtungen in nahezu allen Kommunen. Diese begleiten, beraten oder betreuen Menschen in verschiedenen familiären und sozialen Situationen oder Notlagen. Dazu gehören beispielsweise Alten- und Pflegeheime, Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Beratungszentren, Seelsorge, Hilfsangebote für Flüchtlinge oder Frauenhäuser. Mehr als 800 Einrichtungen der Diakonie kümmern sich um Hilfe und Begleitung für Kinder, Jugendliche oder Familien.

Seit wann gibt es die Diakonie?

1833 gründete der Hamburger Theologe Johann Hinrich Wichern das Rauhe Haus, eine Einrichtung für Kinder und Jugendliche in Not. Hier sollten Kinder in familienähnlichen Verhältnissen aufwachsen. Seine Idee wurde zu einem Vorbild moderner Jugendfürsorge und schuf die Grundlage für die Diakonische Arbeit in ganz Deutschland. Mit Beginn der Deutschen Revolution im Jahre 1848 nahmen Armut und soziale Not infolge von wachsender Bevölkerung, beginnender Industrialisierung, Landflucht und gescheiterten Reformen rasant zu. Diese Zustände führten 1849 zur Gründung des "Centralausschuss für die Innere Mission der deutschen evangelischen Kirche", dem Vorläufer des heutigen Diakonischen Werkes.

Hintergründe

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Wie finanziert sich die Arbeit der Diakonie für Kinder, Jugendliche und Familien?

Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien finanzieren sich ganz unterschiedlich: Zum einen aus staatlichen Geldern auf Grundlage der Sozialgesetzbücher (hier im Besonderen SGB VIII), Zuwendungen der Länder und Kommunen, Fördermittel der Europäischen Union (EU), zum anderen aus Soziallotterien wie Aktion Mensch oder Glückspirale, Spenden und Zuwendungen aus Stiftungen sowie aus Kirchensteuern. Der Großteil der Hilfsangebote für Kinder braucht zusätzliche Mittel, viele offene Betreuungsangebote sind ohne Spenden nicht möglich.

Durch Spenden finanziert die Diakonie zum Beispiel Gruppen für Kinder drogenabhängiger Familien oder psychisch kranker Eltern, sie lädt an Schulen zu Deeskalationstrainings ein, legt Projekte mit kostenlosem Mittagessen auf, übernimmt Kosten für Dolmetscher in der Erziehungsberatung, vermittelt Patenschaften, unterstützt Alleinerziehende und betreibt Familienzentren. Das gespendete Geld aus der Benefizaktion "Hand in Hand für Norddeutschland" kommt diesen Hilfsprojekten zu 100 Prozent zugute. Die Diakonischen Werke tragen die Kosten für Verwaltung und Organisation aus Eigenmitteln.

Ehrenamtliches Engagement

Kinder und Familien in Not brauchen nicht nur finanzielle Hilfen, viele Projekte wären ohne Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren und ihre Zeit schenken, nicht möglich. Zu diesen gehören beispielsweise die Hausaufgaben- oder Freizeitbetreuung von Kindern und Jugendlichen, die Arbeit in Kleiderkammern, Sorgentelefone für Mütter mit Beratungsbedarf, die mobile Bahnhofsmission, die Kinder auf Reisen begleitet oder eine Mentorenschaft für Jugendliche auf dem Weg in das erwachsene Leben. Auf die Herausforderungen dieser Arbeit werden die Ehrenamtlichen in Schulungen und Fortbildungen vorbereitet, die sich auch über Spenden finanzieren.

Weitere Informationen

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Hier können Sie jederzeit spenden!

"Hand in Hand für Norddeutschland": Helfen Sie mit Ihrer Spende Kindern und Familien in Not. Alle Informationen zum Spendenkonto finden Sie hier. mehr

Dieses Thema im Programm:

15.12.2017 | 20:15 Uhr