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Das Segelschulschiff Gorch Fock liegt in Kiel an der Tirpitzmole. © dpa
 

"Gorch Fock" - Schulschiff und Botschafterin

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Hintergrund

Die "Gorch Fock" - ein imposantes Ausbildungsschiff

Das Segelschulschiff "Gorch Fock" © Bundeswehr / PIZ Mit ihren 23 Segeln hat die "Gorch Fock" rund 2.000 Quadratmeter Fläche. Bis Ende 2001 war sie in Deutschland durch endlos viel Hände gegangen, dann verschwand sie in der Versenkung - zum Glück nur bildlich gesehen. Millionenfach zierte die "Gorch Fock" seit 1963 eine Seite des Zehn-Mark-Scheins und wurde auf diesem Wege auch Landratten und Binnenländern ein Begriff. Dann kam der Euro. Weitaus mehr Eindruck als im zerknitterten Zustand macht das stolze Segelschulschiff der Deutschen Marine jedoch nach wie vor als Original: Mit ihren 23 Segeln, ihrer Gesamtlänge von fast 90 Metern und den drei imposanten Masten ist die Bark nicht nur beim Hamburger Hafengeburtstag oder in ihrem Heimathafen bei der Kieler Woche, sondern auf allen Weltmeeren und in allen Häfen dieser Erde gern gesehen. Rund 300 Tonnen Eisenballast im Rumpf geben dem Schiff auf hoher See Stabilität - theoretisch bis 90 Grad Krängung.

Ausbildungsschiff und Botschafterin auf See

Kadetten beim Segeltraining auf der "Gorch Fock" © dpa Harte Arbeit: Kadetten beim Segeltraining auf der "Gorch Fock" Große Bedeutung hat der "Weiße Schwan der Ostsee" für die Marine in mehrfacher Hinsicht: Zum einen ist das Schiff Ausbildungsplatz für alle Offizier- und Unteroffizieranwärter. Bisher haben mehr als 14.500 angehende Offiziere und Unteroffiziere ihr seemännisches Rüstzeug auf der "Gorch Fock" erhalten. Zum anderen ist die Dreimastbark mit ihren bis zu 223 Mann Besatzung Botschafterin Deutschlands für Frieden und Verständigung - wie zum Beispiel 1974, als die "Gorch Fock" als erster Truppenteil der Bundeswehr nach dem Zweiten Weltkrieg in Polen zu Gast war oder 1976 bei der 200-Jahr-Feier der amerikanischen Unabhängigkeit in New York.

Die Zeiten sind moderner geworden

Seit der ersten Ausbildungsfahrt der "Gorch Fock" 1959 hat sich an Bord des Schiffes einiges verändert. Die technische Ausstattung ist immer wieder auf den neuesten Stand gebracht worden, die hygienischen Bedingungen sind immer besser geworden und seit 1989 gehören auch Frauen zur Besatzung. Von Komfort kann dennoch keine Rede sein. Privatsphäre gibt es an Bord des 89 Meter langen Schiffes kaum. In den zwölf Quadratmeter großen Schlafsälen nächtigen 30 Personen in Hängematten über- und nebeneinander. Wer seekrank wird, muss sehen, wie er zurecht kommt. Eine Ausbildungsfahrt auf der "Gorch Fock" ist eben kein Urlaubstrip unter der tropischen Sonne. Extreme Bedingungen etwa, wie Sturm und hohe Wellen, gehören genauso dazu wie lange Nachtwachen an Deck oder anstrengende Übungen.

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Das Schiff in Bildern
Robert Ott von der Insel Hiddensee beweist mit diesem Foto erneut, wie handwerklich ausgereift er seine Objekte in Szene setzen kann. Diesmal die Gorch Fock in Stralsund. © NDR Fotograf: Robert Ott Hiddensee
 
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