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Geschichte
Die Deckpromenade des Dampfers "Maria Theresia" aus der Bremer Reederei Norddeutscher Lloyd, um 1890/1900 © dpa/ picture-alliance
 

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Hamburger Wahrzeichen: Die "Cap San Diego"

Ihr eleganter weiß-roter Korpus prägt das Hamburger Hafenpanorama wie kaum ein anderes Schiff: Seit Ende der 1980er-Jahre liegt die "Cap San Diego" an der Überseebrücke und hat sich seither zu einem Wahrzeichen der Hansestadt entwickelt.

Das heutige Museumsschiff ist eine waschechte Hamburgerin: Im Auftrag der Reederei Hamburg Süd wird der Stückgutfrachter in der Deutschen Werft gebaut und läuft am 15. Dezember 1961 in Hamburg-Finkenwerder vom Stapel. Die "Cap San Diego" ist das letzte Schiff einer Baureihe von Stückgutfrachtern für den Südamerikahandel, die wegen ihrer Namen als "Cap San-Klasse" und wegen ihrer eleganten Form auch als "Weiße Schwäne des Südatlantiks" bezeichnet werden.

Transport von Kaffee, Ölen und Transatlantikpassagieren

Zum Be- und Entladen der Fracht ist das Schiff mit insgesamt sechzehn Ladebäumen, zwei Bordkränen und einem Schwergutbaum ausgestattet. Es besitzt fünf Laderäume, zwei davon sind Kühlladeräume. Später kommen zwei weitere kleinere Kühlladeräume hinzu. Außerdem gibt es sechs beheizbare Ladetanks zum Transport von Süßölen wie beispielweise Palmöl. Aus Südamerika transportiert die "Cap San Diego" unter anderem Kaffee, Kakao, Rindfleisch und Textilien nach Hamburg.

Auch Passagiere nimmt der Frachter mit an Bord - in den 60er- und 70er-Jahren sind Interkontinentalflüge noch keine Selbstverständlichkeit. Bis zu zwölf Gäste können den für Frachtschiffe ungewöhnlichen Luxus an Bord genießen - von klimatisierten Kabinen über einen separaten Speisesaal bis zum Schwimmbad mit Poolbar an Deck.

Aus "Cap San Diego" wird "Sangria"

Schiffsdaten der Cap San Diego

Baujahr: 1961
Schiffstyp: Stückgutfrachter
Gesamtlänge: 159,40 Meter
Größte Breite: 21,47 Meter
Schiffseigengewicht: 6.700 Tonnen
Tragfähigkeit: 10.700 Tonnen
Besatzung: 35 Mann bei 12 Passagieren
Hauptmaschine: 11.650 PS Zweitakt-Motor mit 9 Zylindern
Werft: Deutsche Werft Hamburg
Nation: Deutschland
Heimathafen: Hamburg
Eigner: Stiftung Hamburger Admiralität

Von 1962 bis 1981 verkehrt der Frachter regelmäßig zwischen Europa und Südamerika. Mit dem Siegeszug der Containerschifffahrt in den 1980er-Jahren verlieren die Stückgutfrachter jedoch an Bedeutung - das bekommt auch die "Cap San Diego" zu spüren. 1981 wird das Schiff an eine spanische Reederei verkauft und fährt zunächst unter panamesischer Flagge, später als "Sangria" unter der Flagge der Karibikinseln St. Vincent & Grenadine.

Kurz vor seiner Verschrottung im August 1986 kauft die Stadt Hamburg das heruntergekommene Schiff. Teile der Aufbauten und das Ladegeschirr sind beschädigt und das Schiffsinventar unvollständig. Die Stadt lässt den Frachter generalüberholen und zum Museumsschiff umbauen.

Größtes fahrtüchtiges Museumsfrachtschiff der Welt

Heute ist die "Cap San Diego" das größte zivile fahrtüchtige Museumsschiff der Welt und hat einen ständigen Liegeplatz an der Überseebrücke.

Besucher können das Schiff vom Maschinenraum bis zur Kommandobrücke besichtigen und erhalten dabei interessante Einblicke in die Frachtschifffahrt. Mindestens einmal im Jahr läuft der alte Frachter außerdem zur Gästefahrt nach Cuxhaven aus. Regelmäßig finden auf der "Cap San Diego" auch Sonderausstellungen und Lesungen zu maritimen Themen statt. Ein besonderes Erlebnis ist eine Übernachtung an Bord in einer der Einzel- und Doppelkabinen oder in dem geräumigen Kapitänssalon. In den Übernachtungspreisen von 76 bis 125 Euro sind ein toller Blick auf den Hafen und die Elbe ebenso inbegriffen wie die sanft schaukelnden Wellen zum Einschlafen.

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Service

Das Museumsschiff

Liegeplatz:
Überseebrücke (zwischen den U-Bahnstationen Landungsvrücken und Baumwall)

Öffnungszeiten
:
Täglich 10 bis 18 Uhr
Heiligabend geschlossen

Eintrittspreise:
Erwachsene 7 Euro
ermäßigt 4 Euro
Kinder 2,50 Euro

Links

Infos zu Fahrten, Ausstellungen und Veranstaltungen auf der Website des Museumsschiffes.

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Überblick
Die Viermastbark Sedov © Stema Service Fotograf: Vallery Vasilivsky
 

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