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Die Ehrenbürger der Hansestadt Hamburg

Hamburger Rathausturm bei Nacht © Ronnie Koch / Staatliche Pressestelle Detailansicht des Bildes In fast 200 Jahren wurden 34 Menschen zu Ehrenbürgern der Hansestadt ernannt. Seit fast 200 Jahren wird das Ehrenbürgerrecht in Hamburg verliehen. Es ist die höchste Auszeichnung, die die Hansestadt Hamburg zu vergeben hat. Für die Verleihung des Ehrenbürgerrechts gibt es keine schriftlichen Bestimmungen. Es entstand nach Angaben der Stadt Hamburg in der Franzosenzeit und lässt sich auf die Französische Revolution zurückführen. Das Ehrenbürgerrecht wurde bis 1948 ausschließlich an Nicht-Hamburger - im politischen Sinne - verliehen, um sie zu "einem der unserigen" zu machen. Mit dieser geschichtlichen Tradition wurde erstmals 1948 gebrochen, als Senator a.D. Henry Everling anlässlich seines 75. Geburtstages wegen seiner großen Verdienste um das Genossenschaftswesen mit dem Ehrenbürgerrecht ausgezeichnet wurde.

Hier ein Überblick über alle 34 Personen, denen diese Ehre bisher zuteil wurde:

1813: Friedrich Carl Baron von Tettenborn (1778-1845), Kaiserlich russischer Oberst für sein Verdienst an der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Hamburgs und Befreiung von den napoleonischen Besatzungstruppen

1816: Fürst Gebhard Leberecht Blücher von Wahlstatt (1742-1819), Königlich preußischer Generalfeldmarschall a.D.

1826: Graf August Otto Grote (1747-1830), Königlich preußischer Geheimer Rat

1834: J. U. Dr. James Colquhoun (1780-1855), hanseatischer General-Konsul in London und Stalhofmeister

1838: Georg Michael Gramlich (1795-1880), Kaufmann, hanseatischer Geschäftsträger bei der Republik Venezuela

1843: Eduard Heinrich von Flottwell (1786-1865), Königlich preußischer Wirklicher Geheimer Rat und Oberpräsident der Provinz Sachsen zu Magdeburg;

1843: Conrad Daniel Graf von Blücher-Altona (1764-1845), Königlich dänischer Geheimer Conferenzrat und Oberpräsident der Stadt Altona

1843: Heinrich Christoph Gottfried von Struve (1772-1851), Kaiserlich-russischer Geheimer Rat, außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister bei den freien und Hansestädten

1843: Johann Smidt (1773-1857) Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen

1871: Otto Fürst von Bismarck-Schhönhausen (1815-1898), Deutscher Reichskanzler

1871: Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke (1800-1891), preußischer General, später Königlich preußischer Generalfeldmarschall

1886: Gustav Christian Schwabe (1813-1897), Kaufmann in London, Kunstförderer

1889: Johannes Brahms (1833-1897), Komponist

1901: Alfred Ludwig Heinrich Karl Graf von Waldersee (1832-1904), Königlich preußischer Generalfeldmarschall

1917: Paul von Beneckendorff und von Hindenburg (1847-1934), Königlich preußischer Generalfeldmarschall und späterer Reichspräsident

1948: Henry Everling (1873-1960), Senator a. D.

1950: Adolph Schönfelder (1875-1966), Bürgerschaftspräsident, Bürgermeister a.D.

1960: Max Brauer (1887-1973), Präsident des Senats

1971: Herbert Weichmann (1896-1983), Präsident des Senats

1978: Herbert Dau (1911- 2000), Bürgerschaftspräsident a.D.

1983: Helmut Schmidt, Bundeskanzler a.D.

1985: Ida Ehre (1900-1989), Schauspielerin, Regisseurin

1986: Gerd Bucerius (1906-1995), Politiker, Publizist und Unternehmer

1986: Herbert Wehner (1906-1990), Hamburger Bundestagsabgeordneter

1991: Alfred C. Toepfer (1894-1994), Kaufmann und Stifter

1991: Kurt A. Körber (1909-1992), Unternehmer und Stifter

1993: Rudolf Augstein (1923-2002), Verleger und Publizist

1999: Marion Gräfin Dönhoff (1909-2002), Verlegerin und Publizistin

2001: Siegfried Lenz, Schriftsteller

2003: Uwe Seeler, Fußballidol und erster Sportler, dem dieses Recht zuerkannt wurde

2005: Ehepaar Hannelore und Helmut Greve, Unternehmer, Förderer von Kultur, Wissenschaft und sozialen Projekten

2007: John Neumeier, Ballettdirektor und Chefchoreograf des Hamburg Balletts

2009: Loki Schmidt, (1919-2010), Lehrerin, Naturschützerin

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Johannes Brahms vor dem Haus des befreundenen Ehepaares Fellinger in Wien III, Hauptstraße 96. - Fotografie, September 1894 (Maria Fellinger). © akg-images Fotograf: Maria Fellinger
 
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