Holocaust - Das beispiellose Verbrechen
Mehr als sechs Millionen Juden wurden während der NS-Zeit ermordet. mehr
2002 schufen Auszubildende aus Husum diese Stahlskulptur, die an das Schicksal der KZ-Häftlinge in Ladelund erinnert.
Bereits seit 1950 leistet die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund Erinnerungs- und Versöhnungsarbeit. Eine Dauerausstellung erinnert an das Schicksal der über 2.000 Männer und Jungen, die hier Ende 1944 inhaftiert waren. Ladelund war ein Außenlager des KZ Neuengamme bei Hamburg. Die Häftlinge waren aus Neuengamme und Husum-Schleswig zur Zwangsarbeit nach Ladelund gebracht worden, um mit einfachsten Mitteln Panzergräben für den sogenannten Friesenwall, eine geplante Befestigungslinie entlang der gesamten Nordseeküste, auszuheben.
Die Lebensbedingungen der Häftlinge waren verheerend. Das Lager war 1938 als Reichsarbeitsdienstlagers errichtet worden und für 200 bis 250 Menschen ausgelegt. Vom 1. November 1944 an bis zur Auflösung des Lagers nur sechs Wochen später am 16. Dezember 1944 waren mehr als 2.000 Menschen auf engstem Raum zusammengepfercht. Die Lebensbedingungen waren katastrophal. Über 300 Häftlinge starben an Unterernährung, Kälte, Erschöpfung, Krankheiten, Misshandlungen.
Die KZ Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund ist die älteste KZ Gedenkstätte Schleswig-Holsteins und eine der ältesten in Deutschland. Nachweislich bereits Ende der 40er-Jahre und offiziell seit 1950 wird hier der Opfer des KZ-Außenkommandos Ladelund gedacht. Bereits im August 1946 fand an den Gräbern der Ladelunder KZ-Opfer die erste öffentliche Gedenkfeier statt, an der auch ehemalige Häftlinge beteiligt waren.
Die Dauerausstellung ist Dienstag bis Freitag von 10.00 bis 16.00 Uhr und Sonnabend und Sonntag von 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.