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Erinnerungen an die Sturmflut im Alten Land

von Kirsten Ranf

Überschwemmte Bänke an der Elbe im Hamburger Stadtteil Blankenese © dpa Fotograf: Bodo Marks, dpa Detailansicht des Bildes Auch heute führt die Elbe bei bestimmten Wetterverhältnissen so viel Wasser, dass ihre Umgebung überschwemmt wird. Nicht nur die Deiche an der Küste brachen bei der großen Sturmflut am 16. Februar 1962. Auch viele Fluss-Deiche hielten den Wassermassen nicht stand. Hallo Niedersachsen Reporterin Kirsten Ranf hat ein Ehepaar im Alten Land besucht, das direkt am Deich wohnt und dort vor 50 Jahren das Geschehen hautnah miterlebt hat.

Als die Flut ins Alte Land kam

"Am Deich lagen die toten Tiere, die Elbe kochte" - Hanne und Hans-Heinrich wohnen am Deich im Alten Land und erinnern sich an die Flutkatastrophe vor 1962.

"Die toten Tiere lagen alle am Deich"

Die Bilder, die Hans-Heinrich Völkers in den Projektor einlegt, gehen ihm nicht mehr aus dem Kopf. Sie sind heute, am 17. Februar, auf den Tag genau 50 Jahre alt. Damals war der Obstbauer aus dem Alten Land als Helfer bei der Feuerwehr im Einsatz. Auf dem Deich hatte er seine Kamera dabei, um die Ereignisse der Fluttage festzuhalten: "Dass war ein großer Deichbruch, das kann man wohl sagen. Die toten Tiere lagen alle am Deich. Wir sind verschont geblieben und können dankbar sein." Beim Ansehen der alten Bilder aus den Tagen im Februar werden bei dem Ehepaar viele Erinnerungen wach. Seit der Flut vor 50 Jahren ist der Deich vor ihrer Haustür in Twielenfleth zweimal erweitert worden. Trotzdem haben manche Angst vor einem erneuten Deich-Durchbruch. Bei den täglichen Spaziergängen am Wasser ist der Boden unter den Füßen längst wieder fest. Anders als vor einem halben Jahrhundert: "Wir hatten ja alle Gummistiefel an. Der ganze Deich war aufgeweicht, das war sehr wabbelig."

Weitere Informationen
Karin (Mitte) und Adolf-Erich Tippach (rechts)
 

Zeitzeugen erinnern sich an die Sturmflut

Auf Dächern auf Hilfe wartend, vom Wasser in der Wohnung eingeschlossen oder als Helfer im Einsatz: Zeitzeugen schildern, wie sie die Sturmflut 1962 erlebt haben. mehr

Glockenläuten als Symbol der Verbundenheit

Den Abend des denkwürdigen Tages verbringt das Ehepaar Völkers nicht allein. Bei dem Gottesdienst in Mittelnkirchen gedenken sie gemeinsam mit vielen weiteren Betroffen des Fluttages. Damit drücken sie ihre Verbundenheit aus. Im ganzen Elberaum läuten zur gleichen Zeit die Glocken. Stille Einkehr und viele Erinnerungen an diesen Tag bleiben Hanna und Hans-Heinrich Völkers im Gedächtis - und der große Respekt vor den Naturgewalten, die die Menschen nicht kontrollieren konnten.

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Sturmflut 1962
Foto zeigt die Schäden der Flut von 1962. © NDR Fotograf: Screenshot
 
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