Ein Bild von einem Schiff: Die "Alexander von Humboldt" mit ihren leuchtend grünen Segeln. Im Herbst 2011 wurde das Schulschiff außer Dienst gestellt.
Statt dessen heißt es jetzt: Ahoi, "Alex II"! Das Nachfolgeschiff ist der erste Großsegler seit Jahrzehnten, der in Deutschland gebaut wurde.
Mit ihren rostroten Segeln und dem schwarzen Rumpf sieht die "Eye of the Wind" immer ein wenig verwegen aus - das machte sie zur idealen Besetzung in mehreren Kinofilmen. 2011 feierte die betagte Lady ihren 100. Geburtstag.
Sehr elegant und ganz in Weiß präsentiert sich das norwegische Schulschiff "Christian Radich".
Besonders schön ist die Galionsfigur der "Christian Radich" mit ihrem goldenen Haar und dem leuchtend blauen Kleid.
Auch die russische "Kruzenstern" - früher "Padua" - war ursprünglich weiß gestrichen. Den charakteristischen schwarz-weißen Rumpf mit den angedeuteten Geschützklappen erhielt sie erst bei Modernisierungsarbeiten von 1968 bis 1972.
Ebenfalls unter russischer Flagge fährt das Schulschiff "Sedov". Die 1921 gebaute Viermastbark ist der größte Traditionssegler der Welt.
Wer hier in den Mastbaum steigt, muss schwindelfrei sein: 58 Meter hoch ragt der höchste Mast in den Himmel.
Keine imposanten Segel, dafür eine uralte Dampfmaschine bietet der Raddampfer "Kaiser Wilhelm". Schon seit 1899 ist das einstige Linienschiff auf Weser und Elbe unermüdlich im Dienst.
Seit 1911 im Einsatz ist der Dampfeisbrecher "Elbe". Damit ist er Deutschlands ältester betriebsbereiter Flusseisbrecher.
Nicht ganz so alt, dafür eine ganze Nummer größer ist der Dampfeisbrecher "Stettin", der von 1933 bis 1981 die Häfen und Wasserwege der Ost- und Nordsee eisfrei hielt. Heute ist die "Stettin" das größte kohlebefeuerte seegehende Dampfschiff der Welt.
Damals wie heute ist dies nur dank unermüdlich ackernder Heizer möglich. Bis zu 1.500 Kilogramm Kohle verfeuern sie per Hand pro Stunde, um die zwei riesigen Kessel unter Dampf zu halten - eine schweißtreibende Angelegenheit.
Von einer jüngeren Epoche der Seefahrt zeugt der Stückgutfrachter "Cap San Diego". Mit dem Siegeszug der Containerschifffahrt verloren Frachter dieser Art an wirtschaftlicher Bedeutung. Heute liegt die "Cap San Diego" als Museumsschiff im Hamburger Hafen.
Dagegen kreuzt die "Thor Heyerdahl" weiterhin unermüdlich über die Weltmeere. Schüler der 10. Klasse können sich mit dem Segelschiff auf eine sechsmonatige Abenteuerreise in die Karibik begeben.
Doch auch, wer lieber zuschaut, als selbst mitzusegeln, kann sich freuen:
Auf Hafenfesten und Großseglerteffen sind viele dieser schönen Schiffe - hier die "Sedov" - regelmäßig zu Gast.