Zwei Wahrzeichen des Ostseebads Travemünde auf einen Blick: das Maritim Hotel und die Viermastbark "Passat".
Das Schwesterschiff "Pamir" war 1957 in einem Orkan gesunken, 80 Besatzungsmitgliederkamen ums Leben. Nur wenige Wochen später entging die "Passat" nur knapp einer Katastrophe. Daraufhin wurde das Schiff außer Dienst gestellt.
Schwarz-weiß-rot: Wie alle Flying-P-Liner ist auch die "Passat" in den Farben des früheren Eigners, der Hamburger Reederei F. Laeisz, gestrichen.
1959 übernahm die Hansestadt Lübeck die Viermastbark. Wenig später ging sie am Priwallufer endgültig vor Anker.
Seither besitzt das Schiff keine Segel mehr. Sie wurden 1959 verkauft.
Für das Schiff bedeutete das nicht das Ende, sondern einen neuen Anfang: Über die Jahre wurde die "Passat" zu einer der größten Touristenattraktionen.
Rund 42.000 Menschen besuchen das Schiff jedes Jahr. Außerdem dient es als Jugendherberge und Veranstaltungsort.
Obwohl man mit der "Passat" nicht mehr über die Meere segeln kann, lässt sich ein Hafen zuverlässig mit ihr ansteuern: der Hafen der Ehe. Regelmäßig finden an Bord Trauungen statt.
2004 bekam die "Passat" ein wenig Gesellschaft: "Fiete, der Seemann" bezog auf einem Dalben neben dem Großsegler seinen Stammplatz. Die vier Meter große Holzskulptur stanmt von Claus Görtz.
2011 feiert das legendäre Segelschiff seinen 100. Geburtstag. Alles Gute, Viermastbark "Passat" - oder, in Seglersprache: Mast- und Schotbruch!