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Weggefährte
Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt. © picture alliance / dpa Fotograf: Christian Charisius
 

Kühler Kopf und kompetenter Krisenmanager

In schwierigen Zeiten erlangte Helmut Schmidt großes Ansehen. mehr

Nobelpreisträger
Montage Max Planck und Licht in Spektralfarben zerlegt © Lichtbrechung: picture-alliance / OKAPIA KG, Germany, Fotopgraf: Karl Gottfried Vock
 

Norddeutsche Nobelpreisträger

Einige prominente Preisträger im Porträt. mehr

Geschichte
Mustin © Bundespolizei Ratzeburg Fotograf: Sigurd Müller
 

Trabis, Tränen, Partystimmung

Nach dem 9. November 1989 überschlugen sich die Ereignisse. mehr

 

Willy Brandt - Kanzler und Weltbürger

von Nils Zurawski
Willy Brandt schüttelt die Hand des CDU-Vorsitzenden Rainer Barzel. © picture-alliance/ dpa Fotograf: Egon Steiner Sichtlich bewegt nimmt Bundeskanzler Willy Brandt (r.) am 20. Oktober1971 im Deutschen Bundestag in Bonn die Glückwünsche des CDU-Vorsitzenden Rainer Barzel zum Friedensnobelpreis entgegen.

Regierender Bürgermeister von Berlin während der Berlinkrise, Bundeskanzler mit tragischem Ende, Friedensnobelpreisträger, Widerstandskämpfer im Dritten Reich, Exilant, Journalist, Berichterstatter bei den Nürnberger Prozessen, Träger zahlreicher Ehrungen und Orden, Sozialdemokrat, Visionär und Weltbürger - über Willy Brandt sind bereits zu Lebzeiten zahlreiche Biographien sowie wissenschaftliche und journalistische Würdigungen und Analysen geschrieben worden.

Wegweisend für die Politik der Bundesrepublik

Obwohl Brandts Zeit als Bundeskanzler von seinem durch die Spionageaffäre Guillaume hervorgerufenen Rücktritt überschattet wird, gilt seine Politik auch heute noch als wegweisend für die alte Bundesrepublik, wie sie bis 1990 bestanden hat. Dass er zwei Jahre vor seinem Tod im Oktober 1992 die Wiedervereinigung noch miterleben darf, ist indirekt auch seiner als Bundeskanzler verfolgten Politik des "Wandels durch Annäherung" geschuldet.

Willy-Brandt-Skulptur des Künstlers Rainer Fetting vor der SPD-Zentrale in Berlin. © picture-alliance / HB-Verlag Fotograf: Marin Specht Detailansicht des Bildes Eine prägende Gestalt: In der SPD-Zentrale in Berlin erinnert eine Skulptur des Künstlers Rainer Fetting an Brandt. Seine politische Bedeutung über seine Kanzlerschaft hinaus wird vorbehaltlos über Parteigrenzen und auch im Ausland anerkannt. Das war in seiner langen politischen Laufbahn nicht immer der Fall, denn der Sohn der Hansestadt Lübeck musste immer wieder Schmähungen und Kränkungen von Parteifreunden und politischen Gegnern einstecken. Wie bei vielen Politikern dieser Zeit, insbesondere sozialdemokratischen, spiegelt sein politischer und persönlicher Lebensweg die schwierige und rastlose Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert wider.

Kindheit im sozialdemokratischen Elternhaus

Willy Brandt wird am 18. Dezember 1913 in Lübeck unter dem Namen Herbert Ernst Karl Frahm als uneheliches Kind in einen sozialdemokratischen Haushalt hineingeboren. Seinen Vater hat er nicht gekannt. Er wächst weitgehend bei seinem Großvater mütterlicherseits auf. Bereits als Jugendlicher schließt er sich der sozialistischen Jugendbewegung an. Mit 16 tritt er der SPD bei, wechselt allerdings bald zur Linksabspaltung der SPD, der Sozialistischen Arbeiterpartei, weil ihm die SPD zu kompromissbereit erscheint.

Audiobeiträge

Willy Brandt - zu seinem 20. Todestag

08.10.2012 | 09:34 Uhr
NDR Info

Vor genau 20 Jahren starb Willy Brandt, der große alte Mann der SPD. So charismatisch wie unnahbar - politisch aber hat Brandt eine ganze Ära mitgeprägt.

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Kurz nach der Machtergreifung der NSDAP geht er aus politischen Gründen ins Exil nach Norwegen - schon unter dem Namen Willy Brandt, den er mit Hilfe gefälschter Papiere annimmt. Das Dritte Reich überlebt er in Norwegen und, nach dessen Eroberung durch die Deutschen, in Schweden. Während dieser Zeit fährt er 1937 nach Spanien, um auf republikanischer Seite über den Bürgerkrieg zu berichten. Seine zahlreichen Reisen in unterschiedliche europäische Länder dienen ihm dazu, den Kontakt zu sozialdemokratischen Exilgruppen zu halten. Auch in Deutschland verbringt er 1936 ein Studienjahr - unter dem Namen Gunnar Gaasland.

Seinen Lebensunterhalt im norwegisch-schwedischem Exil verdient er sich hauptsächlich als Journalist. Brandts politische Aktivitäten begründen viele Freundschaften, an die er nach dem Krieg wieder anknüpfen kann und die ihm den Ruf eines Weltbürgers einbringen sollen.

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/geschichte/koepfe/willybrandt100.html
Besondere Ereignisse
Willy Brandt und Robert F. Kennedy blicken bei dessen Besuch in West-Berlin 1962 über die Berliner Mauer. © picture-alliance / dpa
 
Audio

Bau der Berliner Mauer 1961

Ansprache von Willy Brandt auf einer Kundgebung vor dem Schöneberger Rathaus.

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Deutsch-sowjetischer Vertrag

Erklärung von Willy Brandt anlässlich der Unterzeichnung des deutsch-sowjetischen Vertrages in Moskau 1970.

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Brandt wird Ehrenbürger von Lübeck

Interview mit Willy Brand im Lübecker Ratskeller im Jahr 1972.

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Video
Ein Arbeiter befestigt im Willy-Brandt-Haus in Luebeck Wahlplakate aus dem Bundestagswahlkampf von 1972. © ddp Fotograf: Roland Magunia
 
Video

Das Willy-Brandt-Haus in Lübeck

NDR Fernsehen: Schleswig-Holstein Magazin

Willy Brandts gesamtes politisches Leben wird in der Ausstellung in sechs Räumen dargestellt.

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Links

Kurzbiografie auf den Seiten des Deutschen Historischen Museums Berlin.

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Umfangreiche Webseite der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung.

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Informationen zur Dauerausstellung und Veranstaltungen der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung.

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Das Willy-Brandt-Haus in Berlin stellt wichtige Stationen seines Lebens in Bild und Ton dar.

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Informationen über das Haus, Veranstaltungen und die Geschichte der SPD.

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